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Diese zehn Dinge sollten Sie bei einem Elektrovelo unbedingt beachten.

Elektrovelo: 10 Dinge, die Sie beim E-Bike beachten sollten

Mit einem Elektrovelo sind Sie rasant unterwegs und meistern nahezu mühelos selbst steilere Berge. E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec? Hinsichtlich Motorleistung, Antrieb und Gangschaltung gibt es so einige Unterschiede. Erfahren Sie, worauf es ankommt, um die richtige Kaufentscheidung zu treffen und stets sicher zu fahren.

Inhalt

1. E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec?

Die meisten elektrisch betriebenen Velos werden als E-Bikes bezeichnet. Doch Elektrovelo ist nicht gleich Elektrovelo.

Den Markt dominieren sogenannte Pedelecs (Pedal Electric Cycle). Diese ersetzen allerdings nicht das Treten in die Pedale. Denn ein Elektromotor wirkt lediglich unterstützend. Das erleichtert das Treten um bis zu 200 Prozent. Sobald Sie die Pedale belasten, setzt sich der Motor in Gang. Je stärker der Pedaldruck, desto mehr gewinnen Sie an Tempo. Die Motorunterstützung erleichtert das Vorankommen gerade bei steilen Anstiegen oder starkem Gegenwind. Der Grad der Unterstützung ist einstellbar. Das Tempolimit für diese Veloart ist 25 Stundenkilometer.

Wem dies nicht genügt, der greift auf eine rasantere Variante mit Tretunterstützung zurück. S-Pedelecs (Speed-Pedelec) erzielen Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometern. Allerdings ist dabei der Luftwiderstand so stark, dass Velofahrer diese Leistung selten länger nutzen.

Mit den eigentlichen E-Bikes erreichen Sie aus dem Stand heraus hohe Geschwindigkeiten. Da der Antrieb allein über den Elektromotor erfolgt, funktionieren Sie ganz ohne Muskelkraft auf Knopfdruck. Bis zu 45 Stundenkilometer sind möglich. 

2. Vorschriften für E-Bike und Pedelec

Je nach Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit gelten für E-Bikes und Pedelecs in der Schweiz besondere verkehrsrechtliche Vorschriften.

In die Kategorie Leicht-Motorfahrräder fallen Elektrovelos mit einer Tretunterstützung von bis zu 25 Stundenkilometern, einer Motorleistung von maximal 500 Watt sowie Modelle, die bauartbedingt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer erreichen. Für diese besteht eine Altersbegrenzung. Erst ab 14 Jahren ist das Führen dieser Fahrzeuge erlaubt, wobei bis zum 16. Lebensjahr mindestens ein Führerschein der Kategorie M vorgeschrieben ist.

Für E-Bikes beziehungsweise Pedelecs, deren Motorleistung darüber hinausgeht, gibt es weitere verkehrsrechtliche Bestimmungen. Dazu zählen Velos, die mit Tretunterstützung bis zu 45 Stundenkilometer erreichen, E-Bikes mit einer Motorleistung von maximal 1'000 Watt sowie solche mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Letzteres legt der Hersteller fest und gibt dies in seinen Produktangaben an. Es handelt sich hierbei um die für die jeweilige Bauart und auf ebener Fahrbahn theoretisch erreichbare Höchstgeschwindigkeit.

Dabei ist die Anbringung eines gelben Kontrollschildes mit Versicherungsvignette vorgeschrieben. Während für Leicht-Motorfahrräder ein Helm empfohlen wird, besteht für die rasanteren E-Bikes Helmpflicht.

Mit einem Elektrovelo dürfen Sie auch auf Wegen fahren, für die ein Fahrverbot für Motorräder besteht. Nur bei schnelleren Varianten sollte die Motorleistung abgeschaltet sein. Fahrer von Elektrovelos sind dazu verpflichtet, sämtliche Regeln einzuhalten, die auch für klassische Velos gelten. Besondere Vorschriften gibt es zudem für das Mitführen von Kindern in Anhängern oder auf Kindersitzen. 

3. E-Bike-Antrieb

Unterschiede bestehen hinsichtlich des E-Bike-Antriebs. Beachten Sie dies vor dem Kauf des E-Bikes oder wenn Sie nachrüsten möchten. Die Art des Antriebs wirkt sich sowohl auf die Leistung als auch auf das Fahrgefühl aus. Mit einer Probefahrt finden Sie heraus, welcher Antriebstyp Ihnen mehr liegt.

