Gartenmöbel aus Holz pflegen

Holzpflege macht Gartenmöbel widerstandsfähig

Natürliche Holzmöbel für den Garten wirken urig und gemütlich. Doch nur mit der richtigen Pflege bleiben sie lange schön, denn Regen, Sonne und andere Witterungseinflüsse greifen das Holz an und bewirken, dass es mit der Zeit an Glanz und Farbe verliert. Damit du lange Freude an deinen Gartenmöbeln hast, solltest du sie so gut wie möglich schützen und die Holzoberflächen regelmässig behandeln. Coop Bau+Hobby hat die besten Pflegetipps für dich zusammengestellt.

Inhalt

Schütze das Holz: Gartenmöbel schonend behandeln

Die Pflege deiner Holzgartenmöbel fängt schon beim alltäglichen Umgang mit den Möbeln an. Zwar kommst du um die regelmässige Oberflächenbehandlung nicht herum, wenn Holztische und -stühle lange schön bleiben sollen, doch wenn du sie sorgsam behandelst und vor der Witterung schützt, ist der Aufwand deutlich geringer. Halte dich deshalb von vornherein an diese Hinweise:

  • Holzmöbel sollten bei Regenwetter schräg aufgestellt und nach einem sommerlichen Gewitter eventuell auch abgewischt werden. Wassertropfen wirken bei Sonnenschein wie Brenngläser.
  • Als Schutz gegen kurze Schauer empfehlen sich Hüllen oder UV-beständige PVC-Schutzabdeckhauben. Sie sollten atmungsaktiv sein oder regelmässig gelüftet werden, um Kondenswasser-Bildung zu verhindern. Die Abdeckungen schützen Gartenmöbel zugleich vor Verschmutzung.
  • Holzmöbel solltest du nicht längerfristig unter Abdeckhauben aufbewahren, sondern besser zur Überwinterung in einem geschützten Raum mit guter Luftzirkulation unterstellen.
  • Bei der Pflege von Gartenmöbeln solltest du ausschliesslich Reinigungsmittel einsetzen, die für das jeweilige Material geeignet sind. Behandle deine Gartenmöbel aus Holz also nicht mit scharfen Reinigungsmitteln, denn chemische Zusätze können die empfindlichen Holzfasern zerstören oder deutliche Flecken auf dem Holz hinterlassen.
  • Holzmöbel müssen zwingend vor Frost geschützt werden. Die Einlagerung darf allerdings nicht in zu warmen oder zu trockenen Räumen wie z. B. in einem Heizungskeller erfolgen, da das Holz austrocknen könnte und sich durch die Materialspannung Haarrisse bilden können. Schäden können auch durch eine zu feuchte Lagerung entstehen, bei der die Holzfasern aufquellen können.

Da Gartenmöbel zwangsläufig Witterung und UV-Strahlen ausgesetzt sind, vergraut das Holz mit der Zeit, sofern du es nicht regelmässig behandelst. Deshalb empfiehlt es sich, Gartenmöbel aus Holz einzuölen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Das Holz wird dadurch wasser- und schmutzabweisend, gleichzeitig wird die Farbe aufgefrischt und die natürliche Maserung hervorgehoben. Öl ist also das bevorzugte Mittel, um das Holz von Gartenmöbeln zu pflegen.

Welches Öl ist geeignet, um Holzmöbel für den Garten zu pflegen?

Im Baumarkt werden verschiedene Öle angeboten. Welches für deine Freizeitmöbel geeignet ist, hängt davon ab, aus welchem Holz diese bestehen. Unterschieden wird zwischen Hart- und Weichholz. In die Kategorie Hartholz gehören zum Beispiel Esche, Buche und Eiche. Nadelhölzer, Birke und Pappel sind hingegen Weichhölzer. Sowohl für Hart- als auch für Weichholz bekommst du spezielle Öle, die den Anforderungen des jeweiligen Materials perfekt entsprechen. Auf der Verpackung ist gekennzeichnet, für welches Holz sich das jeweilige Öl eignet.

Wenn du Gartenmöbel aus Teakholz besitzt, benötigst du ein Pflegeöl, das speziell für Tropenhölzer geeignet ist. Auch mit Produkten für Hartholz machst du prinzipiell nichts falsch, doch die speziellen Tropenholz-Öle sind optimal auf Gartenmöbel aus diesem Material abgestimmt. Auch für Möbel aus Eukalyptus gibt es ein spezielles Gartenmöbel-Öl. Achte beim Kauf einfach auf die Packungsaufschrift.

