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Befallene Blumenerde

Die Erde ist mit Schädlingen befallen?

Erfahren Sie, was gegen Schimmel und Fliegen hilft.

Befall der Blumenerde mit Schimmel, Fliegen und Trauermücken – Was hilft?

Bildet sich ein weisser Belag und erobern Fliegen die Blumenerde, ist schnelles Handeln gefragt. Ehe man sich‘s versieht, breitet sich Schimmel aus. Dies schadet nicht nur den Pflanzen, sondern stellt mitunter auch für den Menschen ein Gesundheitsrisiko dar. Um der Vermehrung und einer erneuten Heimsuchung entgegenzuwirken, gibt es effektive Mittel. Erfahren Sie, wie Sie die Schädlinge wieder loswerden und dem Befall vorbeugen. 

Inhalt

Was hilft gegen Schimmel in der Blumenerde und auf Zimmerpflanzen?

Wenn sich auf der Blumenerde ein weisser Belag gebildet hat, besteht der Verdacht eines Schimmelbefalls. Bei genauerem Hinsehen erhärtet sich dieser, wenn feine, weitverzweigte Pilzfäden erkennbar werden als pelziger Überzug, der sich – anders als Kalkablagerungen – nicht einfach abkratzen lässt.

Die weisse Schicht schadet den Pflanzen und mitunter sogar dem Menschen. Pilze ernähren sich parasitisch von Chlorophyll und schädigen dadurch Wurzeln, Sprossen und Blätter. Dies hemmt das Wachstum und macht die Pflanzen auch für andere Pilzkrankheiten anfällig. Beim Menschen löst Schimmel Allergien aus und ruft Atemwegserkrankungen hervor. Bevor Schimmel weitere Zimmerpflanzen, Balkonkisten oder gar die Wände der Wohnung erobert, ist rasches Handeln gefragt. Breitet sich in der Blumenerde Schimmel aus, wird man ihn nicht mehr ohne Weiteres los.

Das radikalste Mittel gegen Schimmel ist die Entsorgung der alten Pflanzenerde. Denn hierbei können Sie gewiss sein, dass der Pilz vollständig entfernt wird und keine Sporen hinterlässt. Denn die nicht sichtbaren Sporen sorgen für eine erneute Ausbreitung im Pflanzengefäss. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, beseitigen Sie das Substrat daher komplett. Insbesondere bei grossflächigem Befall kleinerer Zimmer- und Kübelpflanzen ist dies ratsam. Entsorgen Sie die befallene Erde nicht im Hausmüll, sondern schütten Sie sie in die Biotonne. Auch im Kompostbehälter hat schimmelbefallene Erde nichts zu suchen.

Reinigen Sie das Gefäss anschliessend gründlich mit heissem Wasser. Auch die Pflanze sollte gereinigt werden. Schütteln Sie hierfür zunächst die Erdballen ab und entfernen Sie vorsichtig an den Wurzeln hängende Klumpen. Anschliessend sollten die Wurzeln sowie tief hängende Blätter gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Erst dann können Sie die Pflanze in einen mit frischem Substrat befüllten Topf einsetzen.

Schwerer zu handhaben sind grossvolumige Kübel, deren Blumenerde von Schimmel erobert wurde. Da sie mit mehr Erdmasse befüllt sind, hilft es oftmals auch, die befallene Erde abzutragen. Um einem erneuten Befall vorzubeugen, sollte auch die darunter liegende Schicht weggenommen werden. Dies gestaltet sich bei dichtem Pflanzenwachstum und raumgreifenden Pflanzen zwar komplizierter als bei kleineren Gewächsen. Versuchen Sie dennoch, so viel Erde wie möglich zu beseitigen. Lockern Sie den Boden anschliessend mit einer Gabel oder kleinen Harke auf. Dies verbessert die Sauerstoffzufuhr. Anschliessend befüllen Sie das Behältnis mit neuer Erde. Am besten eignen sich Substrate, die wenig Pflanzenerde enthalten. Denn dieses organische Material bindet mehr Feuchtigkeit und begünstigt dadurch den Befall der Blumenerde mit Schimmel. 

Trauermücken und Fliegen in der Blumenerde ­– Was hilft wirklich?