  • Antrieb mit Frontmotor: Hierbei befindet sich der Antrieb in der Vorderradnabe. Bei Anstiegen oder nassen Fahrbahnen gelangt diese Antriebsart jedoch rasch an ihre Grenzen. Dafür gelingt das Nachrüsten eines gewöhnlichen Velos problemlos. Der Frontmotor ist mit jeder Rücktrittbremse und Gangschaltung kompatibel.
  • Mittelmotor: Der Antrieb erfolgt aus der Mitte des E-Bikes, wodurch sich das Gewicht am gleichmässigsten verlagert. Da sich diese Antriebsart nur sehr gering auf den Fahrstil auswirkt, fühlen sich Velofahrer sicherer. Der Mittelmotor eignet sich für alle Schaltungstypen. Da für die Installation am Tretlager ein Extra-Rahmen erforderlich ist, geht die Variante mit mehr Kosten einher.
  • Antrieb am Hinterrad: Die Installation am Hinterrad verbessert beim Fahren die Kraftübertragung. Gerade bei der Anfahrt eines Berges wirkt sich dies positiv aus. Als nachteilig erweist sich der stärkere Einfluss auf das Fahrverhalten. Ein Hinterradantrieb ist nur mit einer Kettenschaltung realisierbar. 

4. Lebensdauer des Akkus

Ein Akku hält nicht ewig, sodass Sie Ihr Pedelec beziehungsweise E-Bike irgendwann nachrüsten müssen. Mit zunehmenden Alter beginnen die Akkus zu schwächeln. Beachten Sie daher die Herstellerangaben zur maximalen Lebensdauer. Am längsten halten Lithium-Ionen-Akkus; mitunter versorgen diese Ihr Velo fünf Jahre lang mit Strom. Die Lebensdauer hängt von der Anzahl der Ladevorgänge sowie einer sachgemässen Handhabung ab. Mit etwas Pflege verlängern Sie den Lebenszyklus:

  • Verwenden Sie ausschliesslich das originale Ladegerät.
  • Bewahren Sie den Akku kühl und trocken auf und berücksichtigen Sie die vom Hersteller empfohlene Lagertemperatur.
  • Bei längerem Nichtgebrauch sollte der Akku nicht vollständig leer sein. Beachten Sie den vom Hersteller empfohlenen Ladestand.
  • Halten Sie die Kontakte sauber. Schäden sollten ausschliesslich vom Fachmann behoben werden.

5. Reichweite eines E-Bikes

Wie weit kommt man mit einer Akkuladung? Da die Reichweite eines E-Bikes von verschiedenen Faktoren abhängt, lässt sich diese Frage nicht allgemeingültig beantworten. Eine grosse Rolle spielen das Höhenprofil einer Strecke, das eigene Körpergewicht, der Fahrstil sowie bei einem Pedelec der gewählte Grad der Motorunterstützung. Je mehr der Motor leistet, desto kürzer hält freilich der Akku.

Mit den meisten Elektrovelos schaffen Sie ohne erneutes Akkuaufladen zwischen 50 und 100 Kilometer. Wer eine lange Velotour plant, auf der es keine Möglichkeit zum Aufladen gibt, sollte gegebenenfalls einen Ersatz-Akku mitnehmen. Zwar können Sie Elektrovelos auch mit Muskelkraft antreiben; da sie schwerer als klassische Velos sind, ist dies jedoch mit einiger Anstrengung verbunden. 

6. Wo Akku aufladen?

Zum Aufladen eines E-Bike-Akkus gibt es spezielle Ladegeräte. Sie erhalten entweder bereits eines beim Kauf oder Sie können zusätzlich eines erwerben. Verwenden Sie in jedem Fall nur das vom Hersteller empfohlene Gerät. Andernfalls ist keine Sicherheit garantiert und der Akku kann Schaden nehmen. Beachten Sie auch sonstige Sicherheitshinweise der Bedienungsanleitung.

Die Powerstationen sind in der Regel kompakt und können daher unterwegs mitgenommen werden. Allerdings wiegen sie mitunter mehr als drei Kilogramm. Alternativ können Sie Elektrovelos an diversen Tankstellen aufladen. Derzeit gibt es in der Schweiz ungefähr 1'000 spezielle Stromtankstellen, es werden jedoch mehr. 

