Kräuter im Haus

Küchenkräuter

Viele Kräuter können Sie auch im Haus auf der Fensterbank ziehen.

Welche Kräuter lassen sich gut im Haus ziehen?

Auch wenn Sie nicht über einen Garten oder einen Balkon verfügen, müssen Sie nicht auf frische Kräuter verzichten. Viele Kräuter lassen sich prima auf der Fensterbank ziehen, wenn ausreichend Licht vorhanden ist und die Zimmertemperatur bei mindestens 18 Grad liegt. Sonnenliebende Kräuter, die auch warme, trockene Zimmerluft vertragen, finden auf einer hellen, nach Süden ausgerichteten Fensterbank beste Voraussetzungen zum Gedeihen. Zaubern Sie noch mehr Frische in Ihre Gerichte mit eigens angezogenem Basilikum, OreganoThymian oder Bohnenkraut. Kräuter, die es lieber kühler und schattiger mögen, sollten Sie auf eine Fensterbank Richtung Osten, Westen oder sogar Norden stellen. Schnittlauch oder auch Petersilie und Kerbel finden im Haus suboptimale Verhältnisse vor und halten sich zumeist nicht lange. Sie bevorzugen kühlere Verhältnisse und sollten draussen gepflanzt werden.

Inhalt

Kräuter auf der Fensterbank: Wie gelingt die Aussaat? 

Ob Jungpflanzen aus dem Gartencenter oder eigene Aussaat: Bestenfalls pflanzen Sie jedes Kraut einzeln, um den unterschiedlichen Ansprüchen der Kräuter gerecht zu werden. Maximal zwei bis drei verschiedene Kräuter sollten in einem grossen Topf gepflanzt werden. 

Sie können kleine Kräuterpflanzen kaufen und in grössere Töpfe umpflanzen. Oder Sie ziehen Ihre Kräuterauswahl selbst, zum Beispiel aus Saatgut in Bio-Qualität. Praktisch für die Anzucht sind spezielle Anzuchttöpfe und -schalen. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Blumentöpfen in ihrem Material und bestehen aus organischem Material. Durch dieses können die Wurzeln der Pflanzen hindurchwachsen, sodass die Setzlinge direkt mit dem Anzuchtstopf eingepflanzt werden können.

Für die Aussaat wird der Anzuchttopf mit Anzuchterde befüllt, die Samen verteilt, angedrückt und mit Erde bedeckt. Lichtkeimer wie Dill und Gartenkresse dürfen aber nicht in die Erde gedrückt werden. Ihr Wachstum ist abhängig vom Licht. Zum Schluss ein wenig giessen – nicht durchnässen! – und Ihre ersten Kräuter werden schon bald spriessen. Sind die Pflanzen etwas gewachsen, können sie in einen grösseren Pflanzentopf oder ein Beet gesetzt werden.

Wie häufig Sie die Kräuter giessen müssen, hängt vom Standort und dem jeweiligen Kraut ab. In südlicher Ausrichtung kann ein tägliches Giessen notwenig sein. Bei kalter Witterung muss sparsam gegossen werden, da sonst Fäulnis droht. Vermeiden Sie umbedingt Staunässe – die mögen Kräuter ganz und gar nicht.

Profi-Tipps

Gut geeignet für die Fensterbank sind Basilikum, Kresse, Zitronenmelisse, Oregano, Thymian, Rosmarin, Lavendel, Zimmerknoblauch, Salbei und Bohnenkraut.

Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Sauerampfer gedeihen besser im Garten als auf der Fensterbank.

Wissenswertes über beliebte Küchenkräuter

Basilikum

Basilikum liebt ein warmes Klima und spriesst im Haus häufig sogar noch besser als im Garten. Basilikum braucht viel Aufmerksamkeit und muss ausreichend gedüngt und gepflegt werden. Ernten Sie immer die obersten Stängel. So wächst das Basilikum in der Folge gut nach und die Blütenbildung wird verhindert. Wie bei vielen Kräutern ziehen gerade die Blüten dem Kraut die meiste Energie, weswegen weniger Kraft für die Blattbildung übrigbleibt.

Kresse

Kresse muss nicht in Erde ausgesät werden, sondern gedeiht auch hervorragend auf Watte oder Küchenkrepp. Möglichst hell gebettet, jedoch von übermäßiger Sonnenbestrahlung geschützt, kann man in nur wenigen Tagen die ersten Blättchen spriessen sehen. Kresse muss gleichbleibend feucht bleiben. Optimalerweise wird jeden Tag mit einem Finger die Feuchtigkeit des Kressebeetes kontrolliert.

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