Brennholz selber machen

So stocken Sie Ihren Brennholzvorrat auf

Im Winter gibt es nichts Schöneres als einen gemütlichen Nachmittag vor dem eigenen Kamin. Wollen Sie Ihr Brennholz selber machen, gilt es dabei einiges zu beachten. Bei der Brennholzaufarbeitung spielen vor allem Sicherheit und Ergonomie eine wichtige Rolle! Hier erfahren Sie, wo Sie Ihr Kaminholz herbekommen und wie Sie es richtig verarbeiten.

Inhalt

Brennholz selber sägen

Im ersten Schritt zum eigenen Brennholz müssen Sie sich das geeignete Holz beschaffen. Natürlich dürfen Sie nicht überall einfach Bäume fällen oder beschneiden. Am besten erkundigen Sie sich bei der nächstgelegenen Försterei, wo sich diese Standorte befinden. Oftmals werden dort auch Lehrgänge angeboten. Mit entsprechendem Know-how, Motorsäge und Schutzausrüstung dürfen Sie loslegen!

Schutzausrüstung für die Arbeit mit der Motorkettensäge

Bevor Sie in den Wald gehen, um Ihr Brennholz selber zu sägen, sollten Sie sich passende Schutzkleidung zulegen. Nur so gelingt es, sicher zu arbeiten. Wichtig sind vor allem:

Die richtige Säge finden

Ausserdem benötigen Sie ein passendes Arbeitsgerät. Motorkettensägen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Machen Sie sich zunächst Gedanken, welche Arbeiten Sie mit der Maschine hauptsächlich verrichten möchten. Überlegen Sie auch, in welcher Häufigkeit Sie die Arbeiten verrichten werden. Sowohl bei Elektro- als auch Benzinantrieb sollten Sie auf trägheitsauslösende Kettenbremsen achten. Wichtig sind ausserdem Kettenfänger und Gashebelsperren.

Obwohl die meisten Motorkettensägen eingebaute Sicherheitsmechanismen beinhalten, ist Achtsamkeit gefragt. Das Arbeiten mit einem solchen Gerät birgt immer Risiken und verlangt daher während der Arbeit höchste Konzentration!

Tipp: Achten Sie auf eine frisch geschliffene Kette – je schärfer, desto besser. Für eine lange Lebensdauer der Kette empfiehlt sich der Einsatz eines biologisch abbaubaren Motorkettensägeöls mit ausgezeichneten Schmier- und Antiverschleisseigenschaften. Ersatzketten sind in unserem Online-Shop zu finden, in grösserer Auswahl auch in den Coop Bau+Hobby Verkaufsstellen.

So sägen Sie sicher

Sägen Sie Ihr Brennholz selber, sollten Sie stets umsichtig arbeiten. Tragen Sie währenddessen ausnahmslos immer Ihre Schutzausrüstung. Setzen Sie vor dem Schnitt den Krallenanschlag an und beginnen Sie erst dann mit dem Sägen. Ziehen Sie die Motorkettensäge nur mit laufender Kette aus dem Holz. Das Arbeiten auf unstabilem Untergrund ist zu vermeiden. Zudem sollten Sie nie über Schulterhöhe und auch nicht einhändig sägen. Das allfällige Netzkabel ist grundsätzlich hinter der Bedienungsperson zu führen.

Verwenden Sie beim Sägen von Schnittholz und dünnem Gehölz eine sichere Auflage. Bei Arbeiten auf schrägem Untergrund sollten Sie stets zum Hang hin stehen. Bei Ablängschnitten muss der Krallenanschlag am zu schneidenden Holz angesetzt werden. Achten Sie unbedingt auf unter Spannung stehende Äste. Frei hängende Äste sollten Sie nie von unten durchtrennen. Stehen Sie bei Entastungsarbeiten nicht auf dem Stamm. Beim Fällen sollten Sie sich nur seitlich des fallenden Baumes aufhalten. Bei Arbeiten am Hang müssen Sie oberhalb oder seitlich des Stammes stehen.

Brennholz selber schlagen und spalten

Machen Sie Brennholz selber, muss dieses erst noch eine Weile trocknen, bevor Sie es für Ihren Kamin verwenden können. Damit das etwas schneller geht, wird das Holz mit der Axt in Scheite gespalten. Anschliessend lagern Sie das Brennholz am besten draussen an der Hauswand, wo es vor Regen geschützt ist. Je nach Holzart kann es ein bis zwei Jahre dauern, bis die Scheite trocken genug zum Verbrennen sind.

Die richtige Ausrüstung zum Holzspalten

Da auch eine Axt gefährlich werden kann und beim Spalten des Brennholzes Splitter herumfliegen, müssen Sie auch für diesen Schritt auf passende Schutzausrüstung achten. Dazu zählen:

Schnittschutzhosen sind zwar nicht unbedingt erforderlich, bei nassem Holz aber nützlich.

Die passende Axt finden

Die Axt ist ein Forstwerkzeug, das auf Ihre Körpergrösse, Muskelkraft und Holzdicke abgestimmt sein muss. Idealerweise reicht der Stil bei ausgestrecktem Arm bis zur Schulter. Ausserdem sollte die Axt gut in der Hand liegen und nicht zu schwer für Sie sein.

So machen Sie Ihr Kaminholz selber klein

Bevor Sie Ihr Brennholz selber machen, legen Sie unbedingt Ihre Schutzausrüstung an! Dann stellen Sie einen Hackklotz auf einen festen Untergrund. Als Hackklotz eignen sich feste, gut getrocknete Holzstümpfe mit einem Durchmesser von mindestens 50 cm. Stellen Sie das zu spaltende Holz mittig auf den Hackklotz. Achten Sie auf einen sicheren Stand und halten Sie die Axt fest im Griff. Mit lockerem, aber kontrolliertem Schwung der Axt können Sie das Holz nun spalten. Bei hartnäckigen Hölzern, die sich nicht einfach durchtrennen lassen, verwenden Sie zusätzlich Spaltkeile. Verarbeiten Sie das Brennholz möglichst frisch, wenn es noch nicht zu trocken geworden ist.

Brennmaterialien

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