Der eigene Bio-Garten

Bio aus dem eigenen Garten

Leckeres Gemüse und Obst für eine gesunde Ernährung.

Mit der Anlage eines eigenen Gemüsegartens hast du dein Bio-Gemüse gleich griffbereit. Je grösser dein Gemüsebeet, desto mehr Bio-Gemüse hast du für das ganze Jahr. Aber auch auf dem Balkon lassen sich viele Gemüsesorten ziehen.

Inhalt

Das eigene Gemüsebeet anlegen

Der Anbau von Bio-Gemüse ist gar nicht schwer und lohnt sich auf jeden Fall. Willst du das ganze Jahr über ausschliesslich dein eigenes Bio-Gemüse konsumieren, musst du pro Person mit 50 Quadratmeter Nutzfläche rechnen. Aber auch auf kleineren Flächen kann viel gesundes Gemüse gezogen werden.

Die meisten Gemüsesorten lieben viel Licht, Luft und Sonne. Bäume nehmen den Pflanzen Licht sowie Wasser und Nährstoffe und sind deshalb keine guten Begleiter von Gemüsebeeten. Gleiches gilt für zu hohe Hecken. Dagegen sind niedrige Buchshecken oder Berberitzenhecken ein idealer Windschutz. Gleichzeitig bieten sie ein Rückzugsort für viele Nützlinge. Der Komposthaufen, ihre Bezugsquelle für natürliches Düngemittel, kann dagegen auch gut unter einem Baum platziert werden.

Die Gemüsebeete sollten circa 5 Meter lang und 1,20 Meter breit und von Norden nach Süden ausgerichtet sein. Plane schmale Gehwege zwischen den Beetreihen ein, die du mit hübschen Steinen, Platten oder Kies befestigst.

Die perfekte Bewässerung erreichst du mit einem Wassertank im Garten. Das von der Sonne angewärmte Wasser ist ideal für die Bewässerung deiner Gemüsepflanzen. 

Die richtige Vorbereitung des Bodens

Mit einer Hacke lässt sich die Erde gut lockern. Mische nährstoffhaltige Komposterde unter die aufgelockerte Erde. Zudem sollte über eine Gründüngung, die man im Herbst untergräbt, nachgedacht werden. Als Gründüngung im Herbst eignen sich Winterraps, Buchweizen, Phacelia, Sommerwicken oder Gelbsenf.

Ist der Boden gut vorbereitet kann mit der Ausaat begonnen werden. Viele Gemüsepflanzen werden zwischen Februar und Mai ausgesät, wie Paprika, Tomaten, Gurken oder Kartoffeln. Klassisches Wintergemüse wie Kohl oder Kürbis erst ab April. Die perfekte Aussaatszeit und Erntezeit kannst du im Normalfall auf der Verpackung der Samen oder Knollen nachlesen.

In guter Nachbarschaft

Bevor du deine angelegten Beete befüllst, solltest du dir überlegen, welche Gemüsepflanzen du säen möchtest. Jede Pflanze bevorzugt eine andere Erdbeschaffenheit, um sich benötigte Nährstoffe zu ziehen. Zudem unterscheidet sich der Düngebedarf.

Möchtest du im selben Beet unterschiedliche Gemüsesorten heranziehen, solltest du dich mit dem Thema «Mischkultur» befassen. In der Mischkultur wird zwischen «Starkzehrern», «Mittelzehrern» und «Schwachzehrern» unterschieden. Pflanzen in der gleichen Kategorie bilden zumeist eine harmonische Gemeinschaft, in der jede Pflanze mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Aber Achtung: Auch Pflanzen in der gleichen Kategorie können unverträglich sein! Manche Pflanzen einer Gattungen vertragen sich untereinander nicht, wie beispielsweise Kreuzblütler, Doldenblütler und Hülsenfrüchtler, und sollten nicht nebeneinander angebaut werden.

Hinweis

Starkzehrer

  • Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kürbis, Porree, Sellerie, Zucchini,Brokkoli, Blumenkohl, Auberginen

Mittelzehrer

  • Fenchel, Knoblauch, Kohlrabi, Melonen, Möhren, Paprika, Radieschen, Rote Bete, Salate, Schwarzwurzeln,Spinat, Zwiebeln

Schwachzehrer

  • Buschbohnen, Erbsen, Kräuter, Feldsalat, Erdbeeren

Schnelle Hilfe gegen Nacktschnecken

Auch wenn Bio-Pflanzen sehr robust sind, werden gerade die jungen Triebe gerne von Schnecken befallen. Mit ökologischen Pflanzenschutzmitteln kannst du lästigen Schneckenbefall gut abwehren.

Der Schneckenzaun kann nach Belieben zusammengesteckt und um die Beete positioniert werden. Auch biologisches «Schneckenkorn von Oecoplan» oder «Biocontrol SchneckenStopp» sind wirksame Waffen gegen Schnecken.

Hast du kein biologisches Abwehrmittel zur Hand, kannst du dein eigenes Pflanzenschutzmittel produzieren. Bier- oder Salzfallen und der Kaffeesud haben sich im Kampf gegen Schnecken bewährt. Grabe beispielsweise einen Behälter mit Bier ebenerdig ein. Es wird nicht lange dauern, bis er von Schnecken überquillt, für die Bier unwiderstehlich ist.

Auch natürliche Fressfeinde wie Igel, Spitzmaus, Maulwurf oder Amseln tragen ihren Teil dazu bei, die Anzahl an Nacktschnecken zu reduzieren.

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