Rasenmäher reinigen und pflegen

Reinigung schützt vor Verschleiss

So säubern Sie Ihren Rasenmäher.

Rasenmäher reinigen – Dreck und Grasreste einfach entfernen

Nach jedem Einsatz bleiben am Rasenmäher Schnittgut und Erdklumpen hängen. Auf Dauer bilden sich so hartnäckige Ablagerungen, die Schneidekammer und Grasfangbehälter verstopfen. Das setzt dem Gerät zu und stört den Betrieb. Insbesondere die Motoren verschleissen dadurch rascher. Bauteile aus Metall können rosten und mit der Zeit schwere Korrosionsschäden davontragen. Eine besondere Pflege erfordern Benzinrasenmäher. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasenmäher unkompliziert und gründlich säubern.

Inhalt

Grasreste aus Schneidevorrichtung und Fangbehälter entfernen

Es empfiehlt sich, nach jedem Gebrauch wenigstens den gröbsten Schmutz von den Schneideelementen zu entfernen. Wer den Rasenmäher sofort reinigt, verhindert, dass Grashalme antrocknen und sich hartnäckige Verkrustungen bilden.

Bevor Sie loslegen, sollten Sie ein paar Vorbereitungen zu Ihrer Sicherheit treffen. Ziehen Sie unbedingt den Stecker oder entfernen Sie den Akku Ihres Elektrorasenmähers. Bei einem Benzinrasenmäher ist es notwendig, den Zündkerzenstecker von der Kerze zu trennen. Dies stellt sicher, dass der Motor nicht wieder anläuft und die hochgradig scharfkantigen Messer sich in Bewegung setzen, während Sie am Gerät hantieren. Doch auch wenn die Messer sich nicht bewegen, ist Vorsicht geboten. Wollen Sie absolut sicher gehen, dass Sie sich bei der Reinigung nicht verletzen, tragen Sie besondere Schnittschutzhandschuhe. Diese Sicherheitsmassnahmen gelten auch für das kurzzeitige Entfernen kleinerer Hindernisse wie Steine oder Erdklumpen, die sich in der Schneidekammer verfangen haben und die Maschine blockieren.

Ist die Energieversorgung gekappt, ist es hilfreich, den Rasenmäher in eine Position zu bringen, die das Reinigen bequemer gestaltet und den Zugriff auf verschiedene Bauteile erleichtert. Einige Maschinen lassen sich auf den Kopf stellen, andere können zur Seite gekippt werden. Wichtig ist es, nicht die Seite zu wählen, auf welcher der Luftfilter eingebaut ist. Andernfalls verdreckt dieser rasch. Bei Benzinmotoren sollten Sie auch darauf achten, dass kein Öl und Benzin ausläuft.

Schütteln Sie zunächst grössere Grasbüschel ab, die im Radwerk und der Schneidevorrichtung hängen geblieben sind. Dadurch rotiert das Messer der Maschinen wieder anstandslos beziehungsweise verleiht dies der Mähspindel manuell betriebener Geräte wieder Wendigkeit. Lassen Sie auch die Schneidekammer nicht aus. Denn auch an diesem Übergang zum Grasauffangbehälter sammeln sich häufig Grasreste und Dreck an. Mit der Zeit führt dies zu Verstopfungen und das Schnittgut wird nicht mehr in den Behälter befördert, sondern bleibt auf dem Rasen liegen oder vergrössert den Innenstau. Das Rasenmäher-Reinigen an dieser Stelle erspart die Mühe, das liegen gebliebene Schnittgut aufzulesen und reduziert den Aufwand einer Grundreinigung.

Rasenmäher reinigen – Tipps zur Grundsäuberung

Je nach Häufigkeit des Einsatzes steht alle paar Monate eine Grundreinigung an, bei der auch Innengehäuse, Motor sowie bei benzinbetriebenen Geräten auch Luftfilter und Vergaser an die Reihe kommen sollten. Für eine gründliche Reinigung sind weitere Schritte erforderlich. Feinere Überreste bleiben auch am Schneidewerkzeug, im Innengehäuse, an der Aussenverkleidung und am Unterboden haften. Am einfachsten gestaltet sich das Abbürsten mittels eines Handfegers oder einer Bürste mit langen, weichen Borsten.

Gründlicher gehen Sie mit einem Allzwecklappen vor. Feuchte Lappen erleichtern die Reinigungsprozedur bei angetrocknetem Dreck. Jedoch können Sie beim Rasenmäher-Reinigen nicht durchgängig Wasser zu Hilfe nehmen. Gerade Elektromotoren und metallische Bauteile sollten nämlich vor Feuchtigkeit geschützt werden. Aus Metall bestehen insbesondere die Schneidevorrichtung und das Radlager. Schonender ist es, diese mit einem in Öl getunkten Lappen abzuwischen. Das Öl löst Verkrustungen und überzieht das Metall mit einer schützenden Fettschicht, was Rostbildung vorbeugt. Nur den abgenommenen Grasfangbehälter können Sie mit dem harten Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers abspritzen. Enge Zwischenräume eines Rasenmähers reinigt der Sprühstrahl eines Druckluftsprays.

