Zierblumen und Kübelpflanzen

Expertenrat rund um Ihre Zierpflanzen

Die Bau+Hobby Gartenexperten antworten auf Ihre Fragen.

Sie haben gefragt – unsere Gartenexperten haben geantwortet. Viele der Themen, die uns erreicht haben, sind für jeden Hobbygärtner von Interesse. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Fragen zu «Zierblumen und Kübelpflanzen».

Inhalt

Wie bekämpfe ich Trauermücken am effektivsten? 

Die Methode mit gelben Leimfallen funktioniert generell gut bei Trauermücken. Allerdings nützen die Leimfallen nichts gegen die Mückenlarven und -eier, die sich in der Pflanzenerde befinden.

Mit «Oecoplan Mückentabletten» können Sie die Larven der Trauermücke innerhalb von 14 Tagen effizient bekämpfen. Dafür lösen Sie eine Tablette in 1 Liter Wasser auf und giessen die Pflanze zwei- bis dreimal innerhalb von zehn Tagen. Das Mittel ist ungiftig für Menschen, Haustiere und Pflanzen. Wir empfehlen, alle Topfpflanzen zu behandeln, die im Zimmer stehen. 

Wie bringt man Kaiserkronen zum Blühen?

Die ausbleibende Blütenbildung der Kaiserkrone ist ein häufig beschriebenes Phänomen. Zurückzuführen ist dies meistens auf zu wenig Nähr- und Reservestoffe in der Zwiebel. Hilfreich sind folgende Tipps und Tricks: 

Die Pflanze gut düngen, nachdem im Frühjahr der Austrieb beginnt. Dabei eignen sich zum Beispiel Hornspäne oder ein beliebiger Gartendünger für Blühpflanzen. 

Die Triebe erst entfernen, wenn sie von allein vergilbt und eingetrocknet sind. Das sieht zwar nicht schön aus, ist aber äusserst wichtig, weil die Nährstoffe aus dem Trieb nach und nach in die Zwiebel wandern. 

Darauf achten, dass der Standort im Sommer nicht zu nass ist. Kaiserkronen lieben einen nährstoffreichen und luftigen Boden. Schwere Lehmböden hingegen sind weniger geeignet. 

Alle vier bis fünf Jahre sollten die Zwiebeln ausgegraben und neu eingepflanzt werden. Als beste Zeit dafür eignet sich der August. Im September beginnt bei den neu gepflanzten Zwiebeln bereits wieder die neue Wurzelbildung.

Kann man aus einer Aloe Vera Ableger ziehen?

Grundsätzlich lässt sich die Aloe Vera einfach vermehren. Im Idealfall bildet die Pflanze in Bodennähe selbständig kleine Ableger, welche problemlos abgeschnitten werden können.

Ein abgeschnittener Ableger sollte einen Tag zur Seite gelegt werden, damit die Schnittfläche abtrocknen kann. Anschliessend wird er in einem Topf mit sandiger Erde oder Kakteenerde ungefähr zwei Zentimeter tief eingepflanzt und angegossen. Dabei gilt es zu beachten, den Topf in den ersten vier bis sechs Wochen an einen Ort zu stellen, an dem die Pflanze vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Nach dieser Zeit sollten sich kleine Wurzeln gebildet haben.

Eine weitere Möglichkeit, aus der Aloe Vera Ableger zu ziehen, besteht darin, ein Blatt der Pflanze abzuschneiden. Dieses sollte, quer zur Längsachse, in vier Zentimeter breite Streifen geschnitten werden. Auch hier ist es empfehlenswert, die Streifen einen Tag zum Trocknen zur Seite zu legen. Beim Eintopfen in Erde sollte beachtet werden, dass eine Schnittfläche in die Erde reicht und die andere Schnittfläche nach oben zeigt. In den folgenden Wochen werden sich an der unteren Schnittfläche Wurzeln und an der oberen kleine neue Triebe bilden.

Wie pflegt man Gazanien richtig?

Als südafrikanische Pflanze liebt die Gazanie warme und sonnige Standorte. Deshalb verträgt sie eine kurze Trockenphase eher als zu viel Nässe. Sie kann in Beete gepflanzt oder alternativ in Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon platziert werden. Als passende Erde eignet sich Kakteenerde optimal. Alternativ dazu kann auch Balkonerde mit einem Zusatz von 20 Prozent Sand oder leichtem Kies verwendet werden. Im Gegensatz zu anderen Balkonpflanzen benötigt die Gazanie wenig Dünger. Es reicht aus, sie einmal im Monat mit einem herkömmlichen Balkonpflanzendünger zu versorgen, und zwar mit der Hälfte der üblicherweise angegebenen Menge beziehungsweise mit einer um 50 Prozent reduzierten Konzentration. Denn aufgepasst: Bei zu hoher Nährstoffversorgung bildet die Gazanie nur wenige Blüten. Um die ständige Blütenbildung anzuregen, sollten die verblühten Teile der Pflanze regelmässig entfernt werden.

Welche Pflanzen eignen sich für eine winterharte Zaunbegrünung?

Als winterharte Pflanzen für die Zaunbegrünung kommen beispielsweise Clematis in Frage. Hier gibt es ein breites Spektrum an Sorten mit unterschiedlicher Wüchsigkeit sowie verschiedenen Blütengrössen und Farben. Jedoch verlieren Clematis im Herbst ihr Laub und treiben erst im Frühjahr wieder aus. Wintergrüne Alternativen sind die Kriechspindel, das immergrüne Geissblatt oder der Efeu. 

Welche Kältetoleranzen haben gängige Kübel- und Zierpflanzen auf dem Balkon?

Die Kältetoleranzen von Kübel- von Zierpflanzen auf dem Balkon sind mitunter sehr unterschiedlich. Besonders robust sind beispielsweise Tessinerpalmen, Oliven, Feigen, Callistemon oder Myrten. Diese Pflanzen halten es bis circa minus 5 Grad Celsius aus, im Winter sogar bis zu minus 8 Grad Celsius. Die frischen, weichen Triebspitzen der Pflanzen können zwar leicht Schäden nehmen, treiben anschliessend aber sehr schnell wieder aus und die entstandenen Schäden verwachsen sich. Mit Temperaturen bis zu etwa 2 Grad Celsius kommen Dipladenia, Margeriten, Oleander, Fuchsien, Sommerjasmin, Geranien, Salate und Kräuter aus. 

Deutlich weniger kälteresistent sind Petunien, fleissige Lieserl (Impatiens), Bougainvillea, Hibiskus, Tomaten, Gurken und Peperoni. Diese haben eine Kältetoleranz von etwa 8 Grad Celsius. Beim Basilikum sind es sogar nur 10 Grad Celsius.

Unser Tipp: In klaren, kalten Winternächten ist es durchaus sinnvoll, Balkonpflanzen überdacht unterzustellen und vor allem trocken zu halten.

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