Die richtigen Schrauben

Die passenden Schrauben finden

Welche Schraube eignet sich für welches Material?

Welche Schraube für welches Material?

Wenn Werkstoffe fest und stabil verbunden werden sollen, kommen Schrauben unterschiedlicher Art zum Einsatz. Welche Schraube sich in Ihrem Fall eignet, hängt vom Material ab – so gibt es zum Beispiel spezielle Holzschrauben oder Blechschrauben. Auch für Beton oder Aluminium benötigen Sie die passenden Schrauben. Hier lesen Sie, welche Schraube sich für welchen Werkstoff am besten eignet.

Inhalt

Welche Schraubenwerkstoffe gibt es?

Schrauben bekommen Sie aus unterschiedlichen Materialien. Nicht jeder Werkstoff eignet sich für jede Anwendung: Für den Innenbereich kommen meistens Stahlschrauben zum Einsatz, welche oftmals eine Oberflächenbehandlung aufweisen – manche sind verzinkt, blau passiviert oder gelb chromatiert. Stahlschrauben eignen sich vorwiegend für den Einsatz im Innenbereich, denn sie sind weniger korrosionsbeständig.

Anders sieht das bei Edelstahlschrauben aus. Diese kommen deswegen meistens draussen zum Einsatz. Unterschieden werden A2- und A4-Schrauben: Die A2-Schrauben sind unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit – sie rosten nicht. Wollen Sie jedoch Werkstücke verschrauben, die später unter Wasser liegen, sind auch die A2-Schrauben nicht geeignet, denn für eine konstante Nässe sind sie nicht ausgelegt. Hinzu kommt, dass die A2-Schrauben nicht säurebeständig sind. Wenn Sie eine Schraube brauchen, die Säuren und beispielsweise Meer- oder Seewasser ohne Probleme aushält, greifen Sie zu A4-Schrauben. Besonders in den Branchen Schiffsbau und Chemie, aber auch in der Lebensmittelindustrie finden A4-Schrauben häufig Einsatz. Schrauben, die in der Sanitär-Branche gerne verwendet werden, sind wiederum aus Messing.

Welche Schraubenkopfprofile für welches Projekt?

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Schraubenkopfprofil. Dies sind die bekanntesten:

  • Längsschlitz
  • Kreuzschlitz
  • Torx
  • Sechskant
  • Innensechskant (Inbus)

Der Längsschlitz eignet sich besonders zum Verschrauben mit einem Schraubenzieher – die Schrauben sind einfach und preiswert. Allerdings ist bei ihnen die Kraftübertragung beim Hinein- und Herausdrehen niedriger und sie halten auch nicht so stark.

Das Kreuzschlitzprofil bietet eine grössere Kraftübertragung. Diese Art Kopf ist bei Holzschrauben besonders beliebt. Eine noch bessere Kraftübertragung bietet das Torx-Profil. Auch der Halt überzeugt auf ganzer Linie.

Das Sechskant-Profil bietet ein hohes Anziehmoment. Meist handelt es sich um Schrauben mit metrischem Gewinde und mit einer dazugehörenden Mutter. Sechskant-Schrauben müssen allerdings seitlich verschraubt werden. Anders ist dies bei den Innensechskant-Profilen, dessen Schrauben auch als Inbusschrauben bekannt sind: Diese sind sowohl versenkbar als auch von oben zu verschrauben. Die Innensechskant-Profile haben allerdings auch ein geringeres Drehmoment.

Materialratgeber: Welche Schrauben für welche Werkstoffe

Sie haben ein Projekt, für das Sie Schrauben brauchen, wissen aber nicht, welche sich für welches Material am besten eignen? Wir empfehlen Ihnen für jedes Material die richtige Schraube.

Holzschrauben: Was macht sie aus?

Gerade im Heimwerker-Bereich kommt Holz besonders oft zum Einsatz. Holzschrauben bekommen Sie in unterschiedlichen Varianten – so gibt es zum Beispiel spezielle Terrassenschrauben, die sich für den Terrassenbau eignen. Dabei handelt es sich für gewöhnlich um Edelstahl-Holzschrauben, die besonders korrosionsbeständig sind; ein wichtiger Aspekt für die Anwendung im Aussenbereich.

