Gartenkalender Juni

Dein Garten im Juni

Was gibt es zu tun?

Der Garten steht im Juni ganz im Zeichen der Rose, der Königin der Blumen, die in diesem Monat in voller Blüte steht. Schliesslich kommt es nicht von ungefähr, dass der Juni früher auch Rosenmond genannt wurde. Doch nicht nur Rosen, auch andere Pflanzen erfreuen im Juni den Gartenfreund.

Wir geben dir hilfreiche Tipps und Tricks an die Hand, wie du Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse anziehst und mit der richtigen Pflege deinen Balkon oder Garten in eine traumhaft schöne Wohlfühloase verwandelst, die zum Verweilen einlädt.

Diese Arbeiten fallen an:

Allgemein

Wasser und Nährstoffe sind das A und O

Bewässern: Gib Trockenheit keine Chance! Mit Giesskanne, Pflanzenspritzen, Rasensprenger, Gartenschlauch oder Bewässerungsanlage versorgst du deine Pflanzen im Juni mit ausreichend Wasser.

Regelmässig pflegen: In deinem Garten wächst Gemüse? Dann gehören Düngen und Unkrautjäten zum Pflichtprogramm. Inspiziere deinen Garten mindestens einmal pro Woche auf Unkräuter, die deinem Gemüse Nährstoffe und Wasser rauben. Entferne sie, um eine optimale Versorgung der Gemüsepflanzen zu gewährleisten. Lockere ausserdem hin und wieder den Boden auf, damit er Wasser besser aufnehmen kann.

Gemüse- und Kräutergarten

Bring dein Gemüse in Topform

Tomatenpflanzen ausgeizen: Du möchtest viele wohlschmeckende Tomaten ernten? Dann unterstütze jetzt die Bildung von Tomatenfrüchten. Dazu gehört neben Düngen und Wässern auch das Ausgeizen. Entferne dafür die Achseltriebe zwischen den Blattachseln. So haben deine Tomaten mehr Kraft zum Reifen. Fördere zudem die Bestäubung der Pflanzen, indem du die Blütenrispen vorsichtig schüttelst. So sind die Pflanzen weniger von Insekten- und Windbestäubung abhängig.

Pflanzen vor Schnecken schützen: Dein Garten ist im Juni ein Paradies für Schnecken, denn dann finden die Tierchen besonders viel Nahrung. Halte die Plagegeister mit speziellen Insektiziden oder Schneckenzaunelementen fern, damit sie deine Beete nicht kahlfressen.

Um Gemüsepflanzen Erde anhäufeln: Fördere das Wachstum von Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten, Bohnen und Erbsen, indem du die Erde rund um diese Pflanzen anhäufelst. Dann treiben die Gemüsepflanzen neue Seitenwurzeln aus und nehmen mehr Wasser und Nährstoffe auf, was die Bildung von Früchten begünstigt.

Gemüse schützen und neu anbauen

Frisches Grün nachsäen: Was pflanzen im Juni? Wie wäre es mit einer zweiten Runde Kopfsalat, Schnittsalaten, Kohlrabi, Möhren und Blumenkohl? Wenn du Gemüse in Sätzen anbaust, kannst du mehrmals im Jahr frisches Gemüse ernten.

Auf gute Nachbarschaft achten: Auch im Gemüsegarten gibt es gute und schlechte Nachbarn. Fördere eine gesunde Mischkultur, indem du unterschiedliche Gemüse- und Kräuterarten so kombinierst, dass sie sich gegenseitig weder Nährstoffe noch Platz wegnehmen und im Idealfall Schädlinge vertreiben.

Gründüngung aussäen: Gründüngungspflanzen liefern dem Boden zusätzliche Nährstoffe bzw. verbessern die Nährstoffbindung. Das freut die Folgekulturen, und du musst weniger düngen.

 

Obstgarten

Zeit für die Rhabarberernte

Süsskirschen beschneiden: Obstgehölze profitieren vom Schnitt, sofern er richtig durchgeführt wird. Für einen gesunden Obstbaum und eine reichere Ernte entferne überschüssige Zweige mit einer Gartenschere.

