Isoliermaterial gegen Energieverlust

Jedes Haus benötigt eine effiziente Wärmedämmung, damit entweichende Wärme die Heizkosten nicht in die Höhe treibt. Welches Isoliermaterial für Dach und Keller, im Neubau oder bei der Altbausanierung sinnvollerweise verwendet wird, hängt von einigen Gegebenheiten ab. Eines haben jedoch alle Materialien gemeinsam: Sie isolieren das Gebäude gegen Wärmeverlust nach aussen. Zudem hält Isoliermaterial im Sommer die Innenräume kühl.

 

Isoliermaterial zur Innen- und Fassadendämmung

Isoliermaterial verhindert, dass die Wärme im Gebäudeinneren nach draussen entweicht. Damit lässt sich Energiekosten sparen. Und nicht nur das: Wer das richtige Dämmmaterial wählt, leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn wird der Energiebedarf gesenkt, lässt sich dauerhaft Brennstoff einsparen.

Erreichen lässt sich dieses Ziel mit einer Innen- oder Fassadendämmung, bei manchen Bau- oder Sanierungsvorhaben ist auch beides möglich. Vorsicht ist allerdings bei einer reinen Innendämmung geboten: Über ungedämmte Betondecken oder andere Wärmebrücken entweicht unter Umständen Wärme, was sich nicht nur in den Heizkosten bemerkbar macht, sondern im schlimmsten Fall auch Feuchtigkeitsschäden zur Folge haben kann.

Das richtige Isoliermaterial wählen

Generell gilt: Die Wärmedämmung ist umso besser, je dicker das Material ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Dämmleistung verdoppelt, wenn doppelt so dickes Material verwendet wird. Für die Beantwortung der Frage, wie dick das Isoliermaterial sein muss, sind verschiedene Faktoren massgeblich:

  1. Die Wärmeleitfähigkeit des Isoliermaterials
  2. Die Wärmedämmungsfähigkeit des Materials, auf dem die Isolierung angebracht wird
  3. Die Anzahl der Wärmebrücken

Das Isoliermaterial wird in der Regel zusammen mit einer luftdichten und feuchtigkeitsisolierenden Schicht geliefert, die Kondensation im Inneren verhindert. Damit so wenige Wärmebrücken wie möglich entstehen, wird empfohlen, immer möglichst breite Materialrollen zu verwenden.

Das Isoliermaterial für Hausfassaden und -dächer besteht aus anorganischen oder organischen Materialien. Jedes Material hat seine spezifischen Vor- und Nachteile; ein gutes Isoliermaterial besitzt allerdings immer eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, sollte das Isoliermaterial viele kleine Lufteinschlüsse aufweisen.

Anorganische Isoliermaterialien sind beispielsweise:

  1. Polystyrol-Platten
  2. Kalziumsilikat-Platten
  3. Dämmplatten aus Glaswolle mit feuchtigkeitsabweisender Isolierfolie
  4. Mineralwolle

Organische Isoliermaterialien sind beispielsweise:

  1. Holz, Zellulose, Kork und Schilfrohr
  2. Flachs, Hanf, Stroh und Seegras
  3. Schafwolle

Isoliermaterial ist ausserdem in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich:

  1. Steife oder halbsteife Platten
  2. Dämmrolle
  3. Vliesstoffe
  4. Lose Schüttdämmstoffe
  5. Einblasdämmstoffe, die mit einem Schlauch eingebracht werden
  6. Isoliermaterial, das vor Ort aufgeschäumt wird

Nachhaltig bauen mit ökologischem Isoliermaterial

Ökologische Dämmstoffe werden immer beliebter – und das nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes. Naturmaterialien eignen sich auch aus wirtschaftlicher Perspektive, denn sie weisen eine bessere Wärmedämmfähigkeit als konventionelle Materialien auf. Besonders häufig werden Holz und Zellulose nachgefragt, im Kommen sind auch Flachs und Hanf. Sie werden in Form von Isoliermatten und -platten, als Schütt- oder Vliesmaterial angeboten. Eine zusätzliche Isolierfolie schützt vor eindringender Feuchtigkeit und Kondensation. Ausserdem lassen sich nicht alle Naturmaterialien universell für den Innen- und Aussenbereich einsetzen. Neben den ausgezeichneten Dämmeigenschaften bieten Holz, Hanf & Co. einen weiteren Vorteil: Sie lassen sich recyceln und belasten die Umwelt kaum.

Der Nachteil aller ökologischen Isoliermaterialien ist, dass sie meistens teurer als anorganische Materialien sind. Um das gleiche Ergebnis wie mit konventionellen Dämmstoffen zu erreichen, ist überdies eine dickere Materialstärke erforderlich. Auch lassen sich nicht alle Naturmaterialien universell für den Innen- und Aussenbereich verwenden.

Bauen und renovieren mit konventionellem Isoliermaterial

Aus Kosten- und Effizienzgründen werden fürs Bauen und Renovieren bisher überwiegend anorganische Materialien nachgefragt. Sie sind kostengünstig, leicht und lassen sich leicht verbauen – grundsätzlich kann dies jeder Hobbyhandwerker bewerkstelligen. Je nach den Eigenschaften des zu dämmenden Bereichs eignen sich einige Materialien und Ausführungen besser als andere.

Isolierplatten lassen sich am besten auf ebenen Flächen anbringen, Isoliermatten oder Isolierwolle gleichen auch leichte Unebenheiten aus. Während des Zuschneidens der Materialien ist eine Schutzbekleidung erforderlich, die aus Atemschutzmaske, Overall und Schutzhandschuhen besteht. Vor allem Glas- und Mineralwolle kann Haut und Atemwege reizen.

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