Wann und wie oft muss ich das Holz meiner Gartenmöbel ölen?

Pflege das Holz deiner Gartenmöbel mindestens zweimal pro Jahr. Im Frühling beginnt die Gartensaison: Um die Möbel dafür frisch zu machen, trägst du das Öl das erste Mal im beginnenden Frühjahr auf. Such dir dafür am besten einen Tag aus, an dem es nicht regnet, damit das Holz trocken ist und das Öl gut einziehen kann.

Die zweite Behandlung erfolgt dann zum Ende der Saison, wenn der Herbst vor der Tür steht. Auch hier ist es sinnvoll, sich einen Tag auszusuchen, an dem es trocken ist. Das Öl sollte ungefähr einen Tag lang einziehen, bevor du deine Gartenmöbel über den Winter einlagerst. Zum Einlagern ist ein Gartenhaus optimal.

Gartenmöbel aus Holz ölen: Anleitung zum Selbermachen

Die Witterung setzt deinen Möbeln ordentlich zu: Besonders Feuchtigkeit schadet dem Holz. Sie zieht tief in das Holz ein und lässt es aufquellen. Die Folge sind unschöne Risse. Mit dem geeigneten Gartenmöbel-Öl schützt du deine Möbel davor, denn das Öl dringt tief in die Fasern ein und schützt die Struktur von innen. Wichtig ist allerdings, dass du die Pflege korrekt aufträgst – nur dann kann sie optimal wirken.

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Die Grundreinigung

Beginne damit, deine Gartenmöbel gründlich zu reinigen: Dazu bürstest du groben Schmutz einfach mit einer Reinigungsbürste ab. Nach dieser ersten Reinigung kannst du mit einem Schwamm einen Entgrauer auftragen, der Schmutz und Ablagerungen beseitigt. Lasse ihn rund 20 Minuten einwirken, bevor du erneut die Bürste zur Hand nimmst und das Holz in Richtung der Maserung erneut abbürstest. Als Alternative zum Entgrauer kannst du auch eine Neutralseife nehmen. Zum Schluss reibst du die Möbel mit einem sauberen Schwamm und klarem Wasser ab, um alle Rückstände zu entfernen.

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Gartenmöbel abschleifen

Damit das Öl optimal aufgenommen werden kann, musst du die Holzoberfläche anschleifen. Da es dabei nicht darum geht, viel Material abzutragen, reicht einfaches Schleifpapier zur Bearbeitung per Hand. Entscheidend ist, dass die Körnung des Schleifpapiers nicht zu grob ist – optimal ist eine 80er- oder 120er-Körnung. Arbeite mit leichtem Druck und in Richtung der Maserung. Den entstandenen Schleifstaub entfernst du anschliessend gründlich mit einem nebelfeuchten Tuch. Tipp: Gleite mit der Hand über die Oberflächen. So merkst du schnell, ob noch Staub vorhanden ist. Es ist wichtig, dass dieser vor dem Einölen komplett entfernt wird.

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Gartenmöbel einölen

Vor dem Gebrauch schüttelst du das Öl gründlich durch, damit sich die Bestandteile gut vermischen. Zum Auftragen brauchst du nichts weiter als einen Pinsel oder ein sauberes Stofftuch. Tauche Pinsel oder Tuch in das Öl und trage es gleichmässig und in eine Richtung streichend auf. Viel Pflegeöl ist gar nicht notwendig, eine dünne Schicht reicht vollkommen aus. Wenn das gesamte Möbelstück eingepinselt ist, muss das Öl für mindestens 15 Minuten einziehen.

Überschüssiges Öl entfernen

Mit einem trockenen Lappen entfernst du das überschüssige Pflegeöl von der Oberfläche. Es kann nur eine begrenzte Menge in das Holz einziehen, der Rest verbleibt auf der Oberfläche und hinterlässt einen schmierigen Film. Reibe kräftig mit dem Lappen über die Möbel, bis der gesamte Film entfernt ist.

Bei Bedarf kannst du nun eine zweite Schicht Öl auftragen. Gerade wenn die Möbel stark vergraut oder angegriffen sind, ist dies empfehlenswert. Lasse die zweite Schicht wieder rund 15 Minuten einwirken. Den Überschuss entfernst du wie auch beim ersten Mal mit einem neuen trockenen Lappen – fertig! Die Gartenmöbel sind nun imprägniert und bereit für die Outdoor-Saison.

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