Rasenaussaat

Wie Sie Schritt für Schritt
einen Rasen ansäen

Er ist das Herzstück eines schönen Gartens: ein frisch duftender, saftig-grüner Rasen. Doch wie lässt sich eine optimale Grünfläche erzeugen? Hier erfahren Sie, wie Sie einen gesunden Rasen säen und pflegen. Wir informieren Sie unter anderem über die richtige Zeit für die Aussaat, die am besten geeigneten Rasensamen und den passenden Dünger.

Rasen säen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wann Sie Ihren Rasen säen sollten, hängt stark von der Aussentemperatur ab. Im Herbst und im Frühjahr sind normalerweise die günstigsten Witterungsbedingungen dafür gegeben. Am Boden sollte es über einen Zeitraum von mehreren Wochen mindestens 10 °C warm gewesen sein bzw. bleiben. Ideal sind 14 bis 25 °C. Im September oder Oktober ist die Sommerwärme noch im Boden gespeichert. Zudem begünstigen herbstliche Niederschläge das Wachstum der Keimlinge. Im März oder April stabilisieren sich die Temperaturen nach dem Winter meist und es kommt nicht mehr zu Bodenfrost. Säen Sie den Rasen im Frühjahr aus, können Sie sich schon im folgenden Sommer an dessen frischem Grün erfreuen.

So bereiten Sie den Boden auf die Rasenaussaat vor

Bevor Sie Ihren Rasen neu ansäen, benötigt der Boden entsprechende Vorbereitung. Graben Sie ihn ein bis zwei Wochen vor der Aussaat mit einem Spaten um. Entfernen Sie anschliessend alle Unkräuter. Für grosse Flächen können Sie auch eine Motorhacke nutzen. Lassen Sie den Boden bis kurz vor der Aussaat ruhen. Zuletzt glätten Sie ihn mithilfe eines Rechens. Sie können dazu auch eine Rasenwalze verwenden. Je nach Beschaffenheit des Bodens bringen Sie gegebenenfalls schon bei der Vorbereitung Dünger in die Erde ein.

Der richtige Nährboden für Rasenpflanzen

Durchlässiger, tiefgründiger Humusboden wäre optimal für Rasenpflanzen. Haben Sie Lehmboden, hat ihr Rasen keinen optimalen Nährboden, da dieser zu stark verdichtet. Die Zugabe von Sand oder Kies kann hier hilfreich sein, damit die Wurzeln sich auch in der Tiefe gut entwickeln können. So ist der Rasen auch bei Trockenheit nicht sehr empfindlich und übersteht sogar einen harten Winter ohne Schäden.

Mit diesen Samen können Sie Ihren Rasen ansäen

Je nach Bodenart und Nutzungszweck eignen sich verschiedene Samenmischungen für Ihren Garten. Universalrasen können Sie grundsätzlich überall pflanzen. Für empfindliche Flächen mit besonderen Anforderungen empfiehlt sich jedoch eine Spezialmischung. Schattenrasen wächst beispielsweise auch an Standorten, die wenig Sonnenlicht abbekommen. Zierrasen ist erst nach zwei Jahren trittfest – er erfordert sorgfältige Pflege und muss geschont werden.

Sollen Ihre Kinder auf dem Rasen spielen oder Gartenmöbel dort Platz finden können, dann greifen Sie auf einen robusten, pflegeleichten Rasen zurück. Wer sich die Arbeit sparen möchte, kann auch einen Rollrasen wählen, statt den Rasen selbst auszusäen.

 

Rasen richtig säen: 5-Schritte-Anleitung

Wählen Sie für die Aussaat des Rasens einen Zeitpunkt, zu dem es windstill und möglichst warm ist. Idealerweise sagt der Wetterbericht leichte Niederschläge voraus – ein Rasensprenger ist die Alternative. So bringen Sie die Rasensamen Schritt für Schritt aus:

1

Rasenfläche ausmessen

Messen Sie Ihre Rasenfläche aus und wiegen Sie die entsprechende Menge an Samen ab. Hinweise dazu finden Sie auch auf der Packungsanleitung der Rasensamen.

2

Samen streuen

Streuen Sie die Samen gleichmässig auf die Rasenfläche. Das können Sie per Hand oder mit einem Streuwagen erledigen – je nach Grösse der Fläche.

3

Boden harken

Harken Sie den Boden mit einem Rechen einmal in Längs- und einmal in Querrichtung.
4

Walzen

Um zu erreichen, dass die Samen besser keimen, können Sie nun mit der Rasenwalze noch einmal längs und einmal quer über die Rasenfläche gehen.

Bewässern

Bewässern Sie den Boden mit dem Rasensprenger oder einer Giesskanne etwa zehn Minuten lang. Wiederholen Sie den Vorgang in den nächsten Tagen viermal täglich, wenn es nicht regnet.

Wenn Sie nicht schon bei der Vorbereitung des Bodens gedüngt haben, erledigen Sie dies direkt nach der Aussaat. Abhängig von der Rasenart keimen die Samen nach sieben Tagen oder nach bis zu drei Wochen. Der Rasen ist zu Beginn noch sehr empfindlich, Sie können ihn nun jedoch weniger häufig giessen. Sind die Halme 10 bis 12 cm lang, erfolgt der erste Rasenschnitt.