Rhabarber ernten: Ob als Kompott, Saft, auf dem Kuchen oder im Obstsalat – der leicht säuerliche Geschmack des Rhabarbers hat viele Fans. Du hast Rhabarber im Garten? Dann ist der Juni der richtige Monat für die Ernte.

Beerensträucher mulchen: Bringe eine etwa 5 bis 10 cm dicke Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Rindenmulch rund um die Sträucher aus. Das schützt sie vor dem Austrocknen und hält Unkräuter fern.

Finde die beste Erdbeersorte für deinen Garten

Erdbeersorten probieren und bonitieren: Dank ihres unvergleichlichen Aromas gehören Erdbeeren zu den Pflanzen, die im Juni besonders gerne geerntet werden. Nutze ihre Blütezeit zum Testen und Bonitieren, um die beste Erdbeersorte für deinen Garten zu finden.

Erdbeeren ernten und geniessen: Du möchtest Erdbeeren nicht einfach nur frisch vom Feld essen? Wie wäre es mit Erdbeersaft, Erdbeermarmelade oder getrockneten Früchten? So hast du lange etwas von den leckeren Beeren.

Spaliere beschneiden: Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen und Weinbeeren lassen sich wunderbar als Spalierobst ziehen. Am besten gedeiht das Obst an einer schönen, sonnenbeschienenen Hauswand an waagerecht gespannten Fruchtästen. Nimm die entsprechenden Schnittmassnahmen vor, damit das Obstgehölz ertragreich und in Form bleibt.

Wildtriebe stutzen: Wildtriebe entziehen Pflanzen Nährstoffe und stören das Gesamtbild. Entferne sie möglichst, solange sie noch weich und biegsam sind. Schneide die Triebe direkt am Austrieb ab und achte darauf, dass die Schnittwunde möglichst klein ist. Ist sie grösser als 2 cm, schütze die Pflanze mit Baumwachs vor Krankheitsbefall.

Ziergarten

Halte die Balance beim Bewässern und Düngen

Pflanzen richtig bewässern: Die beste Zeit, um Zierpflanzen zu giessen, ist morgens. Zu dieser Tageszeit nehmen die Pflanzen Wasser am besten auf und sind für den ganzen Tag versorgt. Die Mittagssonne trocknet Stängel und Blätter, sodass sie keinen Nährboden für Schädlinge und Keime abgeben.

Hecken schneiden: Der Juni ist ideal für den trapezförmigen Heckenschnitt. Er muss jedes Jahr durchgeführt werden, um die Form der Hecken zu erhalten. Im Juni haben die Vögel bereits genistet, der Beschnitt macht ihnen nichts mehr aus. Warte am besten, bis der Himmel etwas bewölkt ist, um mit einer Heckenschere etwa zwei Drittel des neuen Jahrestriebs wegzuschneiden.

Pflanzen richtig düngen: Pflanzen brauchen verschiedene Nährstoffe, die im Pflanzenkreislauf unterschiedliche Funktionen erfüllen. Fehlen die Nährstoffe, kommt es zu Mangelerscheinungen wie Vergilbungen und im schlimmsten Fall zu einem Krankheitsbefall. Beuge dem durch den Einsatz von geeigneten Düngemitteln vor. Wie in vielen anderen Bereichen kommt es auch beim Düngen auf das richtige Mass an: Zu viel Düngemittel ist genauso schlecht wie zu wenig.

Schaffe dir ein Blütenmeer

Rosen pflegen: Der Garten ist im Juni die perfekte Bühne für die «Königin der Blumen». Biete den Rosen in deinem Garten optimale Wachstumsbedingungen, indem du sie sortengerecht beschneidest und mit der richtigen Menge Wasser und Dünger versorgst.

Stauden und Blumen pflanzen: Im Juni ist es noch nicht zu spät, um deine Lieblingsblumen neu auszusäen: Du wirst schon bald mit einer neuen Sommerblumenpracht belohnt.

Stauden schneiden und ein zweites Mal blühen lassen: Stauden sind robust und brauchen nur wenig Pflege, um zu gedeihen. Wenn du sie zurückschneidest, können Stauden sogar mehrfach blühen. Stutze Pflanzen wie Frauenmantel und Storchenschnabel mit der Schere oder einem hochgestellten Rasenmäher.

