Stichsäge richtig verwenden

Sicher und effektiv sägen

Mit einer Stichsäge lassen sich viele Materialien bearbeiten – neben Holz unter anderem auch Gipskarton, Kunststoff und sogar Metall. Besonders für Aussparungen und Kurven bietet sich eine Stichsäge an. Ihre Bedienung ist nicht schwer, es gibt jedoch einiges zu beachten, damit das Ergebnis stimmt und die Arbeit leicht und sicher von der Hand geht. Coop Bau+Hobby hat die wichtigsten Sicherheitstipps zum Umgang mit der Stichsäge für dich zusammengestellt.

Inhalt

Grundlegendes zur Stichsäge

Stichsägen sind ein Universalwerkzeug, das in keiner Heimwerker-Ausstattung fehlen darf. Die meisten Stichsägen funktionieren mit einem elektrischen Motor, der das eingespannte Sägeblatt bewegt. Diese Auf-und-ab-Bewegung wird auch als Hub bezeichnet. Du kannst mit einer Stichsäge Materialien verschiedener Stärke sägen – dafür muss jedoch gegebenenfalls der Hub am entsprechenden Drehrad verändert werden.

Heute sind die meisten Stichsägen mit einem Pendelhub ausgestattet, der sich ebenfalls über ein Rad steuern lässt. Der Pendelhub sorgt dafür, dass sich das Sägeblatt nicht nur auf und ab, sondern auch vor- und rückwärts bewegt. Das erleichtert das Schneiden und führt zu einer deutlichen Steigerung der Leistung.

Auf einen Blick: die wichtigsten Sicherheitstipps, um eine Stichsäge zu bedienen

  • Schalte die Stichsäge an, bevor du sie an das Werkstück ansetzt.
  • Schalte die Säge bei jeder Arbeitsunterbrechung aus.
  • Spanne das Werkstück stets fest ein, sodass es nicht verrutschen kann.
  • Bediene die Stichsäge mit beiden Händen, um stets die Kontrolle zu behalten.
  • Trage immer die notwendige Schutzausrüstung. Dazu gehört neben robusten Arbeitshandschuhen eine Schutzbrille.
  • Stelle sicher, dass die maximale Schnitttiefe der Stichsäge zum Werkstück passt. Wenn nicht, kannst du zum Beispiel eine Tauchsäge nutzen, um dein Werkstück richtig zu sägen.
  • Ziehe die Säge erst aus dem Werkstück zurück, wenn sich das Sägeblatt nicht mehr bewegt.

Voraussetzung für sicheres, richtiges Sägen: Sägeblatt regelmässig austauschen

Viele Heimwerker begehen einen Fehler: Sie nutzen ein falsches Sägeblatt oder eines, das bereits stumpf ist. Wichtig ist, dass du weder mit stumpfen noch mit verbogenen Sägeblättern arbeitest. Das beeinträchtigt nicht nur das Arbeitsergebnis, sondern gefährdet auch deine Sicherheit. Achte immer darauf, dass das Sägeblatt auf das zu bearbeitende Material – zum Beispiel Holz, Metall oder Kunststoff – abgestimmt ist. Wenn nicht, werden die Schnitte unsauber und die Säge lässt sich schwerer kontrollieren.

Je nachdem, wie viele unterschiedliche Materialien du bearbeitest, musst du das Sägeblatt möglicherweise öfter austauschen. Wie du dabei genau vorgehst, kann bei verschiedenen Stichsägen unterschiedlich sein. Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass du die Bedienungsanleitung zur Hand hast und dir genau anschaust, worauf es bei deinem Modell ankommt. Ganz allgemein solltest du dich aber immer an die folgenden Schritte halten.

1

Vorbereitung

Zunächst trennst du deine Säge vom Stromnetz bzw. entfernst den Akku, damit sie nicht unverhofft startet. Hast du die Säge gerade erst verwendet, warte einen Moment, damit das Sägeblatt abkühlen kann – andernfalls könntest du dich verbrennen. Denke auch daran, den Staub mit einem Handfeger und einem geeigneten Reinigungstuch zu entfernen. Trage dabei am besten schnittfeste Handschuhe, damit du dich nicht am Sägeblatt verletzt.

2

Altes Sägeblatt entfernen

Nun kannst du die Arretierung vorsichtig lösen und alle Bügel oder Schutzmechanismen entfernen, um das Sägeblatt herauszunehmen. Ziehe das Blatt heraus und achte darauf, dass kein Staub in die Befestigung gelangt. Sonst besteht die Gefahr, dass das neue Sägeblatt später nicht richtig festsitzt.

Neues Sägeblatt befestigen

Drücke das neue Sägeblatt so weit wie möglich in die dafür vorgesehene Halterung. Achte darauf, alle Arretierungen und Sicherheitsbügel wieder genauso zu befestigen, wie sie vor dem Wechsel waren. Die Zähne des Sägeblatts müssen stets nach vorne zeigen. Vergewissere dich, dass dies der Fall ist, bevor du das Sägeblatt arretierst. Sitzt das Blatt fest, schaltest du die Säge ein und machst einen Probeschnitt.

Gerade Schnitte richtig sägen

Ein sauberer, gerader Schnitt mit der Stichsäge ist ohne Weiteres möglich. Gerade Schnitte sind zum Beispiel beim Zuschneiden von Laminat besonders wichtig. Dafür benötigst du ein möglichst breites Sägeblatt, das wiederum genau auf die Anforderungen des Werkstücks abgestimmt ist. Je breiter der Zahnrücken des Sägeblatts, desto besser ist die Längsführung und damit der gerade Schnitt. Entscheidend ist auch, ohne Druck zu sägen: Überlasse der Stichsäge die Arbeit, sonst kommt es schnell zu unschönen Ausfransungen. Sinnvoll ist dabei auch eine Führungsschiene, die es dir erleichtert, den Schnitt gerade durchzuziehen. Das hilft besonders, wenn es auf jeden Millimeter ankommt, zum Beispiel, wenn du eine Küchenarbeitsplatte zuschneiden und die Aussparungen für die Spüle sägen willst.

Stichsäge für das Schneiden von Rundungen richtig benutzen

Willst du eine gleichmässige Kurve in ein Werkstück sägen, brauchst du ein möglichst dünnes Sägeblatt, das zum Material passt. Dünne Sägeblätter bieten den Vorteil, dass sie in Kurven weniger Widerstand aufbauen. So kannst du präziser arbeiten. Zeichne die Kurve vorher genau auf. Gehe beim Sägen langsam vor und achte darauf, die Kurve nur mit einer langsamen Drehung in das Material zu sägen. Zu viel Druck führt schnell zu unsauberen Schnitten.

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