Lassen Sie auch die Messer nicht aus und gehen Sie hierbei vorsichtig vor. Ziehen Sie unbedingt Schnittschutzhandschuhe an und achten Sie darauf, dass Sie sich die Finger nicht einklemmen. Angepappte Grasreste können Sie mithilfe von Öl einweichen und anschliessend mit einem dicken Lappen vorsichtig abwischen. Es ist wichtig, sämtliche Reste zu entfernen. Andernfalls ziehen diese Feuchtigkeit an, was Rostflecken und eine Abstumpfung der Messer zur Folge hat. Schwer zugängliche und scharfkantige Stellen erreichen Sie am einfachsten mit einem Ölspray. Als Schutz vor Korrosionsschäden sollte es auch nach der Reinigung zum Einsatz kommen. 

Bei besonders hartnäckigen Ablagerungen hilft nur sachtes Abkratzen. Am schonendsten gehen Sie gerade bei Metallteilen und Lackschichten mit Eiskratzern aus Kunststoff vor.

Benzinrasenmäher reinigen

Etwas mehr Pflege erfordert der Motor eines Benzinrasenmähers. Gras und Emissionen verschmutzen insbesondere Luftfilter und Vergaser. Alle paar Monate steht auch ein Ölwechsel an. Als Faustregel gilt, dass jeweils nach 25 Betriebsstunden der Benzinrasenmäher gründlich gereinigt werden sollte.

Luftfilter des Rasenmähers reinigen

Luftfilter verhindern, dass sich Schmutz im Vergaser und Motor festsetzt. Ob Papier- oder Dualfilter: Mit der Zeit sammelt sich so einiges an Dreck an. Verfärbte Luftfilter eines Rasenmähers sollten gereinigt werden, andernfalls verschleisst der Motor rascher und seine Leistung lässt nach. Verwenden Sie hierzu keine chemischen Reinigungsmittel, sondern entnehmen Sie die Filtereinheit, klopfen Sie sie behutsam aus und wischen Sie sie mit einem trockenen Lappen ab. Bei starken Verunreinigungen – wenn diese Massnahme keine Wirkung gezeigt hat – hilft nur der Austausch des Luftfilters. Entstauben Sie auch das Gehäuse. An schmierigen Stellen unweit der Filtereinheit helfen ein angefeuchteter Lappen sowie etwas Spülmittel. Der Filter sollte nämlich auf keinen Fall Öl aufsaugen. Gehen Sie anschliessend sicher, dass Sie den Filter wieder richtig einsetzen und die Maschine luftdicht verschliessen.

Am Rasenmäher den Vergaser reinigen

Springt der Motor nicht an oder gerät während des Betriebs ins Stocken, liegt das oftmals daran, dass der Vergaser verdreckt ist. Grasreste verstopfen Zuleitungen des Rasenmähers. Gehen Sie beim Vergaser-Reinigen deshalb folgendermassen vor:

  1. Leeren Sie den Tank und lagern Sie das Benzin in einem anderen Behältnis zwischen.
  2. Kappen Sie die Zuleitung des Vergasers zum Tank und reinigen Sie diese. Ersetzen Sie stark verstopfte Leitungen.
  3. Bauen Sie den Vergaser aus. Dies funktioniert bei jedem Modell anders. Folgen Sie daher der Bedienungsanleitung des Herstellers.
  4. Oftmals verunreinigen die Dichtungen oder weisen Lecks auf. Säubern Sie sie beziehungsweise tauschen Sie sie aus.
  5. Sprühen Sie den Vergaser mit speziellem Reinigungsspray ein oder weichen Sie ihn in einer mit Waschbenzin befüllten Schüssel ein. Hartnäckigen Dreck beseitigen Sie mittels eines Lappens.
  6. Da Spray sowie das Waschbenzin nicht in die engen Zwischenräume der Düsen gelangen können, müssen beim Rasenmäher-Reinigen andere Hilfsmittel helfen: Mittels Druckluftspray beispielsweise befreien Sie auch kleinteilige Elemente von Schmutz. Hat sich Dreck stark festgesetzt, können Sie die Düsen auch mit einem feinen Draht durchstossen.
  7. Setzen Sie den Vergaser gemäss der Bedienungsanleitung wieder ein.