7. Gangschaltung

Auch hinsichtlich der Gangschaltung gilt es vor der Anschaffung eines E-Bikes oder Pedelecs Unterschiede abzuwägen. Gängig sind die folgenden beiden Typen:

  • Kettenschaltung: Bei diesem Schaltsystem gestaltet sich der Gangwechsel besonders komfortabel. Auch bei starker Pedalbelastung gelingt er problemlos. Zudem erfolgt der Wechsel auch bei raschem Umschalten von kleineren auf grössere Gänge stufenlos. Ein Manko ist dagegen die höhere Wartungsintensität. Ketten verschleissen rascher und können herausspringen. Mit Rücktrittbremse ist der Schaltungstyp nicht kombinierbar.
  • Nabenschaltungen: Wer sich mit Rücktrittbremse sicherer fühlt, sollte diese Variante wählen. Da sie seltener einer Reparatur oder eines Ersatzes bedürfen, erweisen sie sich in der Regel als kostengünstiger. Die Schaltvorrichtung wird vom Nabeninneren bedeckt. Wer an einer Ampel wartet, kann auch im Stand den Gang wechseln. Hingegen gelingt das Umschalten beim Anfahren eines Berges nur mit viel Übung. Zudem erfolgt es nicht gleitend, obgleich einige Weiterentwicklungen mittlerweile deutlich flüssigere Gangwechsel ermöglichen. Der Wirkungsgrad ist etwas geringer als bei einer Kettenschaltung. 

8. Bremsen

Von grosser Bedeutung ist die Bremsvorrichtung. Da selbst das beste E-Bike einiges mehr auf die Waage bringt als ein normales Velo und auch deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht, sollten die Bremsen äusserst belastungsstark sein. Wer lediglich über Felgenbremsen mit Stahlzug verfügt, sollte sein E-Bike nachrüsten.

Am besten eignen sich hydraulische Scheibenbremsen. Diese empfehlen sich insbesondere bei Modellen mit hohen Antriebsleistungen ab 250 Watt. Sie bringen Ihr Elektrovelo auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher zum Stehen. Zudem sind ihre Beläge langlebiger. Wer bei längeren Bergabfahrten mit grossem Gefälle permanent das Tempo drosselt, läuft andernfalls Gefahr, dass sich die Felgen überhitzen. Ein Rücktritt unterstützt die Bremse. Bedenken Sie aber, dass ein Rücktritt nur mit einer Nabenschaltung kombinierbar ist. 

9. E-Bike-Wartung

Warten Sie Ihr Velo regelmässig. Auch ein elektrisch betriebenes Zweirad ist nicht vor Verschleiss sicher. Viele Werkstätten haben sich auf die Reparatur von Elektrovelos spezialisiert. Denn E-Bikes erfordern spezielles VelowerkzeugEin bis zwei Mal im Jahr sollten Sie Bremsvorrichtung, Gangschaltung, Motor, Reifen und Schrauben auf den Prüfstand stellen.

Kommt es während einer Velotour zur Panne, sollten Sie nicht mit dem defekten Velo weiterfahren. Günstig ist der Abschluss einer Pannendienst-Versicherung. Hierbei erhalten Sie sofort Hilfe. Mitunter wird der Schaden an Ort und Stelle behoben, sodass Sie sogleich wieder weiterfahren können. Andernfalls übernimmt die Pannenhilfe den Abtransport in eine Velowerkstatt.

10. Sicher fahren

Wer das erste Mal auf ein Elektrovelo steigt, sollte sich zunächst im Rahmen mehrerer Probefahrten mit der Fahrtechnik vertraut machen. Hierbei erhalten Sie ein Gefühl dafür, wie Sie die Geschwindigkeit durch Einstellung der Motorunterstützung und Pedaldruck regulieren. Gerade ein auf Knopfdruck startendes E-Bike mit starkem Antrieb ist zunächst ungewohnt. Begeben Sie sich erst in den Strassenverkehr, wenn Sie sich ganz sicher fühlen.

In der Regel ist auch der Bremsweg aufgrund höheren Gewichts und Tempos länger als bislang gewohnt. Da sich Elektrovelos auf den Strassen bisher eher rarmachen, rechnen Fussgänger und andere Velofahrer in der Regel nicht mit den höheren Geschwindigkeiten. Fahren Sie daher an Ampel und Kreuzung langsamer an. 

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