zu coop.ch

Kostenlos abholen

Nach Hause liefern lassen

14 Tage Rückgaberecht

Min. 2 Jahre Garantie

Welche Kräuter pflanzen?

Welche Kräuter passen zusammen?

Erfahren Sie mehr über das Anpflanzen von Balkonkräutern.

Kräuter auf dem Balkon: Welche Kräuter zusammenpflanzen?

Kräuter zieren den Balkon, verleihen Gerichten einen würzigen Geschmack und eignen sich für die Herstellung heilsamer Tees. Doch jede Pflanzenart stellt hinsichtlich Sonnen-, Wasser- und Nährstoffbedarf andere Ansprüche. Welche eignen sich für sonnige und welche für schattige Balkone? Welche Kräuter harmonieren gut miteinander? Erfahren Sie, welche Kräuter Sie am besten zusammenpflanzen.

Inhalt

Kräuter zusammenpflanzen – Balkon mit guter Nachbarschaft

Die meisten Kräuterarten eignen sich für einen Kräutergarten auf dem Balkon – vorausgesetzt, sie haben ausreichend Platz und der Standort ist sonnig. Kräuter mit langen Wurzeln wie Dill und Liebstöckel sollten Sie jedoch einzeln und in tiefen Blumentöpfen anpflanzen. Ein Kräutergarten auf dem Balkon, der aus mehreren einzelnen Gefässen besteht, wirkt überdies sehr reizvoll. Möchten Sie mehrere Kräuter in einem einzigen Balkonkasten ziehen, achten Sie auf gute Nachbarschaft – die Pflanzen sollten ähnliche Ansprüche haben.

Pflanzen für sonnige und schattige Kräuterbeete auf dem Balkon

Welche Kräuter Sie auf Ihrem Balkon anpflanzen können, hängt von der Sonneneinstrahlung ab. Nicht alle Kräuter mögen sonnenverwöhnte Südbalkone. Beispielsweise sollte Liebstöckel nicht direkt in der Sonne stehen; er gedeiht am besten an einem Standort im Halbschatten. Befestigen Sie ein Pflanzengefäss mit einer solchen Pflanzenart nicht direkt an der Balkonbrüstung, sondern stellen Sie es besser auf den Boden, wo Brüstung und Sichtschutz Schatten spenden. Auf einem Süd- oder Westbalkon fühlen sich hingegen Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Oregano wohl. Die aus dem Mittelmeerraum stammenden Pflanzen können sich bei intensiver Sonnenstrahlung voll entfalten.

Petersilie, Basilikum und Schnittlauch sind die Kombination für schattige Balkone, die nach Osten oder Norden ausgerichtet sind. Sie vertragen nämlich keine pralle Sonne und kommen mit den schlechteren Lichtverhältnissen gut zurecht.

Kräuter mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf

Kräuter zählen zu den Schwachzehrern, dennoch gibt es hinsichtlich des Nährstoffbedarfs Unterschiede. Beispielsweise benötigen Schnittlauch, Dill, Petersilie und Kerbel nährstoffreiche Erde. Pflanzen Sie diese Kräuter zusammen in eine Kiste mit humusreichem Substrat und düngen Sie sie regelmässig.

Ein Zuviel an Mineralien bekommt mediterranen Kräutern weniger. Sie bevorzugen karge Böden und reagieren auf Überdüngung empfindlich. Ebenfalls nährstoffarme Erde, wenn auch nicht ganz so magere wie mediterrane Gewächse, bevorzugen Borretsch, Bohnenkraut und Majoran.

