E-Bike-Ratgeber

Neues E-Bike?
Worauf Sie achten sollten

Sie haben sich Ihr erstes E-Bike gegönnt und fragen sich, wie Sie nun richtig damit umgehen? Dieser E-Bike-Ratgeber versorgt sie mit neun Tipps und Tricks, die Ihnen den Anfang erleichtern, sodass Sie lang Freude an Ihrem neuen Gefährt haben werden. Elektrovelos, auch Pedelecs genannt, erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit auf den Strassen. Sie helfen Ihnen, schneller vorwärtszukommen und rasanten Fahrspass zu geniessen.

Neun hilfreiche Tipps rund ums E-Bike

1. Reinigung und Pflege

Im Grunde genommen reinigen Sie Ihr E-Bike genauso wie ein herkömmliches Velo – also mit Wasser und einem speziellen Velopflegemittel. Auf Hochdruckreiniger oder einen zu starken Wasserstrahl sollten Sie verzichten. Achten Sie ausserdem darauf, dass die elektronischen Teile des Rads nicht nass werden. Tauchen Sie Ihr E-Bike niemals komplett in Wasser ein, um Korrosionsschäden zu vermeiden.

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Gefährt haben, sollten Sie Ihr E-Bike richtig pflegen. Am besten waschen Sie Ihr Velo nach jeder Tour gründlich – so können sich hartnäckige Ablagerungen gar nicht erst bilden.

2. Fehler am E-Bike korrigieren

Wie bei jedem Elektrogerät können auch bei einem E-Bike Fehler auftreten, wenn dieses nicht richtig eingestellt oder bedient wird. Die häufigsten Probleme sind folgende:

  • Das Display schaltet sich nicht ein: Prüfen Sie zunächst, ob der Akku geladen und das E-Bike eingeschaltet ist. Möglicherweise ist das System auf Standby – dann drücken Sie einfach kurz die Ein-/Austaste. Funktioniert das nicht, prüfen Sie bitte die Steckverbindungen.
  • Die Unterstützung funktioniert nicht: Möglicherweise ist die Batterieaufnahme verunreinigt. Befreien Sie sie in diesem Fall von Schmutz und Staub. Bringt das nicht den gewünschten Effekt, prüfen Sie die Akkuladung – ist diese geringer als 5%, schaltet sich die Unterstützung automatisch ab. Ist der Akku nicht das Problem, überprüfen Sie wieder die Steckverbindungen.
  • Das E-Bike verliert an Reichweite: Pro Jahr kann ein E-Bike-Akku etwa 20% seiner Leistung verlieren. Dadurch verringert sich auch die Reichweite. Ist Ihr E-Bike neu, beachten Sie bitte, dass die Reichweitenangaben des Herstellers von der individuellen Reichweite abweichen können – denn diese ist wiederum stark vom Gelände und Ihrer Muskelkraft abhängig.

3. Den richtigen Reifendruck fürs E-Bike wählen

Wichtig für ein gut funktionierendes E-Bike ist auch der optimale Luftdruck auf den Reifen. Ist er zu gering, schränkt das die Unterstützungsleistung ein. Pro Bar zu wenig Druck verlieren Sie 5 km, die Sie mit Unterstützung hätten fahren können. Überprüfen Sie deshalb regelmässig – mindestens einmal im Monat – ob Ihr E-Bike noch genügend Reifendruck hat. Wenn nicht, pumpen Sie es auf. Der empfohlene Druck ist in der Regel auf der Flanke des Reifens vermerkt.

4. E-Bike-Reichweite erhöhen

Die Reichweite Ihres E-Bikes wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst – etwa der aufgewendeten Muskelkraft, der Topografie der Strecke sowie der Akkukapazität, der Aussentemperatur und Ihrem Gewicht. In jedem Fall ist die Reichweite begrenzt. Wollen Sie sie erhöhen, gehen Sie sparsam mit dem Akku um. Leichte Streckenabschnitte können Sie auch ohne Unterstützung bewältigen. Für längere Fahrten empfiehlt es sich, das Ladegerät mitzunehmen und den Akku zwischendurch aufzuladen, zum Beispiel, wenn Sie irgendwo einkehren.

5. Tipps zur richtigen Lagerung des E-Bike-Akkus

Nutzen Sie Ihr E-Bike gerade nicht, sollten Sie den Akku an einem trockenen, warmen Ort lagern. Vermeiden Sie jedoch zu hohe Temperaturen ab 50 °C, beispielsweise bei direkter Sonneneinstrahlung. Mindestens alle drei Monate müssen Sie die Ladung Ihres Akkus prüfen und ihn gegebenenfalls auf 75% nachladen. Anderenfalls könnte der Akku vorzeitig altern. Damit Ihr neuer E-Bike-Akku seine volle Leistung erreicht, sollten Sie ihn fünfmal vollständig auf- und entladen, also von 0 auf 100% und zurück. Nutzen Sie zum Laden immer das originale Ladegerät. Verwenden Sie ein anderes, kann das zu Defekten führen. Orientieren Sie sich beim Ladeprozess an der Anzeige auf dem Ladegerät: Bei vielen Fabrikaten ist der Akku erst dann vollständig geladen, wenn die Anzeige grün leuchtet. Dies jedoch variiert von Hersteller zu Hersteller, im Zweifel ist die jeweilige Bedienungsanleitung zu beachten.

6. Akku im Winter vor Kälte schützen

Im Winter machen die niedrigen Temperaturen manchem E-Bike-Akku zu schaffen. Während der Fahrt wird er zwar durch die ständige Stromerzeugung warmgehalten, doch benötigt er oft etwas Anlaufzeit. Erwärmen Sie den Akku also vor der Fahrt deshalb auf mindestens 5 bis 10 °C. Bei Minusgraden kann es sein, dass das E-Bike nur noch 75% der gewohnten Unterstützung bieten kann. Bei Nichtgebrauch sollten Sie den Akku auf jeden Fall an einem warmen Ort aufbewahren.

7. E-Bike versichern lassen

E-Bikes sind nicht gerade günstig, und Sie wollen Ihres sicher nicht durch Diebstahl verlieren. Pedelecs lassen sich oft über eine erweiterte Hausratversicherung gegen Einbruchdiebstahl versichern. Bei hochpreisigen Modellen empfiehlt sich eine spezielle Fahrraddiebstahlversicherung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob und welcher Schutz für Ihr Velo besteht, ist Ihre Versicherung hier ein guter Ratgeber bezüglich Ihres E-Bikes.

8. Vor jeder Fahrt die Bremsen prüfen

Mit dem E-Bike sind Sie schneller als mit einem herkömmlichen Velo. Funktionierende Bremsen können daher Lebensretter sein. Kontrollieren Sie Ihre Bremsen deshalb vor jeder Fahrt. Achten Sie auch darauf, dass Sie sie mit den Händen gut erreichen. Idealerweise kommen Sie mit Zeige- und Mittelfinger bis zum äussersten Rand der Bremshebel.

9. Tipps für das Fahren

Wenn Sie noch nie ein E-Bike gefahren sind, sollten Sie sich langsam an die Unterstützung herantasten und erst einmal ein Gefühl dafür bekommen. Beginnen Sie beim Anfahren mit einem kleinen Gang und der niedrigsten Unterstützungsstufe. Nach und nach können Sie dann das ganze Funktionsspektrum Ihres E-Bikes erkunden. Bevor Sie sich auf die erste grosse Tour begeben, sollten Sie ausserdem das Bremsen und das Anfahren sowie Bergauffahrten üben.

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