Trockenfutter für den Hund

Gesunde Ernährung:

Ist Trockenfutter für den Hund gesund?

Eine gesunde Ernährung ist für den Hund die Grundlage für Wohlbefinden und körperliche Fitness. Gesunde Ernährung bedeutet aber nicht für jeden Hund dasselbe. Die Bedürfnisse variieren – beispielsweise nach Alter und Hunderasse. Aber auch der Gesundheitszustand eines Hundes beeinflusst die Anforderungen an seine Ernährung. Was eine gesunde Hundeernährung ausmacht, erfahren Sie hier.

Was ist bei der Ernährung für den Hund wichtig?

Wie füttere ich meinen Hund richtig? Eine Frage, die sich vor allem viele neue Hundebesitzer stellen. Grundsätzlich ist für den Hund eine ausgewogene Ernährung wichtig, die den individuellen Energie- und Nährstoffbedarf deckt.

Bestandteile einer gesunden Hundeernährung

Proteine, Kohlenhydrate und Fette sind sowohl beim Menschen als auch beim Hund die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung:

  • Proteine: Sie werden für die Neubildung von Muskeln und anderen Geweben benötigt. Der Bedarf richtet sich unter anderem nach dem Alter des Hundes. Junge Hunde, die sich im Wachstum befinden, haben grundsätzlich einen höheren Bedarf als erwachsene Hunde.
  • Kohlenhydrate: Sie sind wichtige Energiespender für das Nervensystem und die Muskeln. Unterschieden werden einfache und komplexe Kohlenhydratverbindungen. Letztere müssen nach der Aufnahme zunächst in ihre einzelnen Bestandteile gespalten werden.
  • Fette: Sie werden ebenfalls zur Energiegewinnung herangezogen, versorgen den Körper aber gleichzeitig mit essenziellen Fettsäuren, wie Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig sind Fette ein wichtiger Geschmacksträger.

Gut zu wissen: Rohfasern oder Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile des Hundefutters. Da sie die natürliche Darmbewegung anregen, übernehmen sie aber dennoch eine wichtige Funktion. Hochwertiges Nass- und Trockenfutter für den Hund hat einen Rohfaseranteil von etwa zwei bis drei Prozent.

Wie oft sollte ich meinen Hund pro Tag füttern?

Ist einmal am Tag ausreichend oder sollte man dem Hund mehrmals täglich den Fressnapf füllen? Da Hunde einen sehr dehnbaren Magen haben, reicht es bei Tieren durchschnittlicher Grösse aus, einmal am Tag zu füttern. Kleinere und besonders grosse Hunde, sowie Hunde mit empfindlichem Verdauungssystem oder hohem Energiebedarf sollten jedoch besser zwei- oder dreimal täglich kleine Portionen erhalten. Das ist schonender für den Magen und besonders wichtig, wenn die Hunde grössere Portionen erhalten. Häufiger als einmal am Tag sollten auch trächtige und säugende Hündinnen Nahrung aufnehmen. Säugende Hündinnen benötigen für die Produktion der Milch mehr Energie, bei trächtigen Hündinnen nehmen die ungeborenen Welpen so viel Platz im Bauchraum ein, dass pro Fütterung nur relativ wenig Nahrung aufgenommen werden kann.

Welche Fütterungszeiten sind empfehlenswert?

Der Zeitpunkt der Fütterung spielt eine untergeordnete Rolle. Es empfiehlt sich aber, für den Hund feste Fütterungszeiten einzuführen. Durch einen regelmässigen Rhythmus weiss der Hund, dass er sein Futter erhält und nicht betteln muss. Zudem stellt sich auch der Verdauungstrakt auf die festen Mahlzeiten ein. Am besten passen Sie die Fütterungszeit Ihrem Tagesablauf an. Denn wenn Sie Ihren Hund unter der Woche immer früh morgens vor der Arbeit füttern, wird er Sie auch am Wochenende zum gleichen Zeitpunkt daran erinnern.

Planen Sie für Ihren Hund nach den Fütterungszeiten Ruhepausen von einigen Stunden ein, damit er ungestört verdauen kann. Gerade grössere Hunderassen neigen bei starker körperlicher Aktivität nach der Nahrungsaufnahme zur Magendrehung – einem medizinischen Notfall, bei dem Lebensgefahr für den Hund besteht.

Wie viel bzw. wie oft benötigt mein Hund etwas zum Trinken?

