Motorrad reinigen: Tipps

Von den Felgen bis zur Motorradkette

So reinigen Sie Ihre Maschine richtig.

Wie das Motorrad richtig reinigen? Eine Anleitung

Sie sollten Ihr Motorrad ab und zu reinigen: Nicht nur damit es schön aussieht, sondern damit Sie Verschleiss frühzeitig erkennen und beheben können. Denn ist das Motorrad gut gepflegt, bleibt auch sein Wert lange erhalten. Aber wie geht die Reinigung möglichst einfach und effektiv? Wir haben für Sie einen umfassenden Ratgeber zu diesem Thema erstellt.

Inhalt

Motorradkette reinigen: So gehen Sie vor

Ungefähr alle 1’500 Kilometer sollten Sie die Kette säubern. Steht diese Aufgabe wieder einmal an, erledigen Sie sie am besten als erstes. Denn Fett und Schmutz gelangen von der Kette schnell an andere Motorradteile – da wäre es schade, wenn Sie diese gerade gesäubert haben. Die Lebensdauer einer Motorradkette liegt bei durchschnittlich 20’000 Kilometern; schlecht gepflegte Ketten halten jedoch meistens nur rund 10’000 Kilometer. Wird die Kette regelmässig gesäubert, kann sie aber auch durchaus 50’000 Kilometer schaffen. Faktoren wie Fahrstil und Motorradtyp spielen selbstverständlich ebenfalls eine Rolle.

Legen Sie zunächst etwas Zeitungspapier oder Ähnliches unter das Motorrad, damit Sie beim Reinigen der Kette nicht den Boden verschmutzen. Dann schrubben Sie mit einer harten Bürste die Kette von innen und aussen gründlich ab. Nun kommt der Kettenreiniger fürs Motorrad zum Einsatz: Sprühen Sie die ganze Kette ordentlich damit ein. Unser Tipp: Mit einem Pinsel verteilen Sie den Reiniger auch in den kleinen Zwischenräumen. Nun lassen Sie das Reinigungsmittel einwirken, damit Fett und Schmutz sich lösen. Angaben zur Einwirkdauer des gewählten Produkts finden Sie auf der Verpackung. Als nächstes entfernen Sie den Reiniger mit einem Lappen. Hartnäckige Verschmutzungen können Sie mit einer sauberen Bürste lösen. Nehmen Sie zusätzlich Wasser, um den Schmutz direkt wegzuspülen. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Sie jeden Teil der Kette erwischen.

Jetzt ist die Motorradkette wieder sauber. Vergessen Sie die Pflege nicht: Dafür eignet sich spezielles Kettenöl für Motorräder – ein Pflegemittel, das jeder Motorradfahrer im Haus haben sollte. Ein wichtiger Hinweis: Tragen Sie das Öl nicht zu dick auf, denn zu viel des Guten hat eher den gegenteiligen Effekt. Bei einem Überschuss an Kettenöl setzt sich schneller wieder Schmutz in und an der Kette fest – was schlimmstenfalls zu vorzeitigem Verschleiss führt.

Den Motorrad-Vergaser reinigen: Was müssen Sie beachten?

Ist das Innenleben des Vergasers verdreckt, können daraus viele Probleme entstehen – am häufigsten sind eine eingeschränkte Leistung, Startprobleme und ein schlechter Motorlauf. Eine gründliche Reinigung kann in diesen Fällen Abhilfe schaffen – sofern der Vergaser selbst nicht defekt ist.

Wenn Sie den Motorrad-Vergaser reinigen wollen, müssen Sie ihn zunächst ausbauen. In der Regel ist es dafür notwendig, den Tank, die Sitzbank und den Seitendeckel abzubauen. Das hängt jedoch im Einzelnen stark vom Motorrad-Typ ab. Nun nehmen Sie den Luftfilterkasten heraus, um den Vergaser ausbauen zu können. Merken Sie sich unbedingt, wie der Vergaser eingebaut war und wo die angeschlossenen Schläuche positioniert waren, damit Sie nach der Reinigung alles korrekt wieder einbauen. Unser Tipp: Machen Sie ein Foto von dem eingebauten Vergaser oder markieren Sie die Schläuche entsprechend, damit Ihnen beim Einbau des Austauschfilters keine Fehler passieren. Fragen Sie im Zweifelsfall lieber einen Fachmann und schlagen Sie in jedem Fall vorher in der Bedienungsanleitung alles Wichtige nach.

