Sicherheitsschuhe: Die Füsse optimal schützen

In einigen Berufen und Arbeitsbereichen ist das Risiko eines Unfalls erhöht. Das Tragen entsprechender Schutzbekleidung minimiert diese Gefahren und ist daher eine wirkungsvolle Vorsorge. Sehr gefährdet, da exponiert, sind neben den Händen die Füsse. Zu einer vollständigen Schutzbekleidung gehören daher unbedingt Sicherheitsschuhe der jeweils notwendigen Sicherheitsklasse. Gute Arbeitsschuhe schützen allerdings nicht nur vor Einwirkungen von aussen. Sicherheitsschuhe haben eine ergonomische Passform und sind mit einer dämpfenden Sohle ausgestattet, denn in laufintensiven Berufen werden Füsse stark beansprucht.

Die richtige Sicherheitsstufe wählen

Arbeitsschuhe müssen je nach Berufsgruppe unterschiedliche Anforderungen erfüllen – entsprechend gross ist das Spektrum an Arbeitsschuhen. Die Berufsgenossenschaften geben in der Regel vor, welche Eigenschaften Sicherheitsschuhe aufweisen müssen, um in einem bestimmten Arbeitsbereich einsetzbar zu sein.

Alle Sicherheitsschuhe sind im vorderen Bereich mit einer Schutzkappe aus Metall oder Kunststoff ausgestattet, welche die Zehen vor Stössen und starkem Druck schützt. Je nach Tätigkeit und Arbeitsumfeld müssen die Schuhe einer von insgesamt fünf Sicherheitsstufen (SB/S1/S2/S3/S4/S5) entsprechen. Alle Arbeitsschuhe erfüllen die europäische Norm für Sicherheitsschuhe EN ISO 20345, die sich auch in der Schweiz durchgesetzt hat. Zusätzlich zu den Anforderungen dieser fünf Sicherheitskategorien können die Schuhe je nach Modell mit weiteren Schutzeigenschaften ausgestattet sein. So gibt es beispielsweise antistatische Schuhe (A), Fussknöchelschutz (AN) oder Wärmeisolierung (HI).

Sicherheitsklasse

Anforderungen

S1

Zehenkappe nimmt Energie bis 200 Joule auf, Fersenbereich komplett geschlossen, Sohle ist antistatisch, öl- und benzinresistent, im Fersenbereich Energieaufnahme

S1P

wie S1, zusätzlich durchtrittsichere Sohle, Sohle mit Profil

S2

wie S1, Obermaterial ist zusätzlich beständig gegen Wasseraufnahme und -durchtritt

S3

wie S2, zusätzlich durchtrittsicher, Sohle mit Profil

S4

wie S2, aber als Stiefelausführung, wasserabweisend

S5

wie S4, zusätzlich durchtrittsichere Sohle

 

In welchen Berufen sind welche Arbeitsschuhe notwendig?

Arbeitsschuhe sind in vielen Arbeitsbereichen der Industrie, im Bauwesen, im Garten- und Landschaftsbau, bei der Feuerwehr, dem Technischem Hilfswerk, in Krankenhäusern sowie in Betrieben erforderlich, in denen Lebens- und Genussmittel produziert beziehungsweise verarbeitet werden.

Elektriker arbeiten häufig mit Installationen, die unter Spannung stehen. Deshalb benötigen sie Sicherheitsschuhe, welche die Füsse isolieren, denn im Falle eines Stromschlages würde der Strom sonst unmittelbar durch die Füsse hindurch und in den Boden gehen. Eine entsprechend isolierende Schutzkleidung schützt den gesamten Körper vor einer elektrischen Durchströmung. Elektriker müssen allerdings darauf achten, dass ihre Arbeitsschuhe sowohl elektrische als auch nicht-elektrische Schutzanforderungen erfüllen. Je nach Einsatzgebiet und elektrischer Spannung können sie Modelle der Schutzklassen S1 bis S3 tragen.