Der Wasserbedarf eines Hundes hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

  • Frisst der Hund Nass- oder Trockenfutter?
  • Wie aktiv ist der Hund?
  • Wie schwer ist der Hund?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ein Hund mit normalem Aktivitätslevel rund 100 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht am Tag aufnehmen muss. Wiegt Ihr Hund zehn Kilogramm, benötigt er demnach einen Liter Wasser am Tag. Ein Hund, der mit Nassfutter gefüttert wird, nimmt aufgrund des hohen Wassergehalts bereits einen Grossteil seines Bedarfs über das Futter auf (ca. 80 Prozent). Der Wassergehalt von trockenen Futtermitteln ist sehr viel niedriger. Ein Hund, der nur Trockenfutter zu sich nimmt, muss seinen Bedarf vorwiegend über das Trinken decken (ca. 90 Prozent). Spielen Sie viel mit Ihrem Hund oder machen Sie ausgedehnte Spaziergänge, sollten Sie ihm ebenfalls mehr Wasser anbieten. Denn: Je aktiver der Hund, desto höher der Wasserbedarf. Das gilt übrigens auch bei hohen Temperaturen. Ab einer Aussentemperatur von 20 Grad Celsius steigt der Flüssigkeitsbedarf.

Im Idealfall stellen Sie Ihrem Hund immer einen Napf mit frischem Wasser bereit. Kein essenzielles Hundezubehör, aber eine gute Alternative zum herkömmlichen Napf für den Hund ist ein Trinkbrunnen. Die Brunnen sorgen für sprudelndes Wasser und regen zum Trinken an. Zudem verfügen sie über ein Filtersystem, dass das Wasser kontinuierlich reinigt.

Gut zu wissen: Bieten Sie Ihrem Hund ausreichend Trinkwasser an, leisten Sie auch einen Beitrag zur Hundepflege bzw. Zahnpflege. Durch das Trinken wird die Mundhöhle des Hundes gespült und der Speichel weniger zähflüssig. Unterstützend wirken spezielle Kauartikel, die Zähne und Zahnfleisch säubern und die Speichelproduktion anregen.

Welches Hundefutter ist das Beste?

BARFen, Nass- oder Trockenfutter – was ist das Beste für meinen Hund? Eine Frage, die sich viele Hundebesitzer stellen. Grundsätzlich gibt es hier keine eindeutige Antwort. Mit jeder der drei genannten Fütterungsarten können Sie Ihren Hund gesund ernähren. Aus diesem Grund spielen Ihre persönlichen Ansprüche und die Bedürfnisse Ihres Hundes eine wichtige Rolle. Wir haben für Sie Vor- und Nachteile der Fütterungsmethoden zusammengefasst:

Trockenfutter

Es besteht aus getrockneten und gemahlenen Rohstoffen, die zunächst durch Hitze aufgeschlossen und dann zu Pellets gepresst werden. Da die Nährstoffe durch die Erhitzung bereits aufgeschlossen sind, bietet Trockenfutter dem Hund eine hohe Verdaulichkeit. Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts werden im Vergleich zum Nassfutter zudem nur kleine Portionen benötigt, um den Bedarf zu decken. Das ist besonders praktisch, wenn Sie viel unterwegs oder auf Reisen sind. Viele Hundebesitzer zählen auch die einfache und saubere Portionierung zu den Vorteilen. Zu beachten ist bei Trockenfutter für den Hund der meist hohe Anteil an Kohlenhydraten. Er kann bei Hunden schnell zu Übergewicht führen. Ausserdem muss der Hund ausreichend Wasser zu sich nehmen, wenn er sich in erster Linie von Trockenfutter ernährt.

Nassfutter

Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts eignet es sich besonders für Hunde, die zu wenig trinken. Darüber hinaus besitzt es meist einen etwas intensiveren Geschmack als Trockenfutter. Ein Aspekt, der insbesondere bei wählerischen Hunden von Bedeutung ist. Bei der Verdaulichkeit kann Nassfutter problemlos mit Trockenfutter mithalten. Da es im geschlossenen Behälter erhitzt wird, werden die Nährstoffe ebenfalls aufgeschlossen. Zudem wird die Haltbarkeit im geschlossenen Gefäss durch dieses Verfahren verlängert. Der hohe Proteingehalt spricht dafür, im Wachstum befindliche Hunde mit Nassfutter zu füttern. Als problematisch empfinden Hundehalter meist die geringe Haltbarkeit offener Futterdosen und den gewöhnungsbedürftigen Geruch des Futters.

