Gartenkalender Februar

Dein Garten im Februar

Was gibt es zu tun?

Die schlimmste Kälte ist schon bald überwunden, und allmählich erwacht der Garten aus seinem Winterschlaf. Jetzt ist es Zeit, mit Aussaat und Vorziehen die Basis für die bevorstehende Gartensaison zu schaffen. Schneide Obstbäume, Zierstauden und Hecken rechtzeitig zurück, um Fruchtbildung und Wachstum zu fördern. Weitere Pflegemassnahmen stehen an.

Diese Arbeiten fallen an:

Allgemein

Kontrolliere dein Gewächshaus und unterstütze die Vögel

Gewächshaus lüften: Allmählich werden die Tage wieder länger und die Sonneneinstrahlung intensiver. Mitunter erhitzen sich isolierte Gewächshäuser und Frühbeete zu stark und es drohen Pflanzenschäden. Die Ablösung von Isolierfolien sorgt für Belüftung und macht die Gewächse widerstandsfähiger. Eine Ausnahme stellt ein erneuter Kälteeinbruch mit extremen Minusgraden dar.

Vogelhaus und Futtergaben: Noch herrscht für Vögel Nahrungsknappheit. Biete ihnen Körner und Weichfutter an. Sie werden es dir danken und bald ihre Nistplätze im Garten einrichten. Dort gehen sie auf Jagd nach Schädlingen.

Nistkasten anbringen: Brutkästen kannst du im Garten bereits im Februar aufhängen. Denn einige Vogelarten beginnen schon jetzt mit dem Nestbau. Gerade dort, wo natürliche Brutstätten fehlen, unterstützt du so die Vögel.

Gemüse- und Kräutergarten

Bereite alles vor für die kommende Saison

Gemüsepflanzen vorziehen: Einige Gemüsesorten, darunter Paprika und Tomaten, haben einen langen Wachstumszyklus. Wenn du jetzt mit der Aussaat im Frühbeet oder einem anderen geschützten Standort beginnst, kannst du früher ernten. Ideal sind Temperaturen um die 15 bis 20 Grad Celsius. Decke die Zuchttöpfe mit Folie oder einer Glasscheibe ab.

Reifes Wintergemüse: Auch im Winter kannst du Ernte einbringen. Im Gewächshaus gereifter Rosenkohl, Grünkohl und Lauch sind erntereif. In den Beeten stehen Feldsalat und Spinat bereit. Erntekörbe und Haushaltskisten erleichtern das Einsammeln. Für eine längere Lagerung eignet sich die Aufbewahrung in Obsthurden.

Boden auf Gartensaison vorbereiten: Schaffe an frostfreien Tagen die Basis für gesundes Pflanzenwachstum. Mit Schaufel, Gartengabel oder elektrischen Bodenhacken gräbst du den Boden um. Das verbessert die Sauerstoffzufuhr und erleichtert die Wasseraufnahme. Entferne bei dieser Gelegenheit Unkraut. Denn auch der Garten im Februar ist nicht vor dem lästigen Kraut sicher. Mit frischem Humus aus dem Kompostsilo reicherst du den Boden mit Nährstoffen an. Noch einfacher geht es mit Düngemitteln.

Obstgarten

Hol dir Frühlingszauber ins Haus

Rückschnitt von Obstgehölzen: Lichte das Astwerk von Obstbäumen und Sträuchern. Der Baumschnitt vergrössert die späteren Ernteerträge von Kernobst, Steinobst, Beerenobst. Die Zeit des ruhenden Stoffwechsels eignet sich am besten. Allerdings sollte es nicht kälter als 5 Grad Celsius sein. Entferne mithilfe von Baumschere und -säge vor allem die nach innen wachsenden Äste. Schliesslich kosten sie das Obstgewächs viel Kraft und bilden selten Früchte aus. Der Baum kann seine Energie bündeln und für die Ausbildung von Fruchtansätzen aufwenden. Zudem nimmt die gelichtete Krone dadurch mehr Sonnenlicht auf.

Blumenvase: Sorge bereits jetzt für Frühlingszauber in der Wohnung. Wenn du ein paar Zweige von Apfel-, Kirschbaum oder dem Zierstrauch Goldflieder abschneidest und in warmen Wohnräumen in einer Vase aufstellst, wirst du mit früh aufblühenden Knospen belohnt. Auch einige Blumen wachsen im Garten schon im Februar. Dazu gehören die Frühblüher Schneeglöckchen und Krokus. Pflücke doch einen Strauss für die Vase oder binde ein Gesteck!

Ziergarten

Was soll in deinem Garten im Sommer blühen?