Blumenzwiebeln teilen: Wusstest du, dass Mutter- und Tochterzwiebel so dicht beieinander wachsen, dass sie sich Nährstoffe und Wasser streitig machen? Deswegen kann es schon einmal vorkommen, dass Narzissen nur spärlich wachsen. Grabe die Blumenzwiebeln aus, teile sie und setze sie voneinander getrennt wieder in Erde. Im nächsten Frühling kannst du dich dann an prächtigen Blumen erfreuen.

Auch dein Teich braucht Pflege

Teichpflege: Was gibt es Schöneres, als im Juni im Garten zu sitzen und auf den eigenen Teich zu blicken? Bei einem künstlich angelegten Gartenteich stellt sich das ökologische Gleichgewicht jedoch nicht von alleine ein. Mittels verschiedener Pflegemassnahmen hältst du in dem Gewässer ein gesundes Ökosystem aufrecht.

Hohe Zierpflanzen abstützen: Welche Pflanzen brauchen im Juni zusätzliche Stütze? Die langstieligen Sommerblumen und Stauden, die unter dem Gewicht ihrer Blüten sowie bei Wind und Regen leicht einknicken können. Gib diesen Pflanzen mit Bambusstäben oder anderen Pflanzenstäben mehr Halt.

Wichtige Insekten lieben Blumen

Blumenwiese abblühen lassen: Eine Blumenwiese wirkt wild-romantisch. Insekten lieben die bunten Nektarlieferanten, weshalb sie immer öfter im Garten kultiviert werden, wo sie im Juni besonders schön blühen. Die richtige Pflege vorausgesetzt, wirst du lange Freude an der Blumenpracht haben. Die Samenmischungen enthalten oft mehrjährige Blütenpflanzen, die sich selbst aussamen. Gib den Pflanzen Zeit, um sich zu vermehren, und warte mit dem Mähen, bis die Blumen abgeblüht sind.

Auslichtungsschnitt an Frühjahrsblühern vornehmen: Mit einem Beschnitt sorgst du bei Frühjahrsblühern für eine schöne Krone und eine reichhaltige Blüte. Schneide trockene Äste und blühfaule Triebe ab, damit sich das Gehölz besser entfalten kann. Befreie samenbildende Sträucher wie Flieder, Pfingstrosen und Magnolien von verwelkten Blüten, das macht die Pflanzen kräftiger.

Kräuterspiralen anlegenKräuterspiralen sind nicht nur eine Zierde für jeden Garten im Juni, sie bringen auch noch Vitamine und frische Würze auf den Tisch.

Blumenwiese

Finde Inspirationen für deine Blätter- und Blütenschätze und bastle dir deine eigene Blumenpresse. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft dir dabei!

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Balkon- und Terrassengarten

Mach es dir gemütlich

Balkon- und Sommerblumen versorgen: Nicht nur im Garten erblühen Blumen und Pflanzen im Juni in voller Pracht. Auch in den Balkonkästen und Kübeln auf der Terrasse blühen jetzt die Sommerblumen. Sie benötigen während dieser Zeit besonders viel Pflege: Mit Dünger und Wasser, regelmässiger Schädlingskontrolle und dem Entfernen verwelkter Blüten unterstützt du die Pflanzen am besten.

Pflanzen richtig düngen: Düngen will gelernt sein! Ob sofortwirkende Flüssigdünger oder nachhaltige Langzeitmittel – für Balkon- und Terrassengärten stehen zahlreiche Düngemittel zur Auswahl.

Pflanzen bei Trockenheit richtig bewässern: Balkonpflanzen können im Topf nur wenig Wasser speichern. Umso wichtiger ist es für die Pflanzen im Juni, dass du die Giesskanne stets griffbereit hast, um bei Bedarf jederzeit wässern zu können. Eine Alternative sind Blumenkästen mit Wasserspeicher.

Gartenmöbel für den Sommer anschaffen: Wenn dein Garten im Juni in voller Blüte steht, möchtest du ihn am liebsten gar nicht mehr verlassen. Richte es dir draussen mit geschmackvollen, gemütlichen Gartenmöbeln wohnlich ein. Mit einer wetterfesten Sitzgruppe oder einer Hängematte wird dein Garten zur Wohlfühloase.