Auch vor kleinen Fliegen und Mücken in der Blumenerde ist niemand sicher. Die schwirrenden Plagegeister sind äusserst lästig. Zwar beeinträchtigen sie das Pflanzenwachstum kaum, für die Gesundheit des Menschen stellen sie jedoch ein Risiko dar. Denn sie übertragen Keime. Nicht nur die Blumenerde wird von Fliegen erobert. Da sich die Insekten überall niederlassen und rasant vermehren, sollten Sie auch bei diesen Schädlingen rasch Massnahmen ergreifen, um ihrer Herr zu werden.

Selten machen sich Fruchtfliegen in der Erde breit. Am häufigsten anzutreffen sind die sogenannten Trauermücken, die den kleinen Fliegen zum Verwechseln ähnlich sehen. Da sie feuchten Boden und organische Substanzen bevorzugen, stellt der Blumentopf einen idealen Unterschlupf dar. Die Mücken hinterlassen in der Blumenerde unzählige Eier, aus denen innerhalb kurzer Zeit Larven schlüpfen. Anders als die ausgewachsenen Trauermücken schaden die Nachkommen den Pflanzen. Denn sie ernähren sich von organischem Material und fressen mit Vorliebe Wurzeln und tief hängende Blätter an. Dies verschlechtert die Wasser- und Nährstoffaufnahme erheblich. Zudem sind die Gewächse an den beschädigten Stellen anfällig für Pilzkrankheiten und Viren. Zu erkennen sind die Larven an einem weisslich durchscheinenden Körper, ihrem schwarzem Kopf sowie an den hellgrauen Kotrückständen. Sie lassen sich mit einem geeigneten Insektizid, wie zum Beispiel Mückentabletten jedoch leicht bekämpfen.

Generell können Pflanzenschutzmittel Mücken und Fliegen in der Blumenerde am schnellsten bekämpfen. Sie sind als Spray, Flüssigkeit oder Granulat erhältlich. Alternativ können Sie elektronische Fallen aufstellen. Effektiv sind ebenso Gelbtafeln, die in die Erde gesteckt werden. Als Köder fungieren die Farbe sowie eine mit Lockstoffen versehene Klebeschicht. Diese Tafeln fangen erwachsene Tiere, die somit an einer erneuten Eiablage gehindert werden. Da diese bereits Eier gelegt haben könnten, empfiehlt es sich, entsprechend dem Lebenszyklus der Insekten die Tafeln mindestens drei Wochen in der Erde zu belassen.

Daneben besteht die Möglichkeit, den Trauermücken auf biologische Weise mittels ihrer natürlichen Feinde beizukommen. Hierzu erhalten Sie im Handel Nematoden. Die nicht mit dem blossen Auge erkennbaren Fadenwürmer geben Sie einfach dem Giesswasser bei. Die Würmer befallen als Parasiten die Larven und sind für den Menschen unbedenklich. Da die ausgewachsenen Mücken eine Lebenserwartung von nur fünf Tagen haben, wirkt diese Variante schnell. Auch das Wasserbakterium Bacillus thuringiensis israelensis greift Larven und Mücken an und ist für den Menschen unbedenklich. 

Vorbeugende Massnahmen gegen Schädlingsbefall

Der wirksamste Schutz der Blumenerde gegen Schimmel und Mücken sind Vorkehrungen gegen ihre Ansiedelung und Vermehrung. Denn die häufigste Ursache für einen Befall ist feuchte Erde. Gehen Sie bei der Bewässerung daher sorgsam vor. Überprüfen Sie beispielsweise mittels Feuchtigkeitsanzeige oder den Fingern, ob die Erde noch nass ist oder ob sie Wassernachschub benötigt. Staunässe vermeiden Sie, indem Sie beim Umtopfen einen Abfluss einbauen oder eine Drainageschicht einfügen. Damit das Wasser besser versickert, ist es ratsam, die oberste Schicht regelmässig mit einer ausgedienten Gabel oder einer kleinen Harke aufzulockern. Bei dieser Gelegenheit sollten Pflanzenreste wie abgefallene Blätter und Blüten entfernt werden, da diese andernfalls Pilzen und Trauermücken als Nahrungsquelle dienen.

Wenn die Blumenerde an den Nährstoffbedarf der Pflanzen angepasst ist, sind diese weniger anfällig. Denn ein hoher Anteil an Mulch und anderen Pflanzenresten in der Blumenerde begünstigt die Bildung von Schimmel. Zudem sollte das Substrat sachgemäss gelagert werden. Auch regelmässiges Düngen stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen.