Januar

Ihr Garten im Januar

Was gibt es zu tun?

Schnee, Eis und Kälte – der Garten muss im Januar einiges aushalten, denn zu dieser Jahreszeit kann es ganz schön ungemütlich werden. Doch der Januar hat auch seine positiven Seiten: Wenn dichter Schnee fällt und danach die Sonne ihr Gesicht zeigt, verwandelt sich der Garten im Januar in ein bezauberndes Winterwunderland.

Diese Arbeiten fallen an:

Allgemein

Den Schnee entfernen: Wenn ein Winter viel Schnee bringt, gilt es, diesen im Zaum zu halten. Greifen Sie zur Schneeschaufel, zum Schneeschieber oder gleich zur Schneefräse und halten Sie Dächer, Gehwege und Bäume frei. Denken Sie auch an Ihr Gartenhaus oder Gewächshaus – wenn sich zu viel Schnee darauf sammelt, kann die Last schnell zu gross werden. Entfernen Sie regelmässig den Schnee von Bäumen und Gehölzen, brechen diese nicht so schnell – der Aufwand lohnt sich also allemal. Für mehr Sicherheit auf dem eigenen Grundstück ist es sinnvoll, die Gehwege mit Streusalz zu bearbeiten.

Setzen Sie den Kompost um: Wenn das Wetter mild und der Kompost nicht gefroren ist, können Sie diesen im Januar noch umsetzen, damit Sie im Frühjahr bei der Bepflanzung von der reichhaltigen Komposterde profitieren.

Mit Reparaturen beginnen: Ihr Garten hält im Januar trotz kalter Wintertage einige Aufgaben für Sie bereit. Jetzt haben Sie zum Beispiel Zeit, sich um all die Reparaturen zu kümmern, die Sie in der Gartensaison nicht mehr geschafft haben. Dazu eignen sich Kleinwerkzeuge und Handwerkzeuge als Helfer.

Das Gartenhaus auf Vordermann bringen: Sie sind noch nicht dazu gekommen, Ihr Gartenhaus aufzuräumen? Das sollten Sie vor Beginn der nächsten Saison unbedingt erledigen. Da der Garten im Januar eher ruht, haben Sie genügend Zeit dafür. So ist es beispielsweise sinnvoll, Werkzeuge und Geräte gründlich zu reinigen. Haben Sie noch keine richtige Material- und Werkzeugaufbewahrung? Sie werden überrascht sein, wie Ihnen ein cleveres System die Arbeit versüsst.

Einen Anbauplan für die kommende Saison entwickeln: Anders als im Frühjahr oder im Sommer brauchen Ihre Pflanzen im Januar weniger Aufmerksamkeit. Die perfekte Zeit also, um sich schon mal einen Plan für die kommende Gartensaison zu überlegen – welche Pflanzen wollen Sie wo einsetzen? Da kommt direkt Vorfreude auf.

Vögel füttern: Auch für die Vögel ist der Garten im Januar eine karge Landschaft. Mit Vogelhäusern und Vogelfutter können Sie die Vögel im Winter unterstützen. So entsteht schnell eine bunte Vogelwelt in Ihrem Garten.

Gemüse- und Kräutergarten

Die ersten Kräuter für die Fensterbank: Schon jetzt können Sie die ersten Kräuter kaufen und in die dafür vorgesehenen Kästen pflanzen. Lassen Sie diese aber zunächst im Haus, damit sie nicht erfrieren und eingehen. Die Kräuterkästen können Sie wunderbar auf ein Fensterbrett stellen.

Wintergemüse ernten, einlagern und geniessen: Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl und Winterportulak sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund. Suchen Sie sich zum Ernten auf jeden Fall frostfreie Tage aus. Lagerbehälter wie Boxen, Kisten und spezielle Erntekörbe eignen sich perfekt zum Einlagern. Bei Bedarf lassen sich dann himmlische Winterspeisen zubereiten. Ihr Garten im Januar birgt leckere Schätze.

Das Gewächshaus lüften: Trotz der Kälte ist es wichtig, dass Sie für einen Luftaustausch sorgen – sei es im Frühbeet, Wintergarten oder Gewächshaus. Denn die Pflanzen transpirieren und sorgen zusammen mit der Bewässerung für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Diese kann wiederum die Entwicklung von Schädlingen und Krankheiten begünstigen. Frische Luft beugt dem vor.

Früh- und Hochbeete bauen und anlegen: Hoch- und Frühbeete können Sie ganz einfach selber bauen und anlegen. Diese bieten eine ganze Reihe von Vorteilen für Ihren Garten im Januar. Bereits jetzt können Sie Ihre Beete mit Substrat befüllen. Denn so friert das Substrat noch einmal gründlich durch, was sich vorteilhaft auf die Bodenstruktur und die Schädlingsanzahl auswirkt.

Obstgarten

Beeren- und Obststräucher schneiden: Wie auch andere Pflanzen in Ihrem Garten befinden sich die Obststräucher im Januar in der Winterruhe. Damit sie jedoch im Frühjahr und Sommer wieder optimal Früchte tragen, empfiehlt sich ein Schnitt im Winter – dazu eignet sich eine herkömmliche Gras- und Strauchschere. Auf diese Weise steigern Sie die Ernte und tragen gleichzeitig zur Gesundheit der Obststräucher bei.