Für ausreichend Sonnenschutz sorgen: Du möchtest die Atmosphäre in deinem Garten auch an sonnigen Tagen geniessen? Ein mit Bedacht platzierter Sonnenschirm oder Pavillon sorgt dafür, dass dir nach einem Mittagessen im Garten kein Sonnenbrand droht.

Bereichere deinen Balkon mit Gemüse und Kräutern

Lavendel beschneiden: Es gibt Pflanzen, die ohne Schnitt eingehen. Dazu gehört unter anderem Lavendel. Schneide jährlich grosszügig die letzten Blütenstände mit einer Gartenschere weg, damit ältere Triebe nicht vergreisen.

Tomatenerträge steigern: Tomatenpflanzen in Balkonkästen tragen mehr Früchte, wenn du die Triebe in den Blattachseln entfernst und die Pflanzen mit ausreichend Wasser und Dünger versorgst.

Naschgemüse ziehen: Auf dem Balkon sitzen und Obst und Gemüse direkt vom Strauch in den Mund wandern lassen – eine himmlische Vorstellung, die sich leicht umzusetzen lässt. Inzwischen gibt es viele Sorten Obst und Gemüse, die sehr pflegeleicht sind und sich hervorragend in Kübeln oder Balkonkästen heranziehen lassen.

Kräuter in Töpfen ziehen: Kräuter sind anpassungsfähig. Sie wachsen im Garten genauso gut wie auf dem Fensterbrett, im Balkonkasten, im Topf oder in einer Mini-Kräuterspirale. Und das Beste ist, dass sie beständig nachwachsen und auch noch im Herbst wertvolle Vitamine liefern.

Zimmergarten

Denk auch an deinen grünen Mitbewohner

Zimmerpflanzen pflegen: Nicht nur der Garten braucht im Juni viel Pflege, auch Zimmerpflanzen schätzen es, wenn man sich um sie kümmert. Sie brauchen frische Luft, ausreichend Sonne und genügend Wasser an heissen Tagen.

Rasenpflege

Perfektes Timing für frisches Grün

Rasen aussäen: Du träumst von einem grünen, saftigen Rasen in deinem Garten? Der Juni ist ein geeigneter Monat, um einen neuen Rasen anzulegen. Jetzt herrschen die Temperaturen, die Rasen zum Keimen braucht. Ob Spiel- und Sportrasen oder Schattenrasen – mit der richtigen Pflege ist der Rasen deiner Träume zum Greifen nahe.

Pflanzenschutz und Bio-Tipps

Stell deinen eigenen Dünger her

Mit Pflanzenjauche düngen: Es müssen nicht immer industriell hergestellte Düngemittel sein. Die Natur selbst bietet die besten Zutaten für nährstoffreichen Dünger. Setze Pflanzenjauche an; du brauchst dafür lediglich einen verschliessbaren Behälter, ein Kraut – zum Beispiel Brennnessel –, Wasser und Gesteinsmehl.

Rosen auf Pilzbefall untersuchen: Achte bei Rosen auf unschöne Flecken und Verfärbungen. Sie könnten ein Anzeichen für Pilzbefall sein, den gefürchteten Rosenrost. Spezielle Fungizide schaffen Abhilfe.

Ameisen und Blattläuse bekämpfen: Sie wuseln auf dem Boden herum und erobern in Scharen Blütenstängel und Blätter: Ameisen und Blattläuse stören das Gartenleben sehr, weswegen man ihnen manchmal mit speziellen Insektiziden zu Leibe rücken muss.

Achtung, Apfelwickler: Der Apfelwickler ist ein Schädling, den du in deinem Garten im Juni häufig findest. Das Tückische an dem Wickler ist, dass er während seiner Entwicklung von der Larve zum Falter Nährstoffe aus den Äpfeln zieht und dabei fast die ganze Frucht vertilgt. Das Weibchen legt die Eier auf den Äpfeln ab. Sobald die Larven geschlüpft sind, beginnen sie damit, sich durch die Schale in das Fruchtfleisch zu fressen. Beim Apfelwickler sind vorbeugende Massnahmen wichtig. Schaffe Verpuppungsplätze für die Raupen oder installiere Insektenhotels, um Nützlinge zu fördern, die die Wickler in Schach halten.

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