Schrauben für Holz können aus Messing, Edelstahl oder auch Stahl bestehen. Ihre Gewinde sind speziell für Holz ausgelegt – meist handelt es sich um ein selbstschneidendes Doppelgewinde. Beim Einschrauben frisst sich das Gewinde folglich wie von selbst in den Werkstoff hinein. Hinzu kommt, dass Holzschrauben leicht konisch zulaufen.

Welche Schraube für Sie die richtige ist, hängt von Ihrem Vorhaben ab. Denn je nach Projekt müssen die Schrauben Verschiedenes leisten. Klassisch sind zum Beispiel Holzschrauben für Spanplatten, die auch als Spax bezeichnet werden. Sie zeichnen sich durch ihren geringen Widerstand beim Einschrauben und hohen Widerstand beim Ausreissen aus. Mit einem Akkuschrauber können Sie die Spax schnell und einfach verschrauben. Holzschrauben haben meist einen Senkkopf oder Linsensenkkopf. Ein solcher bewirkt, dass die Schrauben so tief im Holz versenkt werden können, dass ihr Kopf bündig mit der Holzoberfläche abschliesst. Beachten Sie, dass Sie beim Verschrauben von Holz immer vorbohren sollten, damit es sich nicht spaltet. Die Ausnahme bilden Spanplatten – diese können Sie gleich verschrauben.

Blechschrauben und ihre Eigenschaften

Blechschrauben sehen ähnlich aus wie Holzschrauben – das Gewinde läuft ebenfalls spitz zu. Sie verfügen jedoch über ein weitaus härteres, gröberes Gewinde, da Metall ein härterer Werkstoff als Holz ist. Daher brauchen Sie beim Verschrauben von Blech nicht vorzubohren. Auch als Schrauben für Kunstsoff können diese ohne Probleme genutzt werden. Blechschrauben bekommen Sie genau wie Holzschrauben mit unterschiedlichen Köpfen und aus verschiedenen Materialien. Auch bezüglich der Länge finden Sie eine gute Auswahl.

Aluminium mit Schrauben verbinden

Beim Verschrauben von Aluminium ist mehr Vorsicht geboten als zum Beispiel bei Holz: Denn beim Kontakt zwischen Aluminium und einem anderen Metall kommt es schnell zu chemischen Reaktionen – das Ergebnis kann Korrosion sein. Bei Eisen spricht man von Rost, bei Aluminium von Lochfrass und bei Kupfer von Grünspan. Darüber hinaus spielt auch die thermische Ausdehnung eine Rolle.

Rostfreie Edelstahlschrauben eignen sich oft für Aluminium – es kommt jedoch trotzdem immer auf den Einsatz an. Bei Motorrädern können zum Beispiel Schrauben aus austenitischem Edelstahl mit hoher Korrosionsbeständigkeit verwendet werden. Auch spezielle Alu-Schrauben können Sie verwenden – sofern die Festigkeitsklasse und das Mass passen. Hinweis: Bei Aluminium-Schrauben handelt es sich oft um Sonderschrauben, die Sie in der Regel nicht in jedem Baumarkt bekommen. Fragen Sie bei Bedarf in einem Spezialgeschäft nach und stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Schrauben auswählen, damit keine Schäden entstehen.

Baustoff Rigips: Welche Schrauben?

Für Rigips benötigen Sie die sogenannten Schnellbauschrauben: Diese werden auch als Rigips-Schrauben bezeichnet, da der Baustoff das Haupt-Einsatzgebiet ist. Schnellbauschrauben verfügen wie Holz- oder Blechschrauben über ein selbstschneidendes Gewinde und sind phosphatiert. Die Phosphatschicht dient als Korrosionsschutz. Sie sorgt auch dafür, dass die Schrauben besser im Rigips halten. Die Schnellbauschrauben bekommen Sie in verschiedenen Grössen und mit unterschiedlichen Köpfen.

Betonschrauben: Was macht sie aus?

Beton- oder Steinschrauben sind meist aus verzinktem Stahl gefertigt. Sie haben einen langen Schaft und am Ende ein Gewinde. Das andere Ende ist mit einem Haken ausgestattet. Die Schrauben werden in Beton eingegossen. Ist dieser dann fest, steht das Gewinde der Steinschraube hervor. Daran können nun Elemente befestigt werden.

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