Nützlinge und Schädlinge

Schädlingsbekämpfung

Bekämpfen Sie Pflanzenschädlinge durch nützliche Insekten.

Gesunde, in satten Farben leuchtende Pflanzen lassen jedes Gärtnerherz höher schlagen. Nur allzu schnell aber können die Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Der Grund hierfür: das natürliche Gleichgewicht im Garten zwischen nützlichen und schädlichen Tieren hat sich verschoben. Dabei ist es gar nicht so schwer, die ökologische Balance der Natur zu erhalten und zu fördern.

Inhalt

Nützlinge im Garten

Nützlinge wie Vögel und verschiedene Insektenarten erweisen den Pflanzen im Garten einen grossen Dienst. Sie bestäuben Blumen und fressen andere Insekten, die Pflanzen schädigen. Basis für diese segensreiche Selbstregulation ist eine natürliche Gartengestaltung. Sie fördert die ökologische Balance in Ihrem Garten und bietet Nützlingen ideale Lebensbedingungen. Verschlechtern sich diese, können sich die Schädlinge ungehindert vermehren. Je mehr Zierblumen und -hecken gepflanzt werden, umso weniger Nützlinge sind im Garten anzutreffen.

Ganz besondere Schädlingsbekämpfer sind beispielsweise die Florfliege und der Marienkäfer. Sie verspeisen über 100 Blattläuse am Tag. Sie sehen in Ihrem Garten nur wenige Marienkäfer? Dann können Sie sie mit einem Aufzuchtset bequem selbst züchten.

Ohne Bienen keine Ernte

In der Schweiz gibt es über 600 Arten von Wildbienen. Sie sind nicht nur wertvolle Honiglieferanten, sondern für unser gesamtes Ökosystem von grosser Bedeutung. Die meisten Pflanzen sind darauf angewiesen, durch Bienen bestäubt zu werden, damit ihre Früchte reifen können. Dadurch ist die Biene für den Obst- und Gemüseanbau der wichtigste Nützling.

Der Schutz der Bienen ist unerlässlich, um die Vielfalt im Garten und auf dem Esstisch zu erhalten. Auch Sie können mit Ihrem Garten dazu beitragen, die Population der Bienen zu stärken und ihnen einen nährreichen Lebensraum zu schaffen.

  • Bienen mögen Wildblumen. Frühlingsblüher, wie Krokusse, Gänseblümchen, Beerensträucher und Obstbäume ziehen Bienen an.
  • Setzen Sie Pflanzen, die in unterschiedlichen Monaten blühen. So finden die Bienen das ganze Jahr über ausreichend Nahrung.
  • Geben Sie Bienen ein Nest. Sand, totes Holz oder alte Bohrlöcher an gut besonnten Orten sind ihre natürlichen Nistplätze.

Ein Hotel extra für Insekten

In der freien Natur gibt es für Insekten viele Möglichkeiten Unterschlupf zu finden. Abgefallene Äste und Laub bieten ihnen Schutz. Unsere Gärten werden jedoch viel zu häufig aufgeräumt. Das macht es Insekten schwer, geeignete Quartiere zu entdecken.

Ein Insektenhotel ist eine einfache und effektive Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen. Es besteht vor allem aus Naturmaterialien und ist Nist- und Überwinterungshilfe in einem. Schon in der kleinsten und einfachsten Ausführung trägt es dazu bei, die Artenvielfalt im eigenen Garten zu fördern. 

Schädlinge erkennen und reagieren

Schädlinge zu erkennen ist der erste Schritt, Pflanzen erfolgreich zu schützen. Die Blattlaus, die Nacktschnecke, der Dickmaulrüssler, der Buchsbaumzünsler und der Drahtwurm sind besonders häufig vorkommende, unliebsame Gartenbewohner.

Blattläuse ernähren sich von Pflanzensaft und befallen so gut wie jede Pflanze. Das Abspülen der Pflanzenblätter mit klarem oder seifigem Wasser kann oft schon die Lösung sein. Bei hartnäckigem Befall muss zu biologischen oder chemischen Mitteln gegriffen werden. 

Ein weiterer ungebetener Gast ist der Dickmaulrüssler. Seine weissen Larven fressen die Pflanzenwurzeln, wodurch die Pflanze abstirbt. Mit Fadenwürmern wird den Larven auf natürliche Weise der Garaus gemacht. Auch Nacktschnecken können Sie mit natürlichen Mitteln wie einer Bier- oder Salzfalle, einem Kaffeesud oder auch mit ökologischem Schneckenkorn von Ihren Pflanzen fernhalten.

Besonders ärgerlich für das eigene Gemüsebeet sind die Larven des Schnellkäfers, die sogenannten Drahtwürmer. Sie zerstören Wurzeln, Zwiebeln und Knollen. Möhren, Salat, Petersilie und weitere Gemüse- und Obstpflanzen sind durch sie besonders gefährdet. Schützen Sie Ihre Pflanzen, indem Sie regelmässig die Erde umgraben und die Würmer als Mahlzeit für Nützlinge freilegen. Und setzen Sie als natürlichen Schutz Ringelblumen zwischen die Gemüsepflanzen, Ringelblumen vertreiben Drahtwürmer.

Mehr Informationen über Schädlinge, wie man sie bestimmt und am wirkungsvollsten bekämpft, finden Sie auf der Ratgeberseite «Pflanzendoktor» 

Häufige Schädlinge in Schweizer Gärten

  • Blattlaus
    Die Blattlaus schädigt Blätter und Triebe und hinterlässt einen klebrigen Belag.
  • Schnellkäfer
    Die Larven des Schnellkäfers, die sogenannten Drahtwürmer, zerstören Wurzeln, Zwiebeln und Knollen. 
  • Buchsbaumzünsler
    Die Raupen des Buchsbaumzünslers sorgen dafür, dass der Buchsbaum in kürzester Zeit kahl ist. 
  • Dickmaulrüssler
    Der Käfer frisst Buchten in die Blattränder. Seine Larven ernähren sich von Pflanzenwurzeln. 
  • Apfelwickler
    Der Falter legt seine Eier auf Früchten ab. Die Larven fressen sich durchs Fruchtfleisch. 
  • Maikäfer
    Die Wurzeln vertilgenden Larven des Maikäfers schädigen vor allem Rasenflächen und Zierpflanzen.
  • Kartoffelkäfer
    Sowohl der ausgewachsene Käfer, als auch seine Larven putzen die Kartoffelstauden kahl. 
  • Nacktschnecke
    Die Anwesenheit von Schnecken erkennt man sehr gut an angenagten, schleimigen Blättern.
  • Spinnmilbe
    Die Spinnmilbe saugt den Saft aus den Blättern und schwächt die Pflanze. Die Blätter vergilben. 
  • Kohlweissling
    Die Raupen des Kohlweisslings vertilgen die Kohlpflanze bis nur noch die Blattrippen übrig sind.

Pflanzendoktor

Selbst der grünste Daumen kann Schädlinge an den Pflanzen manchmal nicht vermeiden. Der Pflanzendoktor hilft Ihnen, das Schadbild zu erkennen und das richtige Pflanzenschutzmittel zu finden.

Schädlinge bekämpfen

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