Mit der Mausefalle gegen Plagegeister vorgehen

Dem einen oder anderen werden die putzigen kleinen Nager leidtun. Doch Mäuse und Ratten im Haus mag so gut wie niemand gern – und das hat seine Gründe. Die flinken Nagetiere richten einigen Schaden an, wenn sie sich erst einmal häuslich eingerichtet haben. Sie nagen oft Möbel und Tapeten an – und wenn es Elektrokabel oder Isolierungen trifft, kann es richtig teuer werden. Hinzu kommt die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Exkrementen. Von Mäusegift ist trotzdem abzuraten. Eine Alternative ist eine Mausefalle. Und wenn die Maus noch nicht als Untermieter eingezogen ist, schützt das richtige Fernhaltemittel.

Wieso lieber eine Mausefalle verwenden?

Gift ist ein effizientes Mittel gegen Mäuse und Ratten. Allerdings gibt es einen bedeutenden Nachteil: Es stellt auch eine Gefahr für Menschen und andere Tiere da. Die verwendeten Rodentizidköder verhindern die Blutgerinnung. Die Folge: Die Nagetiere verbluten innerlich. Wenn nun ungewollt das Mäusegift aufgenommen wird, kann es bei menschlichen Organismen und Haustieren ebenfalls zu inneren Blutungen kommen – unter Umständen mit tödlichem Ausgang. Wenn Kinder Mäusegift verschluckt haben, sollte man sofort den Giftnotruf alarmieren.

Ein anderer unangenehmer Nachteil: Durch die Wirkungsverzögerung sterben die Nager nicht dort, wo das Gift ausgelegt wird. Das ist zwar in gewisser Hinsicht gut, da so die Artgenossen nicht gewarnt werden. Dafür verkriechen sich die Mäuse aber zum Sterben. Häufig findet man sie erst, wenn ein unangenehmer Verwesungsgeruch in der Luft liegt. Es gibt also gute Gründe, die für eine Mausefalle bzw. bei grösseren Nagern für eine Rattenfalle sprechen.

Mäuse mit einer Schlagfalle fangen

Die klassische Mausefalle ist eine sogenannte Schlagfalle. Die kleine, mechanisch arbeitende Apparatur wird in der Regel aus Holz und Metall gefertigt. Es gibt aber auch Varianten aus Kunststoff. Der Mechanismus ist einfach: Über ein Lockmittel, z. B. Speck, Käse, Nüsse, Schokolade oder Ähnliches, wird die Maus dazu verführt, die Mausefalle zu betreten. Dieser Köder ist an einem kleinen Metallstift befestigt. Durch das Gewicht der Maus wird ein kleines Holzbrettchen heruntergedrückt und die Falle schnappt zu. Diese besteht aus einem Metallbügel, der vorher mit einer starken Feder gespannt wurde. Trifft der Bügel nun auf die Maus, bricht er ihr im besten Fall das Rückgrat, was einen schnellen Tod bedeutet. Die Schlagfalle gibt es für grösser Nager auch als Ratten- oder Wühlmausfalle.

Schlagfallen haben einen Nachteil: Auch bei Haustieren und Menschen können sie schmerzhafte Verletzungen verursachen. Gerade in Haushalten mit Babys und Kleinkindern sollte man sich vorab gut überlegen, ob man Mausefallen dieser Art aufstellt.

Mäuse fangen mit Lebendfallen

Lebendfallen sind eine gebräuchliche Alternative zur Schlagfalle. Häufig bestehen sie aus einem Käfig mit einem Federmechanismus. Wird die Köderbefestigung berührt, schnellt die Eingangsklappe herunter und die Maus sitzt in der Falle. Es gibt Mausefallen mit klassischem mechanischem oder mit elektronischem Auslöser. Insgesamt findet man zahlreiche unterschiedliche Ausführungen dieser Art von Mausefallen. Bei einigen löst die Maus ebenfalls durch ihr Körpergewicht das Zuschnappen der Klappe aus. Einige Fallen sind zudem für das Fangen mehrerer Mäuse gleichzeitig gedacht. Sehr praktisch, wenn man ein grösseres Nagerproblem hat.

Wer mit einer Mausefalle lebend einen Nager gefangen hat, kann ihn wieder in die freie Wildbahn entlassen. Dies sollte aber mehrere hundert Meter vom Haus entfernt passieren. Andernfalls ist der Weg nicht weit und der Nager mitunter schneller wieder eingezogen, als einem lieb ist.

Vorbeugen mit Fernhaltemittel

Wer erfolgreich die Nager vertrieben hat, möchte sie nur ungern wiedersehen. Und mit dem richtigen Fernhaltemittel braucht man fortan keine Mausefalle mehr. Fernhaltemittel gibt es als natürliche und als elektronische Variante. Fernhaltemittel werden auch oft gegen Insekten eingesetzt.

Das natürliche Fernhaltemittel beruht auf einer Mischung von ätherischen Ölen oder anderen Stoffen, die Mäuse, Ratten und Co. nicht leiden können. So werden sie auf einfache Weise von Haus und Grundstück ferngehalten.

Der elektronische Vertreiber verwendet dagegen Ultraschall, um lästige Nager abzuschrecken. Mit einer bestimmten Abfolge von Tönen werden ungebetene Gäste dazu gebracht, das Gebiet zu verlassen – ohne dass sie getötet oder verletzt würden.

Die umweltfreundlichste Mausefalle ist immer noch welche? Die Katze natürlich. Die bekommen Sie bei Coop Bau+Hobby nicht. Dafür aber andere wirksame Mittel, um unliebsame Nager loszuwerden.