Bedarf an Feuchtigkeit berücksichtigen

Berücksichtigen Sie auch den Wasserbedarf der Pflanzen, falls Sie mehrere Arten in einer Kiste kombinieren möchten. Pflanzen Sie in Ihrem Kräutergarten auf dem Balkon etwa nicht durstige Pflanzen neben solchen, die keine Staunässe vertragen – den Wasserbedarf finden Sie auf dem Etikett. Achten Sie auch auf das Aussehen der Pflanze: Kräuter, die viel Wasser benötigen, haben eher grossflächige, weiche und dünne Blätter. Beispiele hierfür sind Zitronenmelisse und Kerbel. An Trockenheit angepasste Arten zeichnen sich durch kleinere, dicke Blätter aus, die besser mit Verdunstung zurechtkommen.

Wuchshöhe beachten

Je weniger raumgreifend die Pflanzen sind, desto mehr finden in einem Kräuterbeet Platz. Möchten Sie kleinere Pflänzchen mit üppig wachsenden Kräutern wie Rosmarin, Estragon oder Minze zusammenbringen, sollten Sie sie nicht zu dicht anpflanzen bzw. die grösseren Exemplare nur am Rand einsetzen oder dort die Saat ausbringen. Andernfalls nimmt ihr Blätterwerk den anderen Pflanzen die Sonne.

Kräuter kombinieren als Schädlingsschutz

Kräuter sind auch auf dem Balkon nicht vor Schädlingen sicher. Zur Abwehr von Milben, Läusen, Raupen und Schnecken zahlt sich eine Mischanpflanzung aus.

Einige Kräuterpflanzen sondern Duftstoffe ab, andere geben über die Wurzeln Substanzen ab, die Schädlinge in die Flucht treiben. Davon profitieren alle benachbarten Pflanzen. Einen natürlichen Insektenschutz stellen die duftenden Kräuter Oregano, Salbei und Thymian dar. Sie schrecken Läuse, Schnecken und die Raupen des Kohlweisslings ab. Wenn Sie Ihren Kräutergarten auf dem Balkon um Kerbel oder Schnittlauch erweitern, schützen Sie ihn vor Mehltau. Auch Bohnenkraut wirkt gegen Läuse. Über einen Abwehrmechanismus gegen Erdflöhe verfügt Beifuss.

Welche Kräuter passen zusammen in einen Balkonkasten?

Die Auswahl an Kräuterpflanzen ist gross, sodass viele Kombinationen denkbar sind. Damit Sie zum Würzen oder zum Aufbrühen eines Tees stets etwas parat haben, sollten Sie Kräuter mit unterschiedlicher Geschmacksintensität wählen. Je nach Rezept benötigen Sie stark würzende Kräuter wie Thymian oder dezenter schmeckende wie Kerbel. Dieses Kraut benötigt ebenso wie Petersilie Halbschatten und viel Feuchtigkeit: Pflanzen Sie sie in einem Gefäss an, und Sie haben zwei Basisgewürze für Suppen. Für Salate können Sie wiederum Dill und Schnittlauch in einem Kräuterbeet auf Ihrem Balkon ziehen.

Wer mediterrane und französische Gerichte mag, kann auf seinem Balkon die Basis für typische Gewürzmischungen schaffen. Für eine Mischung à la Kräuter der Provence pflanzen Sie wenigstens Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut an, wahlweise noch Majoran, Oregano und Estragon. Diese harmonieren übrigens nicht nur im Kochtopf wunderbar, sondern auch in der Balkonkiste. Berücksichtigen Sie lediglich, dass Rosmarin einen sehr kräftigen Busch ausbilden kann. Für Fines Herbeskombinieren Sie Kerbel, Schnittlauch und Petersilie. Einen Hauch von Orient geniessen Sie mit den folgenden Kräutern im Balkonkasten: Koriander, marokkanische Minze, Schwarzkümmel und arabischer Majoran.

Aber auch Heilkräuter können Sie auf dem Balkon anpflanzen. Kamille wirkt beispielsweise entzündungshemmend, Rosmarin regt den Kreislauf an und Salbei wirkt erleichternd bei Husten. All diese Pflanzen lieben einen sonnigen Standort und nährstoffarmes Substrat.