Küchenarbeitsplatte sägen

Richtig zuschneiden und montieren

Erfahre, wie du deine Arbeitsplatte perfekt einbaust.

Wie du eine Küchenarbeitsplatte sägst und selbst montierst

Keine Küche ohne Arbeitsplatte: Sie verbindet die einzelnen Küchenelemente nahtlos miteinander und bietet reichlich Arbeits- und Abstellfläche. Ob du nach einem Umzug die passende Arbeitsplatte zu deiner neuen Küche benötigst; oder ob du mit dem Austausch der alten Platte deiner Küche neuen Glanz verleihen willst – hier erfährst du, wie du deine Arbeitsplatte selbst zuschneidest und montierst.

Inhalt

Arbeitsplatte selbst zuschneiden: die Vorbereitungen

Beginne die Vorbereitungen für die Montage der neuen Küchenarbeitsplatte damit, die Küche so weit auszuräumen, dass du darin ungestört arbeiten kannst, ohne etwas zu beschädigen oder zu beschmutzen. Soll die alte Arbeitsplatte ausgetauscht werden, musst du diese im Vorfeld abbauen. Drehe die elektrischen Sicherungen heraus, um das Kochfeld herauszulösen und halte einen Eimer bereit, wenn du den Siphon an der Spüle abschraubst, um diese ebenfalls aus der Platte zu lösen.

Lege zum Vermessen, Zuschneiden und Montieren der neuen Arbeitsplatte folgende Werkzeuge und Materialien bereit:

Bevor du dich nun an den Kauf deiner neuen Küchenarbeitsplatte machst, musst du zunächst deren Abmessungen bestimmen.

Massnehmen für die neue Küchenarbeitsplatte

Richte die Kücheneinrichtung, auf die du die Arbeitsplatte montieren möchtest, genau aus, um möglichst exakt die benötige Länge und Breite der Arbeitsplatte bestimmen zu können. Hierbei ist Präzision gefragt, denn schon kleinste Verschiebungen können zu Spannungen führen. Bedenke, dass die Platte später leicht überstehen soll. Kalkuliere dafür 2 bis 3 cm mehr ein. Entwirf am besten eine Skizze von der benötigten Arbeitsplatte und notiere darin alle relevanten Abmessungen.

Als nächstes werden eventuelle Aussparungen für Kochfeld und Küchenspüle vermessen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du misst wiederum mit dem Zollstock und zeichnest die Abmessungen von Herdplatte und Spüle auf die Unterseite der Küchenarbeitsplatte. Oder du machst es dir noch einfacher, indem du die Installationen selbst als Schablonen benutzt. Neu gekauften Küchenspülen liegen zu diesem Zweck sogar oft Schablonen bei. Lege diese auf die Platte und zeichne ihre Umrisse nach.

Achte in beiden Fällen darauf, dass die eingezeichneten Aussparungen für Kochfeld und Spüle etwa 2 cm kleiner sind als die Installationen selbst, damit die eingelassenen Einbauten am Rand der Arbeitsplatte Halt finden und nicht einfach durchrutschen. Zeichne dafür die Umrisse der Aussparungen leicht nach innen versetzt.

Tipp: Du tauschst deine alte Platte durch eine neue aus? Dann nimm die alte Platte doch einfach als Schablone, um die nötigen Aussparungen aufzuzeichnen.

Arbeitsplatte sägen: so gelingt es schnell und sauber

Stehen die Masse fest, kannst du die Grundform der Arbeitsplatte zuschneiden. Dafür benötigst du neben einer Kreis- oder Stichsäge mit einem geeigneten Sägeblatt eine stabile Unterlage, auf der du sicher sägen kannst. Zum Beispiel kannst du die Küchenarbeitsplatte auf zwei Arbeitsböcken lagern. Hast du beim Vermessen auf der Unterseite der Platte markiert, an welcher Stelle gesägt werden soll, kannst du die Arbeitsplatte nun exakt entlang der Linien sägen. Verwendest du eine Stichsäge, kann deren Schlitten kleine Splitterschäden auf der Plattenoberfläche hinterlassen. Klebe deshalb lieber Kreppband auf die Schneidelinie, um die Platte zu schützen. Wenn du jedoch auf der Unterseite der Arbeitsplatte sägst, sind eventuelle kosmetische Fehler am Ende ohnehin nicht sichtbar.