Ein Kalkanstrich für Obststräucher: Die Witterung hinterlässt schnell Spuren an Obstgehölzen. Der Garten ist im Januar oft Frost und Schnee ausgesetzt. So kann es schnell zu Rissen im Stamm kommen – besonders junge Obststräucher sind gefährdet. Um Ihre Gehölze zu schützen, können Sie diese mit einem Kalkanstrich bearbeiten. Auch ein Jutegeflecht erweist gute Dienste.

Obst richtig lagern: Damit das gelagerte Obst lange geniessbar bleibt, sind die richtigen Lagerbedingungen entscheidend. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Temperatur bei unter 5 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit bei rund 80 Prozent liegt. Ausserdem sollten Sie regelmässig ein Auge auf Ihr Lagerobst werfen – achten Sie auf Druckstellen und ähnliche Schäden, an denen sich schnell Fäulnis bilden kann.

Ziergarten

Vollständiges Zufrieren des Gartenteichs verhindern: Friert der Teich komplett zu, ist ein Gasaustausch unmöglich. Der Garten im Januar ist unter Umständen über Tage oder sogar Wochen Minusgraden ausgesetzt. Deswegen sollten Sie gut auf Ihren Gartenteich achten – insbesondere wenn dieser Fische oder andere Lebewesen beherbergt. So haben die Teichbewohner immer genügend Sauerstoff.

Ziersträucher behandeln: Wenn die Temperaturen 5 Grad Celsius oder mehr betragen, können Sie sich dem Auslichtungsschnitt widmen. Werden Sträucher regelmässig geschnitten, können sie sich nachweislich besser entwickeln. Denn dank des Auslichtungsschnitts gelangen mehr Licht und Luft an die Pflanzen.

Die Immergrünen bewässern: Das Wasser im Boden ist in Ihrem Garten im Januar in der Regel gefroren – somit steht es den Pflanzen nicht zur Verfügung. Doch besonders an sonnigen Wintertagen benötigen Ihre Pflanzen auch im Januar Wasser. An frostfreien Tagen sollten Sie Ihre Immergrünen daher giessen. Ein Gang durch den Garten mit der Giesskanne kann schon genügen.

Pampasgräser aneinanderbinden: Besonders im Winter ist Pampasgras ein beliebtes Dekoelement. Um zu verhindern, dass die Gräser auseinanderfallen, binden Sie diese am besten zusammen. Auf diese Weise verhindern Sie auch Fäulnis durch zu viel Feuchtigkeit.

Balkon- und Terrassengarten

Immergrüne pflegen: Gerade auf dem Balkon oder der Terrasse sind Immergrüne beliebt – das ganze Jahr über schmücken sie den Freisitz mit ihren Blättern. Wie auch im Garten brauchen Immergrüne auf Terrasse oder Balkon Wasser. Giessen Sie diese also an frostfreien Tagen.

Zimmergarten

Zimmerpflanzen eine Pause gönnen: Ihr Garten befindet sich im Januar in der Ruhephase – gönnen Sie diese auch den Pflanzen in der Wohnung oder im Haus. Am besten verzichten Sie auf Umherschieben, Drehen oder das Umpflanzen in andere Indoor-Töpfe, damit sich die Zimmerpflanzen gut erholen können.

Kakteen unterstützen: Wie lässt sich die Blüte bei Kakteen am besten fördern? Indem Sie die Pflanzen in ein kühles Zimmer mit 4 bis 12 Grad Celsius stellen. Dort lassen Sie die Kakteen dann rund 16 Wochen stehen, ohne sie zu giessen. Auf diese Weise entwickeln sich bei Kakteen die meisten Blüten.

Pflanzen nach Schädlingen absuchen: Um der Kälte im Januar zu trotzen, wird gerne die Heizung aufgedreht. Hinzu kommt, dass im Winter ohnehin weniger Licht zur Verfügung steht. Beides begünstigt Schädlinge und Krankheiten bei Pflanzen im Winter. Achten Sie daher besonders auf Schildläuse, Wollläuse und ähnliche Schädlinge.

Rasenpflege

Rasen im Winterschlaf: Nach der vorbereitenden Rasenpflege im Herbst ruht der Rasen in den Wintermonaten. Es sind keine weiteren Arbeiten notwendig.

Pflanzenschutz und Bio-Tipps

Nistkästen vorbereiten: Nistmöglichkeiten gibt es für die verschiedensten Vogelarten. Stellen Sie diese bereit, unterstützen Sie Wildvögel nachhaltig, denn Sie bieten ihnen sichere Möglichkeiten zum Nisten. Platzieren Sie die Nistkästen in Ihrem Garten schon im Januar, haben Sie später im Jahr mehr Zeit für die Gartenpflege. Achten Sie darauf, dass Sie die Kästen an geschützten Stellen aufhängen. Wichtig ist auch, dass die Nistmöglichkeiten gründlich gereinigt werden, bevor Sie sie wieder aufhängen.

Übrig gebliebene Früchte entfernen: Es kann sein, dass im Winter noch einige Früchte an den Bäumen hängen – diese sind natürlich bereits vertrocknet. Diese alten Früchte werden auch als Fruchtmumien bezeichnet, die es zu entfernen gilt. Denn andernfalls können sie Krankheiten und Schädlinge beherbergen. Fruchtmumien entsorgen Sie am besten im Biomüll statt auf dem Kompost.

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