Haben Sie den Vergaser fachgerecht ausgebaut, kann die Reinigung losgehen. Säubern Sie den Vergaser zunächst einmal gründlich von aussen. Das ist wichtig, damit bei der Reinigung des Innenlebens keine Schmutzpartikel hineingelangen. Im Handel bekommen Sie dafür spezielles Reinigungsspray für Vergaser. Die Verschmutzungen lassen sich mit einem Lappen oder einer weichen Zahnbürste lösen.

Anschliessend demontieren Sie die Kleinteile oder reinigen diese nach und nach. Hilfreich ist es, diese Stück für Stück auszubauen und zu reinigen, damit Sie nicht den Überblick verlieren. Sind Sie sich unsicher, ziehen Sie für diesen Reinigungsschritt lieber einen Fachmann hinzu. Zum Säubern der Vergaserdüsen verwenden Sie ebenfalls das spezielle Vergaser-Reinigungsmittel. Gut einsprühen und danach mit Druckluft sauberblasen. Sehr Wichtig: Verwenden Sie keine Bürsten oder Drähte, denn diese beschädigen eventuell das Messing der Düsen. Sprühen Sie auch alle Bohrungen am Vergaser mit dem Reiniger ein und entfernen Sie Ablagerungen möglichst schonend.

Motorrad-Tank reinigen – am besten beim Fachmann

Selbst relativ neue Motorräder weisen oft nach kurzer Zeit Rost im Tank auf, der den Motor beim Fahren stottern lässt. Die dann anfallende Reinigung des Tanks sollten Sie von einem Fachmann vornehmen lassen. Zur Vorbereitung können Sie jedoch Folgendes tun:

  • Tank entleeren, danach Benzinhahn und Deckel entfernen.
  • Tank mit Wasser und Spülmittel auswaschen (nur an dafür vorgesehenen Waschplätzen).
  • Tank trocknen – zum Beispiel mit einem Fön auf unterster Stufe.

Anschliessend nimmt der Fachmann den Tank in Augenschein: Je nachdem, wie viel Rost angefallen ist, wird er ihn mit einer passenden Reinigungsmethode behandeln.

Motorrad-Felgen möglichst regelmässig reinigen

Ungefähr zweimal im Monat sollten Sie die Felgen reinigen – vor allem dann, wenn Sie regelmässig fahren oder ausgedehnte Touren unternehmen. Denn an den Felgen sammelt sich schnell viel Dreck. Die Reinigung der Felgen können Sie per Hand durchführen. Dazu brauchen Sie nur Tücher und Schwämme aus hochfertiger Mikrofaser. Verwenden Sie keine säurehaltigen Reiniger, denn diese greifen die Oberfläche an. Gut geeignet sind Wasser und normales Spülmittel. Für Chromfelgen verwenden Sie am besten einen speziellen Chromreiniger. Sind die Felgen beschichtet oder lackiert, eignet sich ein spezielles Wachs zum Polieren und Versiegeln besser. Nach der Reinigung trocknen Sie die Felgen mit einem Baumwolltuch sorgfältig ab, bis sie wieder glänzen.

Motorrad reinigen: Zum Schluss ist der Lack an der Reihe

Sind Sie mit der Grundreinigung fertig, können Sie sich dem Lack widmen. Die Lackreinigung sollten Sie mindestens zweimal im Jahr machen, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Noch besser ist es, wenn Sie den Lack nach jeder längeren Fahrt reinigen, denn Staub und Insekten bleiben schnell an ihm haften. Eine regelmässige Reinigung beugt zudem Beschädigungen und Verschleiss vor. Wählen Sie für die Reinigung ein schattiges Plätzchen – am besten auf einem Motorrad-Waschplatz. Bei Coop Bau+Hobby bekommen Sie das meiste, was Sie an Motorradbedarf benötigen. Dann gehen Sie folgendermassen vor:

  • Grobe Verschmutzungen mit klarem Wasser entfernen. Das Motorrad mit Hochdruckreiniger abspritzen? Auf niedriger Stufe können Sie das machen.
  • Lack mit säurefreiem Motorradreiniger abseifen – weichen Schwamm verwenden und kurz einwirken lassen.
  • Das Motorrad mit einem Ledertuch abtrocknen.
  • Wachs mit einem weichen Tuch auftragen und gut polieren.

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