Um anschliessend die Aussparungen auf der Arbeitsplatte auszuschneiden, bohre in jede Ecke des Umrisses ein etwa 10 mm grosses Loch. Das gibt dir die Möglichkeit, das Sägeblatt anzusetzen beziehungsweise zu wenden. Säge nun auch hier entlang der eingezeichneten Linie. Um die offenen Schnittkanten der Aussparungen – vor allem für die der Spüle – vor einem möglichen Aufquellen zu bewahren, musst du diese gegen Feuchtigkeit abdichten. Schleife dafür zunächst Splitter und Ausfransungen ab und versiegle die Kanten anschliessend mit Silikon oder einem Dichtungsband.

Für die äusseren, sichtbaren Schnittkanten kannst du Umleimer verwenden. Dabei handelt es sich um robuste Folienteile, die an Rändern und Kanten verklebt oder aufgebügelt werden können. Sie schützen vor dem Abreiben von Splittern und sorgen für eine stimmige Optik.

Die Wände in deiner Küche sind schief? Möglicherweise musst du die Küchenarbeitsplatten noch einmal leicht sägen oder schleifen, um sie an den Wandverlauf anzupassen. Dafür empfehlen sich ein Elektrohobel oder ein Bandschleifer.

Arbeitsplatte montieren und abdichten

Zum Schluss legst du die fertig zugeschnittene Platte in der gewünschten Position auf die ausgerichteten Unterschränke und verschraubst diese miteinander. Schraubsysteme wie Winkel und Korpusverbinder machen es möglich, die Platte von unten mit den Seitenwänden der Unterschränke zu verbinden. Lasse jedoch schon vorher Spüle und Herdplatte in die Aussparungen ein. So hast du noch Spielraum für Korrekturen.

Sitzt die Arbeitsplatte fest an ihrem Platz, dichten die kleinen Zwischenräume an den verbindenden Stellen mit Silikon ab, damit weder Schmutz noch Feuchtigkeit hineingelangen können. Den Übergang zur Wand gestaltest du mit einer Wandanschlussleiste, die ebenfalls abgedichtet werden sollte, wenn sie nicht über Dichtlippen verfügt.

Tipp: Handelt es sich bei deiner Arbeitsplatte um unbehandeltes Holz? Dann solltest du es vor der Montage imprägnieren. Leinöl-Firnis eignet sich gut für die Oberflächenbehandlung einer Küchenarbeitsplatte. Es ist lebensmittelecht und lange haltbar.

Sonderfall: Küchenarbeitsplatte über Eck montieren

Wenn die Küchenarbeitsplatte über Eck verlaufen soll, gibt es verschiedene Möglichkeiten, aus zwei Platten eine durchgehende Arbeitsfläche zu machen:

  • Zwei rechteckige Arbeitsplatten mit gerade verlaufendem Übergang werden mittels eines Verbindungsprofils überbrückt.
  • Die beiden Platten treffen mit einem Gehrungsschnitt von 45 Grad aufeinander.
  • Ein drittes Eckstück kommt zum Einsatz, das die zwei Arbeitsplatten miteinander verbindet.
  • Die beiden Arbeitsplatten werden über einen speziellen Plattenschnitt miteinander verbunden.

Gerade die letzte Variante, bei der eine Aussparung in die Platte gefräst wird, um die andere Platte hineinzuschieben, erfordert nicht nur spezielles Werkzeug, sondern auch viel fachliches Geschick. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, lass die Profis im Fachhandel deine Küchenarbeitsplatte zuschneiden. Dann musst du die Arbeitsplatten nur noch mit Plattenverbindern in der gewünschten Ecke fixieren.

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