Wasser sparen im Haushalt

Verbrauch reduzieren in
Bad, Küche und Garten

11 einfache Tipps, um Wasser zu sparen

Wasser ist eine begrenzte Ressource. Obwohl der Wasserverbrauch in Privathaushalten stetig sinkt, kann der Umwelt und den Gewässern zuliebe noch mehr eingespart werden. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihrer Familie Wasser sparen und so Ihre Energiekosten senken können. Und dazu brauchen Sie nicht auf den Komfort einer warmen Dusche zu verzichten!

Warum ist es so wichtig, Wasser zu sparen?

In der Schweiz werden täglich pro Kopf rund 300 Liter Wasser verbraucht. Auf den Haushalt entfallen davon etwa 142 Liter Wasser. Einen grossen Anteil davon nutzen wir übrigens für die Toilettenspülung. Ein einziger Spülgang entspricht dabei dem täglichen Wasserverbrauch eines Menschen in einem Entwicklungsland. Das verbrauchte Wasser aus dem Haushalt wieder in Trinkwasserqualität aufzubereiten, kostet viel Energie – und damit den Verbraucher auch Geld.

Darüber hinaus ist Wasser eine wichtige Existenzgrundlage für fast alle Lebewesen. In trockenen und heissen Sommern kann hier schnell eine Wasserknappheit entstehen. Auch deshalb ist es sinnvoll, im Alltag Wasser zu sparen. Schon mit kleinen Tricks und ohne Komforteinschränkungen ist das dank moderner Geräte möglich.

Inhalt

1. Wasser sparen auf der Toilette

Auf der Toilette verbrauchen wir besonders viel Wasser: bis zu 40 Liter am Tag. Diese Zahl lässt sich leicht senken. Ein kleinerer Spülkasten sorgt dafür, dass pro Toilettenspülung mehrere Liter weniger Wasser in die Kanalisation fliessen. Auch mit einem Stoppknopf oder einer separaten Kurzspültaste lässt sich viel Wasser sparen. Bei einem kleinen Geschäft reicht das kurze Spülen in der Regel aus.

Manchmal werden ältere Spülkästen nach einigen Jahren undicht. Prüfen Sie, ob das auch bei ihrem der Fall ist. Ein solches Leck kann mit der Zeit eine beträchtliche Menge Wasser verschwenden. Und natürlich ist es nicht unbedingt nötig, Trinkwasser für die Toilette zu verwenden. Sind Sie Hausbesitzer, haben Sie auch die Möglichkeit, eine Regenwassernutzanlage in Ihrem Haus zu installieren. Diese umweltfreundliche Lösung spart auch Wasser beim Autowaschen oder bei der Gartenbewässerung.

2. Wasser sparen: Duschen statt Baden

In eine Badewanne passen je nach Grösse 150 bis 200 Liter Wasser. Eine kurze warme Dusche ist genauso reinigend und wohltuend, verbraucht aber weniger Wasser. Gönnen Sie sich also lieber nur selten ein Bad – dann fühlt es sich noch besonderer und entspannender an. Um wirklich Wasser zu sparen, sollten Sie jedoch nicht länger als zehn Minuten unter der Dusche stehen.

3. Sparregler an Wasserhähnen nutzen

Wasserverbrauchsregler erhalten Sie schon für wenige Franken im Baumarkt. Sie können diese einfach am Duschkopf und an den Wasserhähnen anbringen und so im ganzen Haus Wasser sparen. Mit Sparreglern oder Durchlaufbegrenzern fliesst bis zu 50 % weniger Wasser durch die Leitungen. Der nötige Druck bleibt bestehen, indem beispielsweise Luft beigemischt wird.

4. Wasser abdrehen beim Zähneputzen oder Einseifen

Viele kennen diese Möglichkeit, Wasser zu sparen, aber sie ist noch nicht selbstverständlich: Drehen Sie das Wasser ab, wenn Sie sich die Zähne putzen, Ihre Haare shampoonieren oder sich einseifen. Auch beim Händewaschen können Sie diesen Tipp anwenden. Schon diese kleinen Änderungen haben eine grosse Wirkung und können mehrere Liter Wasser pro Tag einsparen.