Nach der Reinigung ölen

Die regelmässige Reinigung verhindert, dass Grasreste und Schmutz metallischen Bestandteilen zusetzen. Ebenso wichtig ist das nachfolgende Einölen. Idealerweise verwenden Sie harzfreies Sprühöl, um den Rasenmäher zu pflegen. Selbiges lässt sich schnell und einfach auf Gelenke, Radlager und Messer aufbringen. Insbesondere bei Mähspindeln von Handrasenmähern gewährleistet das Einfetten einen einfachen Betrieb. Zudem schützt es vor Korrosion. Und Rost schmälert die Leistungsfähigkeit des Rasenmähers erheblich. Kommt es trotz Pflege zu Rostflecken, hilft es, den Belag mithilfe von Stahlbürste oder Stahlwolle abzureiben und anschliessend zu versiegeln. Als Schutzschicht eignet sich beim Aussenmantel Lack, ansonsten sollten die Stellen mit einer dicken Ölschicht überzogen werden.

Tipps, wie Sie Ihren Rasenmäher pflegen

Unterziehen Sie Ihren Rasenmäher mindestens einmal pro Jahr einer Inspektion. Der ideale Zeitraum dafür ist der Frühling. Bei der Inspektion werden die Mechanik der Schneidevorrichtung und der Motor überprüft. Regelmässige Pflege – wie beispielsweise eine Reinigung des Geräts und das Ölen beweglicher Teile – schützt Benzin- und Elektrorasenmäher vor Verschleiss und sorgt dafür, dass die Mähspindeln handgeführter Geräte reibungslos funktionieren.

Wartung hält den Rasenmäher in Schuss

Die Wartung ist die beste Gelegenheit, Schäden zu erkennen und rechtzeitig zu beheben. Beschädigte Schneidewerkzeuge und Motoren setzen die Leistung des Rasenmähers herab. Mitunter genügen jedoch bereits wenige Handgriffe, um den Zustand zu überprüfen. Wer sich unsicher ist, ob er Schäden sicher feststellen kann, oder sich nicht an die Messer heranwagt, kann auch einen Profi engagieren. Hier bietet Coop Bau+Hobby den schweizweit grössten Wartungsservice an und übernimmt auf Wunsch sämtliche Reparaturarbeiten.

Aber auch wenn Sie nur über wenig handwerkliches Know-how verfügen, können Sie vieles durchaus selbst bewältigen. Unabdingbar sind allerdings folgende Schutzmassnahmen: Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie vor der Wartung und der Behebung von Schäden unbedingt den Motor des Rasenmähers abstellen, um einen unbeabsichtigten Start oder Kurzschluss zu verhindern. Bei einem Benzinrasenmäher ist es zudem wichtig, den Zündkerzenstecker von der Kerze abzuziehen. Tragen Sie während der Inspektion und im Umgang mit den scharfkantigen Messerklingen unbedingt Schutzhandschuhe.

Mit Ersatzteilen und Werkzeug den Rasenmäher instand halten

Wechseln Sie beschädigte oder stark verschlissene Bauteile sicherheitshalber aus. Im Handel erhalten Sie für jeden Rasenmähertyp und jedes Modell die passenden Ersatzteile. Zu den am häufigsten benötigten Bauteilen gehören:

  • Zündkerzen: Fängt der Benzinrasenmäher trotz vollen Tanks an zu „stottern“, deutet dies auf abgenutzte Zündkerzen hin. Stark verfärbte Kerzen sind ebenso ein Hinweis darauf, dass Sie die Zündkerzen wechseln sollten.
  • Mähmesser: Ob die rotierenden Messerscheiben eines Mähroboters, die Klingen benzinbetriebener Maschinen oder eine Mähspindel für Handgeräte: Die Messer eines Rasenmähers stumpfen mit der Zeit ab. Am einfachsten ist es, die alten Schneidewerkzeuge durch neue zu ersetzen. Dafür müssen Sie meist die gesamte Vorrichtung abschrauben. Wichtig ist es daher, nach der Montage sämtliche Schrauben wieder richtig festzuziehen.
  • Ersatzteile bei elektrisch betriebenen Rasenmähern: Überprüfen Sie, ob die Kabel beziehungsweise deren Isolationsschicht keine Schadstellen aufweisen und ersetzen Sie beschädigte Kabel, um einen Kurzschluss zu verhindern. Gibt der Akkurasenmäher bereits nach kurzer Zeit den Geist auf, müssen eventuell Akku oder Ladegerät ausgetauscht werden.
  • Filter: Ein dunkel gefärbter Luftfilter sollte umgehend ausgewechselt werden. Nur ein schneller Austausch gewährleistet, dass Schmutzpartikel nicht bis in den Vergaser und Motor vordringen. Und Staub setzt nicht nur die Motorleistung herab, sondern beschleunigt auch den Verschleiss.