Vorsicht geboten ist bei Arbeitsschuhen mit dem Hinweis ‹Electric Static Discharge›. Diese verhindern lediglich eine elektrostatische Aufladung und sind für Elektriker folglich nicht hinreichend. Diese Sicherheitsschuhe sind vielmehr für Menschen gedacht, die mit empfindlicher Elektronik zu tun haben, denn magnetische Datenträger, Laserköpfe und Chips können bereits durch kleinste elektrostatische Entladungen oder Funken unbrauchbar werden. Schuhe mit dem Label ‹Electric Static Discharge› verfügen deswegen über eine Sohle, die eine elektrostatische Aufladung verhindert – und damit auch die Entladung zwischen zwei Menschen oder Mensch und Bauteil.

In Kfz-Werkstätten werden in der Regel Sicherheitsschuhe der Stufe 3 getragen, die resistent gegen Öl und Kraftstoffe sind. Generell legt der Betrieb fest, welche Arbeitsschuhe in einem bestimmten Arbeitsbereich beziehungsweise für bestimmte Tätigkeiten notwendig sind. Mindestanforderung in vielen Bereichen ist üblicherweise die Sicherheitsstufe 1. Wer mit Flüssigkeiten hantiert, braucht schon die Schuhe der Kategorie 2. Und da spitze Gegenstände auf Werkstattböden nicht gerade selten vorkommen, sind Arbeitsschuhe der Stufe 3 die sicherste Variante.

Dies sind nur einige Beispiele, die veranschaulichen, nach welchen Kriterien Sicherheitsschuhe ausgewählt werden können. Je nach Arbeitsbereich können weitere Anforderungen hinzutreten, etwa Kälte- bzw. Wärmeisolierung, Rutschhemmung auf verschiedenen Untergründen oder Verhalten bei Kontaktwärme. Schuhe, die komplett gegen Wasser schützen, sind beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erforderlich.

Design und Komfort für beanspruchte Füsse

Neben ausreichendem Schutz ist bei Arbeitsschuhen vor allem eines wichtig – dass sie gut passen. Vor allem in Berufen, in denen man viel läuft beziehungsweise überwiegend steht, ist ein ausreichend gepolsterter Schuh Gold wert. Die Mindestanforderungen sind die richtige Schuhgrösse und eine orthopädisch korrekte Passform. Oft schmerzen die Füsse trotzdem noch. Deshalb sollte man die Arbeitsschuhe vor dem Kauf genau begutachten: Ist die Sohle ergonomisch geformt? Welche Dämpfung hat sie? Scheuen Sie sich nicht, die Schuhe ausgiebig Probe zu laufen, bevor Sie sie kaufen.

Viele Berufstätige möchten auch in ihrer Arbeitskleidung attraktiv und gepflegt aussehen. Viele Hersteller orientieren sich deshalb bei der Fertigung ihrer Arbeitsschuhe an aktuellen Schuhdesigns und Farbtrends – viele Arbeitsschuhe erinnern heute mehr an Sportschuhe als an die klobigen Schutzschuhe von einst.

Wer seinen Füssen etwas Gutes tun möchte, trägt in seinen Schuhen Arbeitssocken: Sie leiten den Fussschweiss nach aussen, halten die Füsse warm und bieten zusätzliche Polsterung. Weil es nicht ausbleibt, dass die Schuhbänder irgendwann reissen, führen wir bei Coop Bau+Hobby extrareissfeste und robuste Schuhbändel. Die Anschaffung von Arbeitsschuhen lohnt sich übrigens auch für den privaten Bereich – wenn Sie zum Beispiel handwerkeln, Reparaturen am Haus ausführen oder im Garten arbeiten. In der Regel genügt Schutzstufe 1, für Garten- und Waldarbeiten sollte es jedoch Klasse S4 oder S5 sein.

Schutzbekleidung und Sicherheitsschuhe sind in vielen Berufen vorgeschrieben. Darüber hinaus sind sie sinnvoll für Hobbyhandwerker sowie alle, die in ihrer Freizeit im Garten oder in der Natur arbeiten. Im Onlineshop von Coop Bau+Hobby erhalten Sie alles, was Sie für eine komplette Schutzausrüstung benötigen. Informieren Sie sich auf unserer Website über unser gut ausgestattetes Sortiment.