Rasenmähen je Jahreszeit

Rasenpflege

Tipps für das Rasenmähen zu unterschiedlichen Jahreszeiten

Rasenmähen im Herbst, Winter, Frühling und Sommer: Was ist zu beachten?

Das Rasenmähen ist ein wichtiger Bestandteil der Rasenpflege. Doch je nach Jahreszeit muss man auf andere Dinge achten. Und vielen Gartenbesitzern ist gar nicht bewusst, worauf sie beim Rasenmähen im Sommer, Herbst, Winter oder Frühjahr achten müssen. Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt. 

Inhalt

Frühling – wenn der Rasen aus seinem Winterschlaf erwacht

Im Frühjahr erwacht der Rasen aus dem Winterschlaf – wie auch andere Pflanzen hatte er zuvor sein Wachstum über die Wintermonate eingestellt. Ist nicht mehr mit Frost zu rechnen, solltest du im Frühjahr also wieder mit der Rasenpflege beginnen. Entscheidend ist jedoch, dass du nicht zu früh und nicht zu niedrig mähst, denn das könnte der Grünfläche schaden. Die optimale Schnitthöhe für das Rasenmähen unmittelbar nach dem Winter beträgt 3 bis 5 cm. Hast du einen reinen Zierrasen, kannst du diesen auf 3 cm schneiden. Ein Nutzrasen, auf dem gegrillt, gespielt und gerannt wird, sollte idealerweise eine Halmhöhe von 5 cm haben.

Doch wann genau ist das Rasenmähen nach dem Winter sinnvoll? Die Antwort hängt davon ab,

  • wie kalt und lang der Winter war.
  • wann die Frühlingstemperaturen einsetzen.
  • in welcher Verfassung der Rasen ist.

Generell gilt: Sobald dein Rasen anfängt zu wachsen und rund 6 bis 7 cm erreicht hat, ist es Zeit zum Mähen. Wann im Frühjahr dieser Zeitpunkt erreicht ist, hängt massgeblich vom Wetter ab: War es zum Beispiel lange kalt, verschiebt sich der Zeitpunkt nach hinten. Schau einfach alle paar Tage, wie dein Rasen aussieht, dann wirst du mit Sicherheit merken, wann du starten kannst.

Im Frühling wächst Rasen schnell, daher ist es sinnvoll, ihn einmal pro Woche zu mähen. So gibst du ihm die Chance, sich gut zu entwickeln. Wichtig ist, dass der Rasen trocken ist, wenn du mähst – denn andernfalls kann es zu einer ungleichen Schnitthöhe kommen.

Nach dem Düngen Rasen mähen?

Dünger ist ein fester Bestandteil der Rasenpflege im Frühjahr. Doch sollte man zuerst mähen und dann düngen, oder umgekehrt? Die erste Düngung steht im Februar oder März an, damit der Rasen nach dem Winter bestmöglich mit Nährstoffen versorgt wird. Entscheidend ist, dass du nicht direkt nach dem Düngen mähst – warte eine Woche und kürze deinen Rasen dann auf circa 4 cm.

Der beste Zeitpunkt zum Rasenmähen nach der Nachsaat

Wenn du das erste Mal gemäht und vertikutiert hast, ist es Zeit für die Nachsaat – wenn diese überhaupt benötigt wird. Hat dein Rasen viele kahle Stellen, ist das Nachsäen sinnvoll. Ein Hinweis: Bevor du mit der Nachsaat beginnst, kürze deinen Rasen auf 2 bis 3 cm, erst dann kommt das Vertikutieren. Nach der Nachsaat brauchen die jungen Pflanzen Ruhe und viel Wasser. Wichtig ist, dass du die neuen Stellen beim wöchentlichen Rasenmähen zunächst umfährst. Nach 3 bis 4 Wochen hat die Nachsaat eine Höhe von rund 8 cm erreicht – nun ist das Rasenmähen nach der Nachsaat angebracht.

Wann sollte man den Rasen mähen nach der Neusaat?

Nach der Neusaat braucht der junge Rasen Ruhe und täglich viel Wasser, um schnell wachsen zu können. Tipp: Ein Rasensprenger erleichtert die Bewässerung. Es dauert nicht länger als 7 bis 10 Tage, bis die ersten Halme aus dem Boden spriessen. Doch erst wenn die Halme eine Höhe von 10 bis 12 cm erreicht haben, ist das Rasenmähen nach der Aussaat sinnvoll. Dabei solltest du darauf achten, dass der Boden trocken ist. Zudem solltest du beim ersten Mähen einen Rasenmäher mit Auffangkorb verwenden, denn der Rasenschnitt darf nicht liegen bleiben.

Rasenmähen im Sommer: Worauf ist zu achten?

Im Sommer sorgt regelmässiges Mähen für ein optimales Wachstum des Rasens. Auch die Ausbreitung von störendem Unkraut verhinderst du dadurch. In den warmen Sommermonaten solltest du deinen Rasen mindestens einmal die Woche mähen. Wichtig ist, dass du den Rasen nicht zu kurz mähst – rund 5 cm Halmlänge sind optimal. Denn zu kurzer Rasen kann schnell verbrennen und austrocknen.

Mähe am besten nicht in der prallen Mittagssonne, sondern in den etwas kühleren Abendstunden, damit der Rasen nicht so schnell austrocknet. Tipp: Zusätzlich ist die Bewässerung in der Nacht ratsam, damit die Rasenpflanzen das Wasser in Ruhe aufnehmen können. Tagsüber verdunstet das Wasser im Sommer schnell. 

Rasenmähen im Herbst

Damit dein Rasen auch im nächsten Frühling wieder erstrahlen kann, ist die richtige Vorbereitung für den Winter entscheidend. So lange das Wetter es zulässt, solltest du ihn wie gewohnt mähen. Doch wann ist es Zeit für das letzte Rasenmähen vor dem Winter? Hier gilt Ähnliches wie im Frühjahr: Es kommt auf das Wetter an. Denn solange es nachts nicht zu kalt ist, wächst dein Rasen weiter. Meist kommt es Mitte bis Ende Oktober jedoch zum ersten Mal zu Frost: Nun ist es Zeit, ein letztes Mal zu mähen. Wichtig ist dabei die richtige Halmlänge. Kürze deinen Rasen rund einen halben Zentimeter mehr als sonst. Denn ist der Rasen zu lang, drückt der erste Schnee die Halme nieder – das Risiko für Pilze und Krankheiten steigt dann. Wichtig: Die Schnittreste müssen aus demselben Grund entfernt werden. 

Rasenmähen im Winter?

Im Winter kannst du deinen Rasenmäher ruhen lassen, denn das Gras wächst in dieser Jahreszeit wenig bis gar nicht. Achte lediglich darauf, dass du das Laub regelmässig entfernst, damit der Rasen ausreichend Licht erhält und der Boden nicht zu feucht wird. Im tiefen Winter ist es am besten, wenn du deinen Rasen ruhen lässt – gönne ihm eine Winterpause. Das gilt besonders bei Frost. Denn schon beim Betreten der Rasenfläche können die gefrorenen Grashalme abbrechen. Die Folge: Die Regeneration im kommenden Frühjahr dauert dann länger.

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