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Wie lagert man Brennholz richtig

Kaminholz richtig lagern

Gut gelagertes Holz für eine optimale Verbrennung.

Kaminholz: Wie lagert man Brennholz richtig?

Wie gut Kaminholz brennt, hängt nicht allein von der Holzart ab, sondern auch von der richtigen Lagerung. Gutes Brennholz muss trocken sein, damit es gut brennt. Ist es jedoch zu trocken, verliert es an Heizwert. Wie Sie Brennholz richtig lagern und stapeln, damit es Ihren Kaminofen optimal anheizt, lesen Sie hier.

Inhalt

Kaminholz richtig lagern – worauf kommt es an?

Wer Heizkosten sparen und die Umwelt schonen will, heizt seinen Wohnraum im Winter mit einem Kaminofen. Das tut nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern ist auch noch richtig gemütlich. Doch das Heizen mit Brennholz resultiert nur dann in einer guten Umweltbilanz, wenn das Holz gut brennt. Statt zu brennen setzt frisches Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 40 bis 70 Prozent im Ofen nur jede Menge Rauch und unangenehme Gase frei. Gut gelagertes, trockenes Holz mit einer Restfeuchte von 20 Prozent brennt dagegen optimal.

Das richtige Beheizen eines Ofens beginnt somit schon bei der Lagerung. Je besser das Kaminholz während der Aufbewahrung trocknet, desto höher ist sein Heizwert. Den idealen Trockenheitsgrad erreicht das Holz, je nach Holzart, nach etwa ein bis drei Jahren. Länger als drei bis vier Jahre sollte Brennholz nicht gelagert werden, da die biologischen Abbauprozesse irgendwann den Heizwert des Holzes verringern.

Sie planen, in den nächsten Jahren mit Kaminholz zu heizen? Dann beginnen Sie rechtzeitig mit der Holzlagerung, damit Ihnen bis zur Heizperiode ausreichend trockenes Brennholz zur Verfügung steht. Um Brennholz richtig zu trocknen und zu lagern, müssen diese drei Bedingungen erfüllt sein:

  • genügend Sonneneinstrahlung
  • ausreichend Luftbewegung
  • zuverlässiger Wetterschutz

Wo Sie Ihr Kaminholz am besten lagern und trocknen

Da Luft in geschlossenen Räumen wie Keller oder Garage nur schlecht zirkuliert, empfiehlt es sich, frischgeschnittenes Brennholz im Freien zu lagern. Dort wird das Holz durch Sonne und Wind am schnellsten getrocknet. Die Lagerung kann auf verschiedene Arten erfolgen:

  • unter einem Schleppdach entlang der Hauswand
  • als freistehender, abgedeckter Stapel
  • gestapelt in Holzmieten (Holzpyramiden mit einem flach abfallenden Dach)
  • in Metallgitterboxen
  • in speziellen Kaminholzregalen, die sich jedoch eher für kleinere Mengen als für einen Jahresvorrat eignen

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kaminholz entlang einer Hauswand zu stapeln, wählen Sie dafür am besten die sonnige Südseite des Hauses. Achten Sie darauf, den Holzstapel nicht direkt an der Wand, sondern mit einem Abstand von etwa 10 bis 15 cm zur Hauswand aufzuschichten. Auf diese Weise wird das Holz besser belüftet. Genauso wie bei einem freistehenden Stapel ist eine Abdeckung wichtig, um das Holz vor Regen und Schnee zu schützen. Das können Wellblech- oder Kunststoffüberdachungen oder entsprechende Planen sein. Auch diese sollten die Luftzirkulation nicht beeinträchtigen.

Bei der Holzlagerung im Freien ist ausserdem ein Untergrund wichtig, der das Holz vor Bodenfeuchtigkeit schützt. Einen solchen Untergrund schaffen Sie, indem Sie Europaletten, Steine oder Kanthölzer unter die erste Schicht der Brennholzscheite legen. Der Lagerplatz sollte so gross sein, dass Sie darauf problemlos einen Holzvorrat für ein bis zwei Jahre lagern können. So hat auch das neu hinzugekommene, frische Holz genügend Zeit zum Trocknen. Kaminholz, das bereits einen guten Trockenheitsgrad erreicht hat, kann zur baldigen Verwendung auch im Schuppen aufbewahrt werden – vorausgesetzt, der Raum ist gut belüftet.

Tipp: Kaltes Holz brennt schlechter. Lagern Sie deshalb immer eine kleine Menge Brennholz im Holzhalter neben dem Kamin.

Wie Brennholz richtig lagern und stapeln?

Das richtige Stapeln von Brennholz erfordert etwas Geschick und Übung. Mit unseren Tipps gelingt Ihnen eine stabile Kaminholz-Konstruktion, die Wind und Wetter trotzt.

Wie hoch der gelagerte Holzstapel sein darf, hängt vor der Grösse und der Form der Scheite ab. Kleine Holzstücke mit unregelmässiger Form lassen sich nur schwer stabil aufschichten. Für kleinteiliges Kaminholz eignen sich deshalb Metallgitterboxen zur Aufbewahrung am besten. Längliche, gleichförmige Holzscheite stapeln Sie am besten in zwei Schritten übereinander:

  1. Legen Sie die Holzscheite in der untersten Reihe so nebeneinander, dass das Holz immer noch vom Wind durchzogen werden kann. Achten Sie darauf, die Scheite mit der Rinde nach unten zu platzieren, weil das Holz so weniger fault.
  2. Für die darauffolgenden Schichten legen Sie die Scheite immer quer auf die unteren Holzscheite. Das verleiht dem Stapel mehr Stabilität.

Idealerweise ist das schmale Ende des Stapels zur Westseite hin ausgerichtet. Wenigstens eine Längsseite des Stapels sollte dem Wind ausgesetzt sein. Ihr Holzstapel erscheint Ihnen nicht stabil genug? Nutzen Sie eine Stapelhilfe, die verhindert, dass die Scheite seitlich wegrutschen.

Eine traditionelle Form der Holzstapelung ist die Holzmiete. Für die Holzpyramide mit flach abfallendem Dach stapeln Sie die Holzscheite in Ringen aufeinander, die nach oben hin immer schmaler werden. Die Mitte füllen Sie mit Schüttholz auf. Der Vorteil von Holzmieten: Sie benötigen keine Wand und keine stabilisierende Endbefestigung, zudem machen sie sich im Garten ausgesprochen dekorativ. Auch Holzmieten sollten Sie mittels einer Plane vor Feuchtigkeit schützen.

Tipp: Holzlagerstätten können gleichzeitig als praktischer Sichtschutz oder als Dekoelement dienen. Stapeln Sie das Kaminholz zum Beispiel zu dekorativen Mustern und Motiven.

Ofenfertig lagern: Wie muss das Brennholz geschnitten sein?

Um Brennholz richtig zu trocknen und zu lagern, sollten Sie selbst kleines Holz im Vorfeld schneiden und spalten. Dadurch trocknet es um ein Vielfaches schneller. Beginnen Sie am besten sofort damit, denn je feuchter das Holz ist, desto besser lässt es sich verarbeiten. Zum Zerkleinern benutzen Sie wahlweise:

Bei einer Scheitlänge von bis zu 30 cm reicht es, das Holz zum Lagern zu halbieren. Holzscheite, die länger als 30 cm sind, sollten Sie für eine ausreichende Belüftung lieber vierteln. Rundholz neigt zum Faulen und ist anfällig für Pilzbefall. Am besten ist es, wenn die Scheite alle etwa gleich gross sind. Dann lassen sie sich besser stapeln.

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