5. Dichtungen regelmässig prüfen

Der tropfende Wasserhahn nervt nicht nur, er verschwendet zudem literweise Wasser. Auch Duschköpfe und Schläuche werden hin und wieder undicht. Gleiches gilt für Stöpsel. Prüfen Sie Küchen- und Badarmaturen regelmässig auf undichte Stellen und bessern Sie sie mit dem passenden Dichtmaterial aus. Schon haben Sie Ihre Wasserkosten wieder ein Stück gesenkt.

 

6. Wasser sparen beim Wäschewaschen

Wer im Haushalt Wasser sparen möchte, sollte die Waschmaschine erst anstellen, wenn genügend schmutzige Kleidung anfällt. Ist die Maschine nur halb beladen, verbraucht sie mehr Wasser als nötig. Zudem müssen Sie häufiger waschen. Wählen Sie grundsätzlich eine möglichst niedrige Wassertemperatur. 30–40 Grad Celsius reichen meist aus. Spezielle Kaltwaschmittel sorgen dafür, dass auch bei geringer Temperatur alle Flecken verschwinden.

7. Eco-Programm bei der Spülmaschine wählen

Moderne Geräte vereinfachen es enorm, im Alltag Wasser zu sparen. Viele Geschirrspüler verfügen heute über ein Öko-Waschprogramm. Dieses verbraucht weniger Wasser bei niedrigerer Temperatur. Dafür dauert der Spülgang zwar etwas länger, die Ersparnis macht das jedoch wett. Übrigens verbraucht das Abwaschen per Hand viel mehr Wasser als mit der Maschine. Besitzen Sie keinen Geschirrspüler, lassen Sie Wasser ins Spülbecken einlaufen und waschen sie Ihr Geschirr darin. Das ist sparsamer als unter fliessendem Wasser zu spülen.

8. Wasserkocher sparsam einsetzen

Der Wasserkocher ist ein wunderbares Hilfsmittel zum Tee- oder Kaffeekochen. Sparen Sie Wasser und Strom, indem Sie immer nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie benötigen. Haben Sie doch einmal zu viel gekocht, schütten Sie das Restwasser nicht weg. Sie können es einfach für den nächsten Tee oder Kaffee verwenden oder, sobald es abgekühlt ist, auch zum Bewässern von Zimmerpflanzen nutzen.

9. Wasser sparen in der Küche

Auch wenn Sie Lebensmittel zubereiten, haben Sie viele Möglichkeiten, Wasser zu sparen. Waschen Sie Obst und Gemüse am besten in einer Schüssel statt unter fliessendem Wasser. Oder kochen Sie Nudeln oder Kartoffeln mit weniger Wasser. Das geht am besten, wenn Sie einen etwas kleineren oder mittelgrossen Topf mit Deckel benutzen.

10. Wasser sparen im Garten

Ihr Rasen und Ihre Pflanzen möchten bewässert werden, brauchen dazu aber kein Trinkwasser. Mit einer Regenwassernutzanlage oder auch einer einfachen Regentonne sammeln Sie Wasser auf natürliche Weise. Auch gibt es ökologischere Bewässerungssysteme als Rasensprenger. Regelmässiges punktuelles Giessen oder ein Tropfschlauch zur Bewässerung eignen sich ebenso gut.

11. So bringen Sie Ihren Kindern bei, Wasser zu sparen

Kinder müssen den Wert von Wasser erst kennenlernen. Damit es auch Ihren Kindern leichtfällt, Wasser zu sparen, bringen Sie Ihrem Nachwuchs am besten spielerisch näher, wie wichtig es ist, mit Wasser im Haushalt, in der Küche und im Garten sparsam umzugehen. Sie könnten ihn beispielsweise an der Kostenersparnis beteiligen: Wer den Wasserhahn beim Zähneputzen ausmacht, bekommt eine kleine Taschengelderhöhung. Oder Sie belohnen wassersparendes Verhalten mit einem Badeausflug an den See. Werden Sie kreativ und entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Kindern einen Plan.

Ihre Abmeldung war erfolgreich.