Beim Pflegen des Rasenmähers sollten Sie den Mähmessern besonders viel Aufmerksamkeit widmen. Wer die Klingenunterseite nach dem Einsatz von Grasresten und Erdklumpen befreit, sorgt dafür, dass die Klingen länger scharf bleiben. Mit stumpfen Klingen arbeitet der Rasenmäher nicht mehr so verlässlich: Anstatt Grashalme gerade abzuschneiden, franst er sie aus, wodurch der Rasen sein frisches Grün verliert. Nicht immer müssen stumpfe Messer komplett ersetzt werden. Häufig hilft schon das Schärfen der Klingen. Zum Schärfen des Rasenmähermessers eignet sich am besten eine Doppelbock-Schleifmaschine. Deren Bedienung erfordert allerdings etwas Geschick: Die Messer sollten sich nicht zu sehr erhitzen, denn dann bilden sich mitunter Ungleichmässigkeiten in den Klingen.

Das passende Werkzeug ist für die Rasenmäher-Pflege wichtig. Dazu gehören insbesondere die folgenden Utensilien:

  • Schleifmaschine
  • Drehmomentschlüssel
  • Schraubenzieher
  • Bürste und Lappen zur Pflege von Gehäuse, Aussenmantel und Messer
  • Spezielle Reinigungsmittel zur Beseitigung von Verkrustungen
  • Öl zur Pflege metallischer Bauteile
  • Ersatzteile

Motorenpflege

Auch die Motoren von Rasenmähern mit Elektro- oder Benzinantrieb bedürfen der Pflege. Etwas pflegeintensiver sind die kraftvollen Motoren eines Benzinrasenmähers.

Benzin-Rasenmäher – Ölwechsel und Zündkerze ersetzen

Bei dieser Art von Rasenmähern ist ein regelmässiger Ölwechsel sinnvoll. Das sichert die Langlebigkeit des Motors, verringert den Ausstoss von Emissionen und senkt den Benzinverbrauch. Denn nach mehreren Betriebsstunden ist das Öl stark verschmutzt. Mit der Zeit verliert es seine schützende Funktion. Am einfachsten und saubersten gelingt bei einem Rasenmäher der Ölwechsel mithilfe einer Pumpe. Hierbei saugen Sie das Altöl über die geöffnete Ablasshaube ab und sammeln es in einem Auffangbehälter. Genauso gut können Sie das Öl ablaufen lassen, indem Sie die Maschine seitlich kippen und das Altöl mittels eines Behälters auffangen. Füllen Sie anschliessend frisches Öl nach und entsorgen Sie das Altöl vorschriftsmässig.

Welches Öl eignet sich für Rasenmäher? Grundsätzlich lässt sich nicht jedes Kleinmaschinenöl für Rasenmäher verwenden. Wählen Sie daher am besten spezielles Rasenmäheröl und beachten Sie die Angaben des Herstellers. Das gilt ebenso für das Recycling des verbrauchten Öls.

Auch die Zündkerzen nutzen sich ab. Gerät der Motor trotz ausreichender Menge an Treibstoff ins Stocken oder springt erst nach mehreren Startversuchen oder gar nicht mehr an, ist es Zeit für einen Austausch.

Elektro- und Akkurasenmäher

Elektromotoren versagen selten den Dienst – vorausgesetzt die Maschinen werden sachgerecht gelagert und sind vor Frost und Hitze geschützt. Lässt der Akku des Rasenmähers oder Mähroboters bereits nach kurzer Einsatzdauer nach, ist er vermutlich auszutauschen. Auch die Ladestation oder Fernbedienung des Rasenmähers können jedoch Ursachen sein. Den Akku sollten Sie daher im Winter vor Kälte und Feuchtigkeit ebenso geschützt lagern. Die Temperatur am Aufbewahrungsort sollte 5 Grad nicht unterschreiten. Laden Sie länger nicht mehr genutzte Akkus zwischenzeitlich auf. Als Zeitintervall empfiehlt sich ein Aufladen alle 3 Monate.

Sachgemässe Aufbewahrung führt zu einer höheren Lebensdauer

Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Staub, Frost und Hitze setzen jedem Rasenmäher zu. Wenn Sie Ihren Rasenmäher richtig pflegen möchten, ist die sachgemässe Aufbewahrung daher von grosser Bedeutung.

Lassen Sie die Maschine im Winter keinesfalls draussen stehen. Ideal sind trockene Keller, Abstellräume sowie Garten- und Gerätehäuser. Leeren Sie nach der Saison den Tank des Benzinrasenmähers vollständig, um den Motor vor Verschleiss zu bewahren. Decken Sie die Maschine zudem mit einer Plane ab, damit kein Staub ins Innengehäuse gelangt. 

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