Betreten sollten Sie Ihren Rasen frühestens, wenn die Halme 5 cm hoch sind – besser ist es, bis nach dem ersten Mähen zu warten. Setzen Sie ihn zu Beginn keinen übermässigen Strapazen wie spielenden Kindern oder schweren Gartenmöbeln aus. Nach frühestens zwei Monaten ist der Rasen voll nutzbar.

Rasen bei der Aussaat düngen: nötig oder nicht?

Rasenpflanzen ziehen gerade zu Beginn viele Nährstoffe aus dem Boden. Regelmässiges Düngen stärkt den Rasen und schützt vor Unkräutern und Krankheiten. Die erste Düngung können Sie entweder eine Woche vor der Aussaat vornehmen, um den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu liefern; oder Sie düngen direkt, während Sie den Rasen säen. Je nach Bodenbeschaffenheit wählen Sie einen organischen Dünger, Kompost oder eine Gründüngung. Zum gleichmässigen Ausbringen eignet sich auch hier ein Streuwagen.

Wie oft Sie folgedüngen müssen, hängt wieder vom Boden ab. Als Richtwert gilt: zwei- bis dreimal im Jahr. Das erste Mal düngen Sie am besten im März oder April, damit Sie im Sommer einen schön saftigen, grünen Rasen haben. Im Herbst bereiten Sie die Gräser mit einer erneuten Düngung auf den Winter vor. Bei Bedarf können Sie auch im Sommer noch einmal düngen. Achten Sie dann besonders darauf, dass der Boden nicht zu trocken ist. Er braucht viel Feuchtigkeit, um den Dünger optimal aufnehmen zu können.

Nach der Rasenaussaat: Wie Sie Ihren Rasen richtig pflegen

Zur Rasenpflege gehören nicht nur regelmässiges Düngen und Rasenmähen. Vor allem im Frühjahr will der Rasen zunächst einmal gereinigt werden. Entfernen Sie Blätter vom Herbst und prüfen Sie, ob Unkraut vorhanden ist. Vor allem bei reger Benutzung bekommt so mancher Rasen nach einiger Zeit Lücken. Ist dies der Fall, können Sie punktuell neuen Rasen ansäen und so die kahlen Stellen ausbessern. Auch die Bewässerung sollten Sie mittels Rasensprenger gewährleisten – vor allem während heisser Sommer und in Monaten, in denen es wenig regnet.

Der erste Rasenschnitt

Beginnen Sie gleich beim ersten Rasenschnitt im Jahr mit den Reparaturarbeiten.

Zunächst entfernen Sie abgestorbenes Laub, kleine Äste und Ähnliches. Danach erfolgt der erste Rasenschnitt. Das Gras sollte danach noch 3 bis 5 cm hoch sein. Moos und Unkraut entfernen Sie mit dem Vertikutierer/Lüfter, der auch gleichzeitig den Boden auflockert und eben belüftet. Eine genaue Einstellung ist wichtig, damit die gesunden Wurzeln des Rasens nicht beschädigt werden. Beim Vertikutieren zeigen sich dann die beschädigten kahlen Stellen recht deutlich.

Der ideale Zeitpunkt für den ersten Rasenschnitt liegt irgendwo zwischen Mitte März und Ende April. Am besten nach den ersten paar Nächten mit über 8° Celsius.

  • Nehmen Sie die Arbeiten an einem trockenen Tag vor
  • Es darf kein Wasser auf dem Gras sein oder gar auf dem Boden stehen
  • Kleine kahle Stellen können auch mit einem Rechen bearbeitet werden
  • Achten Sie darauf, dass die obere Erdschicht gut aufgelockert ist
  • Falls der Boden zu fest ist, etwas frische Erde dünn aufschütten
  • Wenn Erde aufgefüllt werden muss, eignet sich handelsübliche Blumenerde

Top-Tipps für einen schönen Rasen

Wenn Sie einen Rasen säen, wünschen Sie sich gewiss ansehnliche Ergebnisse. Und mit diesen Tipps wird Ihre Grünfläche besonders schön:

  • Beobachten Sie Ihren Rasen: Düngen Sie regelmässig und reagieren Sie schnell, wenn Sie einen Nährstoffmangel feststellen. Diesen erkennen Sie zum Beispiel an gelblich verfärbten oder vertrockneten Grashalmen.
  • Häufig rasenmähen: Kürzen Sie Ihren Rasen möglichst regelmässig auf eine Länge von etwa 10 cm. Haben Sie lange nicht mehr gemäht, schneiden Sie nicht mehr als 5 cm auf einmal ab.
  • Ausreichend bewässern: Halten Sie Ihren Rasen immer gut feucht. Automatische Rasensprenganlagen machen das besonders einfach möglich. Einen Wassermangel erkennen Sie an graubläulich verfärbten oder welkenden Halmen.
  • Unkraut beseitigen: Entfernen Sie regelmässig sämtliche Unkräuter samt Wurzeln aus Ihrem Rasen. Bei grösserem Befall können Sie auch auf Unkrautvernichter zurückgreifen.
  • Regelmässig vertikutieren: Rasenpflanzen benötigen neben Feuchtigkeit und Nährstoffen viel Luft. Vertikutieren Sie Ihren Rasen daher mindestens einmal im Jahr.

Ihre Abmeldung war erfolgreich.