BARF

Was fressen Hunde ursprünglich? Eine Fütterungsmethode, die sich an der ursprünglichen Ernährungsweise von Hunden orientiert, ist BARF (Biologisch artgerechte Rohfütterung). Beim BARFen wird der Hund mit rohen Futtermitteln gefüttert, die vorwiegend tierischer Herkunft sind. Fleisch, Innereien und Knochen werden durch einen geringen Anteil an pflanzlichen Futtermitteln – wie Obst, Gemüse und Getreide – ergänzt. Da die Rationen individuell zusammengestellt werden, lässt sich die Zusammensetzung auf die jeweiligen Bedürfnisse des Hundes abstimmen – auch Allergien kann man bei der Futterzusammenstellung berücksichtigen. Dies setzt jedoch ein umfassendes Wissen über den eignen Hund und seine ideale Ernährung voraus. Eine falsche Zusammensetzung kann zu Über- und Untergewicht sowie zu schweren Mangelerscheinungen führen. Da die Futtermittel nicht erhitzt werden, besteht zudem das Risiko, dass sich im Futter Bakterien vermehren. Grundsätzlich ist auch zu bedenken, dass BARFen mit mehr Aufwand und höheren Kosten für den Hundebesitzer verbunden ist.

Fazit

Wichtig ist, dass Sie das Futter auf die Bedürfnisse Ihres Hundes abstimmen. Besprechen Sie die Möglichkeiten auch mit Ihrem Tierarzt. Mitunter können Sie konventionelles Futter mit BARF-Futter oder Nass- und Trockenfutter miteinander kombinieren.

Wie erkenne ich gutes Hundefutter?

Das Beste ist für Ihren Hund und seine Ernährung gerade gut genug. Deshalb empfiehlt es sich, auf die Inhaltsstoffe des Hundefutters zu achten. Egal, ob Sie Ihren Hund mit Trocken- oder Nassfutter füttern – werfen Sie stets ein Blick auf das Etikett. Die Inhaltsstoffe sollten möglichst natürlich sein. Künstliche Farbstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker sind bestenfalls nicht enthalten. Schauen Sie bei E-Nummern ruhig nach, welcher Inhaltsstoff sich dahinter verbirgt. Auch die Sammelbezeichnungen «Nebenerzeugnisse» und «Nebenprodukte» zeugen nicht von Transparenz. Aus ihnen wird nicht erkenntlich, ob es sich um hochwertige Erzeugnisse oder Abfallprodukte handelt.

Was gibt es bei der Welpenernährung zu beachten?

Hundewelpen wachsen vor allem in den ersten zwölf Lebensmonaten. In diesem Zeitraum benötigen sie besonders viele Nährstoffe, damit sich Muskeln, Knochen und Gelenke richtig entwickeln können. Ihr Energie- und Nährstoffbedarf ist zwei- bis viermal höher als der von ausgewachsenen Hunden. In den ersten sechs bis zwölf Wochen werden sie durch die Inhaltsstoffe der Muttermilch rundum versorgt. Danach gewöhnen sie sich langsam an feste Nahrung. Spezielles Welpenfutter ist auf die deren besondere Bedürfnisse abgestimmt. Bis zum sechsten Lebensmonat empfiehlt es sich, die kleinen Hunde drei- bis viermal am Tag zu füttern. Danach sind zwei bis drei Rationen ausreichend.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll?

Ein gesunder, ausgewachsener und normal ausgelasteter Hund, der mit einem Alleinfutter gefüttert wird, ist in der Regel gut mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Manchmal reicht das aber nicht aus. Besondere Ansprüche haben etwa:

  • Welpen
  • ältere Hunde
  • kranke Hunde
  • trächtige Hündinnen
  • säugende Hündinnen

Auch bei einer ausschliesslichen Rohfütterung empfiehlt es sich, Nahrungsergänzungsmittel zu geben. Der Bedarf ist sehr individuell. Vitamin K hilft beispielsweise bei der Blutgerinnung und kann vor allem bei Hündinnen vorteilhaft sein. Für einen gesunden Knochenbau wird Kalzium benötigt, dessen Aufnahme durch Vitamin D erleichtert wird. Der Fett- und Eiweissstoffwechsel wird durch Vitamin B2 unterstützt. Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat und halten Sie sich an seine Empfehlungen, denn Überdosierungen können sich nachteilig auswirken.

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