Bilder aufhängen leicht gemacht

So hängen Ihre Wandbilder garantiert gerade

Was ist ein Wohnzimmer ohne Bilder an der Wand? Für viele Menschen: unvollständig. Doch sicherlich kennen auch Sie das Problem von schief angebrachten Bilderrahmen. Oder Sie stellen fest, dass das Foto an der Wand, die Sie auserkoren haben, nicht richtig wirkt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Bilder so aufhängen, dass sie dem Auge eine wahre Freude sind: gerade und schön arrangiert.

Inhalt

Die richtige Platzierung finden

Wer Bilder oder Fotos aufhängen möchte, muss zunächst einmal den perfekten Platz an der Wand finden. Wichtig ist ein ruhiger, möglichst einfarbiger Hintergrund. Aber auch auf gemusterten Tapeten wirken manche Bilder stimmungsvoll, wenn Sie sie in ein Passepartout einfassen. Damit Sie den Blick auf Ihre Kunstwerke auch geniessen können, sollten Sie freie Sicht auf die Bilder haben – zum Beispiel, wenn Sie den Raum durchqueren, die Treppe hinaufsteigen oder gemütlich auf dem Sofa sitzen.

Wollen Sie grosse Bilder aufhängen, reservieren Sie diesen am besten eine ganz eigene Wand. Das gilt auch für Werke, die Ihnen besonders viel bedeuten oder sehr wertvoll sind. Für die Kombination mehrerer Bilder stehen Ihnen dagegen verschiedene Hängungsstile zur Wahl:

1. Kantenhängung

Diese Variante eignet sich für verschieden grosse Bilder und Rahmen. Sie denken sich einfach je nach Geschmack eine obere, eine untere oder eine mittlere Linie an der Wand – Sie können diese auch mit einer Schnur oder Kreppband markieren. Entlang der Linie platzieren Sie Ihre Bilder.

2. Reihenhängung

Gleichgrosse Bilder, die zum Beispiel ein ähnliches Motiv haben oder vom selben Künstler sind, können Sie in einer Reihe aufhängen. Achten Sie dabei auf einen angenehmen Abstand, 5 cm haben sich bewährt, und halten Sie diesen möglichst genau ein.

3. Kreuzhängung

Hier denken Sie sich nicht nur eine Linie, sondern ein Kreuz – Sie teilen die Wand sozusagen in vier Bereiche. Ihre Bilder platzieren Sie entlang der Kreuzstreben.

4. Rasterhängung

Haben Sie viele gleichgrosse Bilder, können Sie diese in einem gleichmässigen Raster aufhängen – zum Beispiel als Quartett, Sextett oder über die ganze Wand hinweg.

5. Petersburger Hängung

Sie mögen es lieber gemütlich kreuz und quer? Dann gefällt Ihnen sicher der Charme, den die Petersburger Hängung verbreitet. Hängen Sie Ihre Bilder und Fotos einfach so an der Wand verteilt auf, wie es Ihnen gerade einfällt. Diese Methode eignet sich wunderbar für Bilder in verschiedenen Rahmen und Grössen sowie mit unterschiedlichen Motiven.

6. Gedachter Rahmen

Etwas ordentlicher gestalten Sie Ihre Wand, indem Sie Bilder in einem gedachten Rahmen platzieren – und somit ein Gesamtkunstwerk daraus machen. Markieren Sie den Rahmen einfach wieder mit Kreppband und achten Sie darauf, dass kein Bild über ihn hinaus reicht.

Wenn Sie Bilder aufhängen, spielt auch die Blickhöhe eine wichtige Rolle. Idealerweise liegen ein Drittel des Bildes über und zwei Drittel unter der Augenhöhe. In Museen liegt die Bildmitte deshalb immer zwischen 1,40 und 1,60 m. Aber es kommt auch darauf an, ob Sie sitzen oder stehen und wie weit das Bild vom Betrachtungspunkt aus entfernt ist.

Bilder richtig aufhängen: So geht’s!

Sie haben Ihre favorisierte Hängung gefunden? Wunderbar! Wenn Sie möchten, können Sie die Umrisse der Bilderrahmen nun auf alte Zeitung oder Backpapier zeichnen und ausschneiden. Befestigen Sie die Umrisse an der Wand – so gewinnen Sie einen Eindruck davon, wie die Hängung in Ihrer Wohnung wirkt und ob Sie Ihnen wirklich gefällt.

Wollen Sie Ihre Bilder schliesslich professionell aufhängen, stehen Ihnen verschiedene Vorgehensweisen zur Wahl. Sie können die Bilder mit Hammer und Nagel an der Wand befestigen. Das funktioniert hervorragend bei leichten Bildern. Ist der Rahmen schwer oder hängen Sie ein Gemälde auf, müssen Sie in der Regel in die Wand bohren und das Bild mit Schrauben und Dübeln befestigen. Oft hilft es, eine zweite Person zur Hilfe zu holen, die das Bild festhält. Und so bringen Sie Ihre Bilder und Fotos Schritt für Schritt an:

  1. Position wählen: Lassen Sie die zweite Person das Bild an die Wand halten und prüfen Sie, ob Ihnen die Positionierung gefällt.
  2. Anzeichnen: Soll Ihr Bild an mehr als nur einem Nagel hängen, messen Sie die Abstände zwischen den einzelnen Aufhängungen mit einem Zollstock aus. Nehmen Sie dann einen Bleistift zur Hand und übertragen Sie die Masse auf die Wand.
  3. Ausrichtung überprüfen: Greifen Sie zur Wasserwaage und prüfen Sie genau, ob das Bild an den angezeichneten Punkten auch gerade hängen wird. Falls nicht, korrigieren Sie die Anzeichnung. Manchmal sind aber auch Wände oder Böden an sich schief. Deshalb ist es sinnvoll, die Position nochmals per Sicht zu prüfen, während die zweite Person das Bild an die Wand hält.
  4. Bohren bzw. hämmern: Bohren Sie nun Löcher an den eingezeichneten Stellen, setzen Sie die Dübel ein und drehen Sie die Schrauben gerade in die Wand. Arbeiten Sie mit Hammer und Nägeln, schlagen Sie den Nagel in einem Winkel von 45 ° ein – der Kopf zeigt also schräg nach oben.
  5. Bilder aufhängen: Zum Schluss hängen Sie die Bilder an die Schrauben oder Nägel und bewundern ein hoffentlich geradliniges Ergebnis!

Bilder aufhängen, ohne die Wand zu beschädigen

Gerade in Mietwohnungen ist Bohren oder Nägel in die Wand zu schlagen nicht die beliebteste Lösung. Doch Sie können Ihre Bilder und Fotos auch anders aufhängen! Von verschiedenen Herstellern gibt es mittlerweile Klebestrips, die auch höhere Gewichte halten können. Damit kleben Sie Ihre Bilder einfach an die Wand, ganz ohne Bohren oder Nägel. Manche Rahmenmodelle gibt es sogar schon mit kleinen Klebehaken, an denen Sie Ihre Bilder aufhängen können. Eine weitere Möglichkeit sind Galerieschienen, von denen die Bilder an Drähten herabhängen. So wirkt Ihre Wand wie in einem Museum – schön, wenn Sie zum Beispiel grosse Gemälde aufhängen wollen.

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