Baden im Fluss – so wird der Sommerausflug ein Vergnügen

Kurzurlaub in der Heimat mit Schwimmen, Sporttreiben und Bootfahren

Es müssen nicht immer mehrwöchige Reisen oder ferne Reiseziele sein, damit im Sommer Urlaubsstimmung aufkommt. Wenn du nicht viel Zeit hast oder aus anderen Gründen keinen langen Urlaub im Ausland planen kannst, verbringe doch einfach einen Tag am nächstgelegenen Fluss oder Badesee. Dort kannst du in der Natur entspannen, baden gehen, einen Bootsausflug machen oder dich im Wassersport versuchen. Damit es in den natürlichen Gewässern nicht zu Unfällen kommt, solltest du bei allem Spass aber immer zuerst an die Sicherheit denken.

Schwimmen und Baden in Fluss oder See

Es liegt auf der Hand, kann jedoch nicht oft genug betont werden: Das Schwimmen und Baden in natürlichen Gewässern birgt einige Gefahren. Wenn du bisher nur in öffentlichen Freibädern oder im heimischen Pool deine Runden gedreht hast, können Strömungen, Untiefen, steinige Untergründe, Algenbewuchs oder kalte Stellen zur Herausforderung werden.

Um dich langsam an das Schwimmen in natürlichen Gewässern zu gewöhnen, empfehlen wir dir, dich Schritt für Schritt mit den veränderten Bedingungen und Regeln vertraut zu machen.

  • Für die ersten Versuche wählst du am besten bewachte Badestellen. Dort kannst du dich im Notfall auf die Rettungskräfte vor Ort verlassen.
  • Gehe an unbewachten Stellen zunächst nur so weit ins Wasser, dass du noch stehen kannst. Das gilt ganz besonders für Kinder, die zur Sicherheit Schwimmring oder Schwimmflügel tragen sollten, auch wenn sie schon schwimmen können.
  • Frage Ortskundige nach möglichen Gefahrenstellen.
  • Bevor du im Alleingang weit hinaus schwimmst, erkunde das Gewässer zunächst mit einer oder mehreren Personen, sodass ihr euch einander im Notfall helfen könnt.
  • Überschätze deine Kräfte nicht. Schwimme lieber mehrere Bahnen parallel zum Ufer als direkt die gegenüberliegende Uferseite anzupeilen. Anfänger unterschätzen schnell, wie viel Kraft es kostet, eine vermeintlich kurze Strecke schwimmend zurückzulegen.
  • Gesetzliche Regelungen: Falls neben dem Baden im Fluss oder See auch kleinere Boote und Schiffe erlaubt sind, darfst du dich nur in der lokal vorgegebenen Uferzone aufhalten. Das gilt auch für Luftmatratzen und Schlauchboote. Beachte auch, dass neben Hafeneinfahrten und Schiffanlegestellen meist ein absolutes Badeverbot gilt. Wir empfehlen dir immer vor dem ersten Sprung ins Nass, dich mit den lokalen Bedingungen vertraut zu machen.

Diese Auflistung soll nicht abschreckend wirken. Im Gegenteil: Wenn du die Risiken kennst und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen triffst, kannst du das Baden im malerischen Fluss oder in einem idyllischen See umso mehr geniessen.

Spiel und Sport an Badeseen und Flüssen

Besonders beliebt sind Flüsse und Badeseen nicht nur zum entspannten Schwimmen, sondern vor allem für ausgelassene Wasserspiele. Kein Freibad der Welt bietet so viel Platz für wilde Wasserschlachten, erbitterte Eroberungskämpfe der Luftmatratze oder spannende Rennen mit dem Schlauchboot. Und wenn du sportbegeistert bist, aber Schwimmen auf Dauer zu langweilig findest, hast du auf Seen und Flüssen die perfekte Gelegenheit, um einmal Stand Up Paddling (SUP) oder Wasserski auszuprobieren.

Falls du keinen Kurs mit professioneller Anleitung und Beaufsichtigung buchen willst, solltest du als Anfänger die Sportarten zunächst nur auf stehenden Gewässern ausprobieren. Die Strömung in Flüssen könnte dir sonst übel mitspielen und dich kilometerweit von der Ausgangsstelle wegtragen. Wenn du SUP mit Kindern üben willst, sollten diese selbst am ruhigsten Badesee zur Sicherheit unbedingt eine gut sitzende Schwimmweste tragen.

Kapitän für einen Tag – Abenteuer Bootfahren

Ein Bootsausflug ist oft das Highlight eines langen Sommertags am See. Ob du dich dafür mit reiner Muskelkraft im Ruder- oder Tretboot bewegst, dich in einem Segelboot vom Wind tragen lässt oder lieber ein Motorboot fährst, bleibt dir überlassen – sofern du die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst bzw. ein Boot fährst, für das du keinen Segel- oder Bootsführerschein brauchst.

Welches Boot darfst du ohne Führerschein fahren?

Generell ist es jeder Privatperson erlaubt, mit Schlauch-, Ruder- oder Tretbooten die Gewässer zu erkunden. Und auch wenn du keinen speziellen Führerschein hast, musst du nicht auf das Segeln oder Motorbootfahren verzichten.

Sicherheit beim Bootfahren

Wenn Du ein Motor- oder Segelboot ausleihst, wirst du vom Verleih über die gängigen Regelungen im jeweiligen Gewässer (Uferzonen, Abstandsregeln, Geschwindigkeitsvorschriften, etc.) aufgeklärt. Halte diese Regeln unbedingt ein, sonst drohen empfindliche Strafen durch die Seepolizei.

Bei Leihbooten ist die nötige Sicherheitsausstattung bereits an Bord. Wenn du mit einem eigenen Boot unterwegs bist, brauchst du mindestens Schwimmwesten für alle Insassen. Falls du kleine Kinder dabeihast, empfehlen wir sogar Rettungswesten, die Nacken und Kopf zusätzlich stabilisieren. Übe mit dem Kind vorher, sich mit der Weste im Wasser treiben zu lassen, sodass es im Ernstfall weiss, wie es sich verhalten muss.

Beachte, dass du dich mit Schlauch-, Ruder- und Tretbooten ohne Motorunterstützung nur in gekennzeichneten Bereichen in Ufernähe aufhalten darfst. Falls du ein eigenes Schlauchboot nutzt, stelle nach längerer Lagerzeit unbedingt sicher, dass es noch absolut dicht ist, und führe notfalls die nötigen Reparaturen am Schlauchboot durch, bevor du es in Betrieb nimmst.

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