Ziersträucher und -stauden anbauen: Was kann ich im Februar pflanzen? Diese Frage stellen sich viele Hobbygärtner. Für einige – insbesondere mediterrane – Pflanzen ist es aufgrund der Dauernässe und Kälte noch zu früh. Ausnahmen bilden Lavendelsträucher, Rosmarin und Silberstrauch. Schütze die Neuanpflanzung jedoch anschliessend mit einer Abdeckfolie.

Heckenschnitt: Jetzt ist die letzte Möglichkeit, Hecken zu schneiden. Tu es, bevor die Vögel mit Nestbau und Brutpflege beginnen. Das bringt Hainbuche, Rotbuche und Feldahorn in Form. Ausgenommen sind Frosttage, denn bei Minusgraden verheilen die Schnittstellen schlecht.

Sommerblüher vorziehen: Wenn du bereits jetzt mit der Anzucht von Sommerblumen wie Dahlie und Gladiole beginnst, sorgst du für viele Blüten und eine lange Blütendauer. Bis zum Frühling wachsen widerstandsfähige Jungpflanzen heran, die später lange blühen.

Sträucher stutzen: Bartblume und Sonnenflieder gehören zu den sommerblühenden Pflanzen, die im Februar einen Rückschnitt benötigen. Das beeinflusst die Blütezeit. Bei einem frühen Schnitt bilden sich rascher Blüten aus, die besonders lange blühen.

Bewässerung immergrüner Gewächse: An frostfreien Tagen freuen sich winterharte Pflanzen wie Konifere, Buchsbaum und Rhododendron über zusätzliches Wasser. Denn die intensiver werdende Sonneneinstrahlung und der Wind bringen Trockenheit mit sich. Zudem erschwert die Kälte die Wasseraufnahme. Achte darauf, dass der Gartenschlauch nach dem Gebrauch vollständig entleert ist, und bewahre ihn frostsicher auf.

Ziergräser kürzen: Bei Schnee und Eis entfalteten sie einen besonderen Reiz. Doch bevor neue Halme austreiben, ist ein Schnitt fällig. Das beseitigt verdorrte Pflanzenteile und unterstützt Neutriebe.

Rückschnitt für Stauden: Stauden bieten Schmetterlingen und nützlichen Insekten im Winter Unterschlupf. Aus diesem Grund sollte bei diesen Pflanzen im Februar kein radikaler Rückschnitt erfolgen. Kürze die Gräser einfach oberhalb der Triebknospen. Dabei entfernst du Verwelktes und verhilfst der Staude zu einem frischeren Aussehen.

Balkon- und Terrassengarten

Anzucht Sommerblumen: Ziehe Sommerblüher wie Petunie, Elfenspiegel und Husarenköpfchen vor. Die frühe Anzucht erbringt kräftigere Jungpflanzen. Gerade bei Blumen mit langen Entwicklungszeiten lohnt sich das. Bringe die Aussaat in Indoor-Pflanzengefässen zum Keimen und stelle sie für hinreichend Licht beispielsweise auf einem Fensterbrett auf.

Frühjahrsblüher für den Balkon: Ab Monatsmitte können Frühlingsblumen wie Violen, Krokusse und Schneeglöckchen die Balkonkisten zieren. Verzichte jedoch nicht auf Frostschutz. Bedecke die Blümchen vor allem nachts mit Vlies oder Reisig.

 

Zimmergarten

Zeit für neue Töpfe

Auch in der Wohnung reagieren Pflanzen auf das schon bald grösser werdende Sonnenangebot mit verstärktem Wachstum. Unterstütze das, indem du die Zimmerpflanzen in einen neuen Topf einsetzt. Damit erhalten die Wurzeln mehr Platz zum Entfalten und frisches, nährstoffreiches Substrat. Mit praktischen Kleinwerkzeugen wie Pflanzenkelle und Setzholz gelingt dies einfacher. Auch Düngen unterstützt das Wachstum.

 

Rasenpflege

Rasen im Winterschlaf

Nach der vorbereitenden Rasenpflege im Herbst ruht der Rasen in den Wintermonaten. Es sind keine weiteren Arbeiten notwendig.

Pflanzenschutz und Bio-Tipps

Leimringe als Insektenschutz: Leimringe werden um Baumstämme und Sträucher gewickelt. Sie schützen vor den gefrässigen Larven des Schmetterlings, die Triebe und junge Blätter beschädigen. Da die Weibchen mitunter auch hinter dem Ring Eier ablegen, ist ein regelmässiger Austausch notwendig.

Insektenhotel für Nützlinge: Biete nützlichen Insekten einen Unterschlupf an, um sie im Garten zu halten. Bereits im Februar sollte das Insektenhotel in leicht erhöhter Position aufgestellt werden, denn jetzt werden die kleinen Tierchen wieder aktiv.

 

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